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Summoner 2 im Gamezone-Test

Schon lange ist es her, dass Halassar von weisen Königen regiert wurde, welche die Göttin Labarah verehrten. Ihrem Glauben nach, pflanzte Labarah einen Baum als Symbol der Quelle der Schöpfung. Sie war es auch, die die Erstgeborenen schuf, welche fortan Halassar bevölkern sollten.

1 Bilder Summoner 2 im Gamezone-Test

Eines Tages jedoch, fegte ein unglaublicher Sturm über das Land und der Baum der Schöpfung wurde beschädigt. So beschloss Labarah das Land zu verlassen, nicht ohne vorher das Versprechen abzugeben, wiederzukehren und den Baum zu heilen.
Die Abwesenheit Labarah's wurde von den eingesetzten Königen missbraucht und zum eigenen Vorteil ausgenutzt. Sie nannten sich ab sofort die Nhuvasarim und spezialisierten sich darauf die ihnen bekannten Zauberkräfte zu pervertieren und für schlechte Dinge einzusetzen. Githiran jedoch, der erste Kaiser von Galdyr, beschloss diesem Treiben ein Ende zu setzen und so löschte er die Nhuvasarim aus und führte den Glauben an Labarah wieder ein. Es wurden Tempel gebaut zur Verehrung der Göttin und es entstand das "Buch der Propheten", welche die Rückkehr Labarah's ankündigt. Über 2000 Jahre sollte es dauern, bis sich die Prophezeiung erfüllen sollte.
Soviel zur Vorgeschichte von "Summoner 2", die schon klar macht worum es geht und in welche Rolle wir zu Beginn dieses RPG's schlüpfen werden. Wir übernehmen nämlich als Erstes den Charakter von Maia, der wiedergeborenen Göttin, die zurückkehrt um die Prophezeiung zu erfüllen.

Sämtliche Charaktere beginnen mit dem niedrigsten verfügbaren Level in allen Eigenschaften. Durch das besiegen von Gegnern erhalten wir im Laufe des Spiels dann Punkte, die man auf die einzelnen Eigenschaften verteilen kann. Zusätzlich gewinnt man im Spiel die Fähigkeit, sich in diverse Monster zu verwandeln, welche natürlich mit ganz spezifischen Stärken aufwarten. Das Kampfsystem wurde nicht rundenbasiert sondern in Echtzeit umgesetzt, wobei man jederzeit zwischen allen Mitgliedern der Party wählen kann. Mit vorgegebenen Scripts kann man zudem bestimmte Prozesse automatisieren, wie das selbstständige Heilen von Partymitgliedern oder der Einsatz von Fernwaffen. Für bestimmte Quests allerdings ist es nötig alleine vorzugehen, so dass man sich ebenfalls jederzeit von seiner Party trennen und alleine agieren kann. Die restlichen Mitglieder halten dann den Posten und verteidigen sich im Angriffsfalle alleine. Sollte ein Charakter alle seine Lebenspunkte verlieren, wird er bewusstlos und fällt zu Boden. Mit einem Wiedererweckungstrank kann man solche Partymitglieder wieder ins Leben zurückholen. Lustigerweise ist dies nicht unbedingt nötig, denn wenn man einen neuen Levelabschnitt betritt stehen die eigentlich bewusstlosen Charaktere wieder neben einem, zwar mit nur minimaler Lebensenergie, aber Einsatzbereit. Allerdings sollte so ein Charakter erst einmal vollkommen gesundet werden um ihn wirklich voll Einsetzen zu können. Auch nützt uns ein aufgelevelter Heiler nur wenig, wenn dieser immer zu langsam ist weil ihm Geschicklichkeitspunkte fehlen. So besitzen die Gegner die Möglichkeit den Zauber zu unterbrechen noch bevor er zuende ausgeführt wurde. Eine intelligente Verteilung der empfangenen Punkte ist also essenziell.

Die Grafik hat, im Vergleich mit dem Vorgänger, kräftig zugelegt. Die Welten sind alle sehr detailliert und bunt gestaltet, ohne das Auge zu überfordern. Ganz im Gegenteil ist es den Designern sehr gut gelungen eine dichte Atmosphäre aufzubauen, voller Mystik, Magie und düsteren Prophezeiungen. Die Optik des Level nämlich lässt einen ganz eigenen Stil erkennen, der diesem Game einen einmaligen Touch verleiht. Allerdings kämpft man des öfteren mit den Unzulänglichkeiten der automatischen Kamera, die gerne mal hinter einem Objekt hängen bleibt oder sich per du nicht in die richtige Richtung drehen will. Einen 60Hz Mode sucht man leider vergeblich, dafür ist die Anpassung an die 50 Herz des PAL-Formates gut gelungen, denn die Grafik zeigt keinerlei Pumpen, PAL-Balken oder Framedrops, lediglich ganz selten ist in der Ferne ein PopUp zu sehen.

Die Steuerung benutzt sämtliche Tasten und Sticks um auch alle Optionen möglichst schnell anwählen zu können. Um den Spieler nicht gleich zu Beginn zu überfordern oder zu nötigen ins Handbuch zu sehen, wird jede Funktion beim ersten Benutzen ausführlichst erklärt, so dass man bis zum zwingenden Einsatz einer Eigenschaft diese bereits erklärt bekam. Dies ist auch bitter nötig, denn im Laufe des Spiels bekommt man ziemlich viele Möglichkeiten zu agieren, was die Untermenüs entsprechend aufbläht. Trotzdem sind sie sehr übersichtlich und verständlich gestaltet.

Die Soundkulisse hingegen kommt etwas dünn daher, besonders die Kampfgeräusche wiederholen sich andauernd und werden nur durch die Magiesounds oder Ähnlichem bereichert. Musik gibt es nur in den Cutscenes, die allesamt sehr stimmig erstellt wurden und das Gameplay nicht durch zu lange Präsentation ins Stocken geraten lassen. So erfüllt die Soundkulisse zwar ihren Zweck, hätte aber ruhig etwas mehr Substanz vertragen.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Summoner 2" hat kräftig zugelegt und dürfte nicht nur die Fans des Vorgängers sondern so ziemlich alle RPG-Anhänger begeistern. Besonders die dichte Story voller Mythen und Magie kann in ihren Bann ziehen und gereicht sicher um die Motivation bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Bemängeln kann man die maximale Größe der Party, die mit drei Charakteren schon etwas knapp bemessen ist, dafür wird man mit vielen Features und Optionen entlohnt die trotz ihrer Masse gut einsetzbar sind. In Verbindung mit den schnellen Cutscenes und den Echtzeit-Kämpfen entsteht so ein flüssiges Gameplay ohne jegliche Leerlaufphasen. So darf man "Summoner 2" getrost als gelungen bezeichnen und ihn auf die Liste der demnächst zu erwerbenden Titel setzen.
Summoner 2 (PS2)
  • Singleplayer
  • 7,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
Schön detaillierte Welten
glaubhafte Charaktere
tiefgründige Story und viele Nebenquests
Üble automatische Kamera
flache Soundeffekte
Party kann nur max. drei Charaktere fassen
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