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Super Mario Bros. 3: Ein absoluter Klassiker - Leser-Test von Ceilan


1 Bilder Super Mario Bros. 3: Ein absoluter Klassiker - Leser-Test von Ceilan
Prinzessin Toadstool scheint wirklich etwas Besonderes an sich zu haben. Schon zum wiederholten Male wurde das holde Fräulein von der bösen Echse Bowser entführt. Ebenfalls nicht zum ersten Mal macht sich daraufhin ein pummeliger kleiner Klempner auf den Weg, um dem Erzschurken das Handwerk zu legen. Dabei kommen Mario außer Bowser selbst auch noch dessen sieben unerzogene Gören in die Quere. Jedes der bösen Kinder hat ein Land der Schwammerlwelt in Besitz genommen und den jeweiligen König in ein Tier verwandelt.
Natürlich kann Mario eine solche Unverschämtheit nicht durchgehen lassen und schreitet zur Tat.
Seine Reise führt ihn durch acht riesige Welten, die jeweils in zahlreiche Levels unterteilt sind. Der kleine Klempner muss alle seine Fähigkeiten einsetzen, um die verschiedensten Gefahren zu überwinden. Zum Glück verfügt Mario über ein gigantisches Repertoire an Spezialgegenständen, die im interessante und nützliche Verwandlungen ermöglichen.
Ein Superblatt zum Beispiel lässt unseren Helden eine Waschbärenmütze mit passendem Schwanz anziehen , was ihm Flugfähigkeit verleiht. Durch einen Froschanzug kann Mario perfekt schwimmen und tauchen und vieles mehr. Natürlich verfügt er auch über die gewöhnlichen Fähigkeiten eines Jump & Run-Helden wie rennen, springen und klettern.
Auch sonst ist Super Mario Bros. 3 ein unglaublich vielseitiges Spiele. Jede der acht Welten stellt unterschiedliche Anforderungen an Mario. Während im Land des Wasser das Schwimmen und Kämpfe gegen gefräßige Fische zur Tagesordnung gehören, muss man im Land des Eises genauestens auf jeden Schritt achten, um nicht auf dem eisüberzogenen Boden auszurutschen. Ein besonderes Erlebnis ist das Land der Riesen. Dort sind alle Gegner und Gegenstände weit größer als normal und Mario läuft herum wie ein Zwerg. Durch besondere Türen muss sich unser Held je nach Bedarf vergrößern und verkleinern, um an kniffligen Stellen weiterzukommen.
Für weiteren Spaß sorgen zwei Minispiel, welche auf manchen Karten der Welten angewählt werden dürfen. Beim Memoryspiel bzw. Puzzle können wertvolle Preise und Extraleben gewonnen werden. Auch eine Unterstützung für zwei Spieler wurde nicht vergessen. Abwechselnd ziehen dabei Mario und sein Bruder Luigi über die Karte. Nach dem Durchspielen eines Levels oder beim Tod der Spielfigur ist der nächste Spieler an der Reihe. Eine weitere Besonderheit des Spiels offenbart sich, wenn beide Spieler in der selben Welt aufeinander treffen. Denn dann wird eine Partie „Mario Bros.“ gestartet. Bei diesem Minispiel handelt es sich um eine Variante des aller ersten Mario-Spiels für Automaten. Innerhalb des Spiels kann man durch geschicktes Vorgehen dem Kontrahenten seine Karten stehlen, welche man für das Beenden einer Welt erhält. Für drei Karten bekommt man je nach Motiv bis zu neun Leben. Es lohnt sich also, den menschlichen Mitspieler mal herauszufordern.
Abgesehen vom riesigen Langzeitspaß kann Super Mario Bros. 3 auch technisch voll überzeugen. Die Grafik ist für ein NES-Spiel das Beste vom Besten. In solcher Pracht und in so vielfältigen Umgebungen waren Mario und seine Feinde bis zu diesem Zeitpunkt noch nie zu sehen gewesen. Jede Welt hat ihr einzigartiges Flair. Ob man durch riesige Wüsten streift oder am Meeresgrund durch Algen schwimmt, alles passt wunderbar zusammen. Auch die Figuren selbst sind sehr detailliert gestaltet und überzeugend animiert. Allein schon das witzige Aussehen von Bowsers Kindern ist unschlagbar, aber Mario muss sich mit seinen putzigen Kostümen ebenfalls nicht verstecken.
Der Sound ist, gemessen an den beschränkten Fähigkeiten des NES, auch sehr gut gelungen. Die Hintergrundmelodien passen immer gut zum Geschehen und den jeweiligen Umgebungen und sind abwechslungsreich. Natürlich ist klar, dass auf dem NES keine orchestralen Klänge geboten werden, das Spiel überzeugt dennoch (oder gerade deswegen) auch noch heute, weil man sieht, was auch auf solch einer alten Hardware möglich war.
Auch die Steuerung von Marios einzelnen Aktionen geht sehr leicht von der Hand. Man hat trotz der zahlreichen Verwandlungen jederzeit alle Funktionen voll im Griff. Trotzdem bleiben einige Stellen (vor allem Sprungpassagen) recht kniffelig, aber ohne diese Schwierigkeiten wäre das Spiel sicherlich weit weniger reizvoll. Schließlich will man auch etwas gefordert werden J
Das einzige, was mir an Super Mario Bros. 3 wirklich negativ auffällt, ist das völlige Fehlen von Passwörtern oder anderen Speichermöglichkeiten. So muss man jedes Mal wieder von vorn beginnen, wenn man dass Spiel startet. Das ist vor allem dann sehr ärgerlich, wenn man schon bis in die letzten Welten vorgedrungen war, aber dann aus Zeitmangel nicht weitermachen konnte. Schließlich handelt es sich bei Mario Bros. 3 um ein sehr umfangreiches Jump&Run, vor allem wenn man keine Abkürzungen benutzt, sondern jeden einzelnen Level spielen möchte.
Trotzdem: Super Mario Bros.3 ist ganz klar das gelungenste Jump&Run, das je auf dem Nintendo Entertainment System erschien. Eine solch perfekte Mischung aus Langzeitspaß und überdurchschnittlicher Technik ist auf dieser Konsole nicht noch einmal zu finden.
Jeder Sammler des klassischen Nintendogerätes muss dieses Superspiel auf jeden Fall besitzen.

Negative Aspekte:
kein Speichersystem

Positive Aspekte:
riesiger Umfang

Infos zur Spielzeit:
Ceilan hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Ceilan
  • 9.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 10/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 9/10
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