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Super Mario Sunshine: Hervorragendes GCN-Debüt - Leser-Test von Jonin


1 Bilder Super Mario Sunshine: Hervorragendes GCN-Debüt - Leser-Test von Jonin
Nach seinem grandiosen Abenteuer in Mario 64 wollte der Klempner eigentlich mit Prinzessin Peach nur ein wenig Urlaub auf der Sonneninsel "Isla Delfino" machen. Doch irgendjemand hat die Insel verschmutzt, alle Insignien der Sonne gestohlen und somit die Insel in einen schattigen Ort verwandelt. Da der Übeltäter auch noch Mario sehr ähnlich sieht, wird Mario verpflichtet, die Insel zu reinigen und die Insignien der Sonne wiederzubeschaffen.


Über die Hauptinsel erreicht der Spieler die verschiedenen "Welten" von Super Mario Sunshine, in denen es jeweils acht reguläre, drei geheime und einige "Blaue Münzen", die sich in Insignien umtauschen lassen, zu finden gibt. Gleich zu Beginn erhält man den Dreckweg 08/17, eine multifunktionale Wasserspritzdüse, die im Spiel eine elementare Rolle spielt. So könnt ihr mit dieser den Schmutz reinigen und auch Gegner bekämpfen, wobei Letzteres manchmal auch durch das klassische "Auf-den-Kopf-Springen-Prinzip" möglich ist. Zudem erhaltet ihr im Laufe des Spiels drei spezielle Aufsätze: So könnt ihr kurze Flugstrecken zurücklegen, indem ihr die Düse als "Jetpac" benutzt. Mithilfe der Turbo-Düse rast ihr schnell über Land und Wasser. Der Raketen-Aufsatz ermöglicht es, sich schnell in enorme Höhen zu katapultieren. Die durch die Düsen geschaffenen Möglichkeiten werden im gesamten Spiel konsequent umgesetzt. Allerdings müsst ihr beim erstmaligen Durchspielen der "Geschicklichkeits-Passagen" auf den Helfer verzichten. Diese Areale zählen zu den schwierigsten Stellen im Spiel, da man ohne absicherndes Jetpac über diverse Kombinationen von rotierenden Blöcken und vieles mehr springen muss. Obwohl diese Passagen nicht unfair sind, können sie gelegentlich schon frustrieren da die Kameraführung nicht sehr intelligent und es nahezu unmöglich ist im Bruchteil einer Sekunde die Kamera per Hand nachzujustieren - gerade nach der exzellenten Super Mario 64-Kamera schon enttäuschend.

Dagegen ist die Steuerung fast perfekt, so wie man es von Nintendo gewohnt ist. Zahlreiche Sprungkombinationen lassen sich inerhalb kürzester Zeit erlernen. Auch der Einsatz des Dreckweg 08/17 gelingt problemlos, wobei erfreulicherweise auch die Druckempfindlichkeit der Schultertasten (zumindest partiell) genutzt wird.
Grafisch ist das Spiel überzeugend, aber nicht hervorragend. Die liebevollen Animationen der detaillierten Charaktere können sich sehen lassen. Auch die Wassereffekte mit Spiegelungen wissen zu beeindrucken. Dagegen fallen die unscharfen Texturen beim näheren Betrachten negativ auf - hier hätte man noch etwas mehr aus der GameCube-Hardware herausholen können, aber den Spielspaß stört das dennoch nicht. Auf einer sonnigen Insel ist die grafische Abwechslung natürlich schwer zu realisieren, aber dennoch haben die Entwickler einzigartige Umgebungen geschaffen. Ob ein grafisch eher schlichtes Bergdorf, ein im Sonnenuntergang romantisch wirkendes Hotel, bezaubernde Klippen, von denen aus die enorme Sichtweite beeindruckt, eine Hafenanlage, einfach ein karibischer Strand oder ein Vergnügungspark - all diese Areal haben ihren ganz eigenen Charme und gestalten die Insignien-Suche abwechslungsreich. Das Spiel unterstützt den 64Hz-Modus und läuft absolut flüssig.
Auch der Sound kann überzeugen. Die karibischen Stücke treffen aber sicher nicht jedermanns Geschmack. Schön auch, dass wieder einige aus früheren Mario-Teilen bekannte Sounds dabei sind. Etwa die Unterwelt Musik aus dem ersten Mario-Teil, oder auch die klassische Mario-Theme während den Geschicklichkeits-Passagen. Auch die Tatsache, dass Yoshi wieder mit dabei ist, unterstützt das an gewissen stellen nostalgische Flair. Leider braucht man Yoshi nur selten zum Vorankommen, eine etwas konsequentere Ausnutzung wäre wünschenswert gewesen.

Trotz des tollen Leveldesigns und des Abwechslungsreichtums ist Super Mario Sunshine nicht perfekt: neben den oben erwähnten technischen Mängeln trübt auch die kurze Spielzeit den Gesamteindruck. Schon nach kurzer Zeit werden erfahrene Spieler den Endgegner gesehen haben, mangels Belohnung wird nicht jeder motiviert sein, alle 120 Insignien zu suchen. Somit kommt das Spiel wohl kaum an Super Mario 64 heran, bildet aber dennoch die Jump'n'Run-Referenz der Next-Generation-Konsolen.

Negative Aspekte:
Schlechte Kameraführung

Positive Aspekte:
Sehr gutes Leveldesign, abwechslungsreich

Infos zur Spielzeit:
Jonin hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Jonin
  • 8.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 9.2/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 10/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 10/10
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