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Suikoden: Rache für unseren Freund - Leser-Test von pineline


1 Bilder Suikoden: Rache für unseren Freund - Leser-Test von pineline
Auch Rollenspiele kommen in meiner Videospielsammlung vor, jedoch nicht allzu oft, da ich für diese regelmäßig sehr viel Zeit investieren müsste, diese eben nicht mal so eben in 10, 20 Stunden durchgespielt sind, sondern zumeist 40, 50 Stunden für sich beanspruchen, zuweilen sogar noch deutlich mehr, manchmal sogar über 100 Stunden. Bei Suikoden machte ich aber eine Ausnahme, ich kaufte mir dieses Spiel 1999, es war allerdings schon etwas länger auf dem Markt. Bezahlt habe ich allerdings trotzdem immerhin noch 60 DM und erstaunlicherweise ist der Preis bis heute nicht weiter gesunken, so dass Ihr mindestens 30 Euro investieren müsst. Heutzutage ist dieses Spiel eine Rarität und nicht sehr oft im Internet vorzufinden. Ohne zuviel vorwegnehmen zu wollen, kann ich Euch sagen, dass ich den Kauf dieses Rollenspiels zu keinem Zeitpunkt bereut habe. Kurz erwähnen möchte ich auch gleich zu Beginn, dass Suikoden zwar als europäische Pal-Version erschienen ist, die Texte jedoch alle in englischer Sprache verfasst sind, dies noch als kleine Warnung für den ein oder anderen von Euch vorab.

Wir habe es hier mit einem Fantasy-Rollenspiel zu tun, wo demnach Ritter, Bogenschützen und magisch begabte Charaktere sich die Ehre geben, Zauberkräfte spielen dabei eine klar übergeordnete Rolle. Es existiert wie so oft in Fantasyabenteuern eine alte Legende. Sie besagt, dass die Welt von Suikoden in 27 Runenmuster aufgeteilt ist, wobei einige dieser Symbole in Steinplatten eingraviert sind, andere Muster sich auf der Haut ausgewählter Protagonisten vorfinden lassen. Wir schlüpfen jedenfalls in die Rolle eines jungen Helden, der gerade eben erst das Teenageralter erreicht hat und im übrigen überhaupt nicht an jene Legende glaubt. Unser Vater ist ein General des großen Imperiums und wird wieder einmal für längere Zeit verreisen müssen, um in einem Krisengebiet im Norden des Reiches für Ruhe und Ordnung sorgen zu können. Wir sind derweil beim Kanzler Kraze untergekommen, doch gut aufgehoben sind wir dort eher nicht. Kraze verspürt nämlich eine deutliche Abneigung gegen unseren erfolgreichen Vater und lässt seinen Frust an uns und unseren Gefährten aus. Eine unangenehme Arbeit nach der anderen müssen wir notgedrungen verrichten und so finden wir uns schließlich auch als Steuereintreiber in den ländlichen Gebieten wieder.
Der Vorteil dabei ist allerdings, dass wir tiefere Einblicke in die politischen Verstrickungen erlangen und alsbald erkennen, dass der Reichtum der wohlsituierten Bevölkerung (wie so üblich) auf den Schultern der restlichen Einwohner lastet, die überwiegend in großer Armut leben müssen. Doch ehe wir unsere Gedanken vertiefen können, werden wir urplötzlich aus diesen gerissen. In einem Kampf gegen einen gewaltigen Gegner wird eine Stelle am Körper unseres Freundes Ted entblößt, welche doch tatsächlich eines der legendären Runen-Tätowierungen zeigt. Die Folge ist, dass gewaltige Erdblöcke losgelöst werden und in Sekundenschnelle sämtliche Gegner eliminiert werden können. Als der Hofmagierin davon berichtet wird, stürmen Truppen des Imperiums unser Haus, entführen unseren Freund Ted und führen sie der Magierin vor. Daraufhin wird Ted als einer der legendären Runenträger entlarvt, seine Kräfte will sich das Imperium (natürlich) schnellstmöglich zunutze machen. Leider verletzen ihn bei einem Fluchtversuch tödlich, er kann sich noch so gerade eben mit letzter Kraft zu uns retten, woraufhin wir an seinem Sterbebett schwöre, dass wir uns der Sache annehmen werden und diese Schandtat rächen werden.

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