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Super Mario Sunshine: Potenzial verschwendet - Leser-Test von Restrictor


1 Bilder Super Mario Sunshine: Potenzial verschwendet - Leser-Test von Restrictor
Super Mario Sunshine wurde lang erwartet wie so ziemlich jedes Mario Spiel zuvor, da diese Serie in Videospielerkreisen eine der oder vielleicht die populärste Serie überhaupt ist. Fünf Jahre liegen zwischen dem Vorgänger Super Mario 64 und Super Mario Sunshine.

Mario möchte eigentlich einen schönen Inselurlaub verbringen, doch leider erlebt er sofort am Anfang eine üble Überraschung. Ein Doppelgänger Marios verschmutzt die ganze Insel mit Farbkleksen. Leider wird Mario des Verbrechens beschuldigt und so muss er sich ans Saubermachen machen. Dazu bekommt er eine Wasserspritze umgeschnallt, die ein zentrales Element des Spieles wird. Mario besiegt seine Gegner häufig durch Einsatz dieser Spritze, auch kann er sie als Jetpack benutzen bzw. im späteren Spielverlauf als Rakete oder Turboantrieb.

Ich möchte direkt zu dem entscheidenden Kritikpunkt kommen: Dieses Spiel ist für ein Mario Spiel schwer. Sicher ist es lösbar, aber es müssen viele Stunden und Versuche investiert werden. Es sind manchmal so viele Versuche nötig, dass man dieses Spiel nicht durchspielt, sondern durcharbeitet. Wenn man in einem der Geschicklichkeitslevel, die man ohne Hilfe des Jetpacks bewältigt, also dass man Sprünge kaum noch korrigieren kann ist, scheitert man so oft, dass einem schnell die Lust vergeht. Schafft man diesen Abschnitt nach diversen Game Overs, habe ich nach teils stundenlangem Ärger keine Befriedigung erfahren, sondern es kommen nur Gedankenfetzen wie "Zum Glück muss ich diesen Mist nicht nochmal machen" auf.
Sprich, das Spiel ärgert einen mehr als das man sich daran erfreut, was ich nicht positiv finde.

Zum Teil scheitert man an dem Spiel nicht an der Schwierigkeit oder aus persönlichem Versagen, sondern weil die Kamera einfach nur unsäglich schlecht ist. Mit dem gelben C Stick muss man ständig selbst nachjustieren, was besonders in den Geschicklichkeitsleveln, bei dem man von Blöcken, die sich nach wenigen Sekunden auflösen zu anderen Blöcken springen muss eine wahre Tortur ist.

Auch negativ finde ich, dass das Spiel im Gegensatz zu Mario 64 dem Spieler vorschreibt welche Levels er zum Erreichen des Spielendes bewältigen muss. Zwar muss der Spieler 50 Shines (ich kann mich an die "Sonnen Insignien" Bezeichnung der deutschen Fassung nicht gewöhnen) von 120 sammeln um das Spiel zu lösen. Dabei werden unter den 50 Shines aber die Shines aus den ersten 7 Shines der 7 Welten + der erste gesammelte Shine am Strand gewertet. Sammelt ihr auf anderem Wege 50 Shines könnt ihr das Spiel noch nicht lösen. Dies empfinde ich im Vergleich zu Mario 64 als gewaltigen Rückschritt. In Mario 64 hatte ich ein, zwei Level die ich nicht schaffte, also habe ich andere absolviert um die erforderliche Anzahl an Sternen zu bekommen um Bowser gegenüber zu treten. Auch konnte man in Mario 64 Kapitel überspringen, also wenn ich Mission 2 nicht machen wollte konnte man in den meisten Fällen z. B. Mission 7 machen, zwar ohne Beschreibung, aber es ging. In Super Mario Sunshine unmöglich.

Bei all den Kritikpunkten sollte man nicht vergessen, dass es ein Mario Spiel ist, sprich es für hervorragende Qualität steht. Es ist ein gutes Spiel, aber leider das Mario Spiel, das mir am wenigsten Spaß gemacht hat. Und ich bin kein Neueinsteiger sondern spiele schon seit NES Zeiten. Insgesamt würde ich auf einer Skala von 100 leider "nur" 86% geben.

Negative Aspekte:
teilweise sehr frustige Levels

Positive Aspekte:
gute Atmosphäre

Infos zur Spielzeit:
Restrictor hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Restrictor
  • 8.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 9.2/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 9/10
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