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Stuntman im Gamezone-Test


1 Bilder Stuntman im Gamezone-Test

Die Macher von "Driver" bescheren uns mit "Stuntman" wieder einmal ein wirklich innovatives Rennspiel wie es in dieser Form ziemlich einmalig sein dürfte. In der Rolle eines Stuntman haben wir diverse Takes zu absolvieren die es in sich haben. Praktisch im Sekundentakt bekommen wir per Funk die Instruktionen durchgesagt welchen Stapel es als nächstes umzufahren gilt oder welche vor unserer Nase geöffnete Tür abgefahren werden will. Dabei steigern sich die eingesetzten Tricks in ungeahnte Höhen die man zu Anfang nicht für möglich hält. So bekommt man nach diversen Sprüngen eine Explosivladung unter den Wagen montiert, welche per Handbremse auszulösen ist und den Wagen, insofern alles richtig läuft, eine Rolle vollführen lässt. All dies will erledigt werden während man verzweifelt versucht das Gangsterauto nicht aus den Augen zu verlieren. Dabei muss erwähnt werden, dass man die zu absolvierenden Stunts nicht vorher erklärt oder gezeigt bekommt, sondern man wird einfach ins kalte Wasser geschmissen und muss sich die Stunts wortwörtlich Meter für Meter erarbeiten, denn ohne das Wissen was auf einen zukommt hat man keine Chance, so eng sind die Zeitlimits gesetzt. Genau diesem Umstand dürfte dieses Game die hohe Motivation verdanken, die den Spieler ständig zwischen Wutausbrüchen und Hurrageschrei taumeln lässt. Denn trotz des Frustes, zum zehnten Mal an der gleichen Laterne hängen zu bleiben, kann man sich der Faszination nicht entziehen und probiert es wieder und wieder und wieder, bis man endlich den Take durch hat und sich dem nächsten widmen kann. So erarbeitet man sich Szene für Szene den Film welchen man nach dem Dreh quasi als Belohnung präsentiert bekommt. Generell ist anzumerken, dass die Videosequenzen sowie die gesamte Präsentation von "Stuntman" zu begeistern weiß. Als ob man real beim Dreh dabei wäre, bekommt man vom Stuntman und vom Regisseur erklärt was es nicht alles für Tricks in dem Business gibt und wie cool es nicht ist ein Stuntman zu sein. Da sich die Entwickler des hohen Schwierigkeitsgrades durchaus bewusst waren, wird der Spieler schon für das absolvieren einzelner Takes mit neuen Fahrzeugen und Ausstattungsgegenständen für die Stuntarena belohnt. Denn neben dem Hauptteil von Stuntman gibt es auch noch besagte Stuntarena in der wir uns die nötigen Sporen verdienen können, sowie diverse Rennmodi, die da wären das Geschwindigkeitsrennen und das Geschicklichkeitsrennen, die sich eigentlich von selbst erklären.

Das fürs Auge gebotene muss sich, wie bereits erwähnt, nicht verstecken. Die Sets sind durch die Bank hoch detailliert und hübsch dargestellt, schade nur, dass es ab und zu zu Slowdowns kommt, die sich aber in Grenzen halten und nur stören wenn es einen ausgerechnet am Anbremspunkt erwischt. Die Models der Autos können sich ebenfalls sehen lassen und besonders das Schadenssystem hat es in sich. So lösen sich die einzelnen Teile vom Auto bis man praktisch ohne Karosserie unterwegs ist, falls man dann noch im Zeitlimit ist. Doch auch die Fahrer im inneren sind hervorragend animiert, drehen sich beim Rückwärtsfahren um oder schlagen ganz hart auf der Frontscheibe auf wenn wir den Wagen gegen die Mauer setzen.

Ebenso gelungen ist die Steuerung der Fahrzeuge, die jedem Gefährt eindeutig zugeordnet werden kann, so schön differenziert wurden sie gestaltet. Während man einen BMW noch mit durchdrehenden Reifen um die Kurve wuchten kann sollte man dies mit dem angebotenen Panzer lieber nicht probieren, wenn man nicht gleich die ganze Filmcrew überrollen will.

Das i-Tüpfelchen stellt ohne Frage die gelungene Soundkulisse dar, welche sich alle Mühe gibt möglichst authentisch zu wirken. Während einem die Trümmer um die Ohren fliegen, der Motor aufheult, die Reifen quietschen und man es gerade noch geschafft hat dem entgegenkommenden LKW auszuweichen instruiert uns der Regisseur per Funk und aus dem Off klingt eine stilgerechte Musik passend zum gerade gedrehten Film.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Stuntman" ist ein Spiel zum Lieben und Hassen. Die Frustschwelle liegt dank der knackigen Stunts ziemlich tief und sorgt selbst bei eingefleischten Spielern für gewisse Frustmomente. Gleichzeitig jedoch wird man mit wunderbar hochqualitativen Zwischensequenzen belohnt die einen für den kalten Schweiß mehr als königlich entlohnen. Damit ist "Stuntman" sicher kein Game für zwischendurch sondern ein Spiel mit dem man sich beschäftigen muss. Tut man dies aber wird man mit einem Gameplay belohnt dem man die Arbeit ansieht die die Entwickler investiert haben. Damit ist "Stuntman" endlich wieder ein Titel in den man so richtig Arbeit stecken muss um die Lorbeeren ernten zu können.
Stuntman (PS2)
  • Singleplayer
  • 7,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
Innovatives Gameplay
fesselnde Atmosphäre
hervorragender Soundtrack
Sehr hoher Schwierigkeitsgrad
Ab und zu auftauchende Slowdowns
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