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Super Mario Land: gut, aber ein Schnellschuss - Leser-Test von Restrictor


1 Bilder Super Mario Land: gut, aber ein Schnellschuss - Leser-Test von Restrictor
Super Mario Land erschien hierzulande zusammen mit dem Gameboy. Super Mario hatte durch seine NES Auftritte schon einen hohen Bekanntheitsgrad gehabt und zusammen mit Tetris avancierte es zu den beliebtesten Spielen für Nintendos tragbarer Konsole zu dieser Zeit.

Die Story ist natürlich wieder mario-typisch. Die Prinzessin ist entführt worden und Mario muss sie befreien. Allerdings gibt es da doch noch bemerkenswerte Unterschiede. Mario ist anscheinend fremdgegangen und muss hier nicht Prinzessin Toadstool, sondern eine gewisse Prinzessin Daisy. Auch der hinterhältige Bowser bzw. Koopa war nicht für das Verschwinden verantwortlich, sondern ein gewisser Tatanga.

Der Grafikstil erinnert stark an Super Mario Bros. für das NES. Mario muss sich in 4 Leveln, die in 3 Stages aufgeteilt sind mit allerlei kriechenden und fliegenden Gegnern auseinandersetzen, indem er auf sie draufspringt. Zu seiner Unterstützung gibt es Power Ups, wie der Pilz, der ihm einen Treffer unbeschadet überleben lässt oder die Feuerblume, mit der er Feuerbälle werfen kann, die die Gegner schon aus sicherer Entfernung besiegen.

Zwei Stages sprengen aber das Spielsystem etwas. So setzt ihr euch in Level 2-3 in ein U-Boot und müßt ein Unterwasserlevel mit einzigartigen Gegnern bestehen. Ebenso ungewöhnlich ist das allerletzte Level - 4.3 - hier steigt Mario mit einem Kleinflugzeug in die Lüfte und wird von Unmengen fliegender Gegner angegriffen.

In der letzten Stage jedes Levels muss sich Mario eines Endgegners zur Wehr setzen. Das kann er mit einer gewissen Anzahl von Feuerbällen (draufspringen bringt nichts) erledigen, oder wenn er sich am Gegner vorbei schleichen kann und einen Knopf erreicht.

Zudem gibt es ein Bonusspiel, dass nach jeder Stage gespielt werden kann. Alles was man tun muss ist, dass man die Stage nicht durch den unteren, sondern durch dem höheren Ausgang verläßt. Das gestaltet sich aber immer schwieriger, da komplizierte Hüpfmanöver vonnöten sind, die sich oftmals auch kein zweites Mal versuchen lassen, da die Plattformen bei der ersten Berührung einstürzen. Im simpel gehaltenen Bonusspiel ergattert Mario dann entweder ein, zwei oder drei Extraleben oder als Trostpreis eine Feuerblume.

Das Spiel ist vom Ablauf her perfekt designt. Was ich aber stark bemängeln muss ist die Qualität der Grafik. Diese ist für mich unverständlich klein und undetailliert. Das läßt mich darauf schließen, dass dieses Spiel wohl unbedingt zur Veröffentlichung des Game Boys fertig sein mußte. Viele Spiele von Drittanbietern konnten auch zu diesem Zeitpunkt mit besserer Grafik aufwarten. Auch die geringe Anzahl von 12 Stages bestätige mich in meiner Auffassung, dass dieses Modul ein Schnellschuss war. Wenigstens wird man durch die Musik entschädigt, denn es gibt einige gute Melodien, die perfekt zum Spielgeschehen passen, wie zum Beispiel asiatische Musik im China Level.

Mein Fazit: Sicherlich ein gutes Spiel. Doch der Begriff „gut“ ist bei Super Mario Spielen relativ. Vergleicht man es mit allen vorher und nachher erschienen Mario Jump 'n runs gehört dieses hier leider mit zu den schwächsten. Leider ist das Spiel mit 12 Stages sehr kurz und auch grafisch zur damaligen Zeit unterdurchschnittlich. Dennoch: Eine ordentliche Herausforderung wird einem geboten und wer damals noch zu jung war, sollte sich dennoch mal ein gebrauchtes Spiel zulegen, passt ja auch in den GBA, um sich selbst eine Meinung zu bilden.

Negative Aspekte:
zu kurz, grafisch schlecht

Positive Aspekte:
motivierend und abwechslungsreich

Infos zur Spielzeit:
Restrictor hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Restrictor
  • 7.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 4/10
    Steuerung: 10/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 9/10
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