Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Stronghold: Burgherren unter sich - Leser-Test von gromit666


1 Bilder Stronghold: Burgherren unter sich - Leser-Test von gromit666
Mit einem lauten Schlachtruf stürmen die Streitkolbenkämpfer auf die kleine Burg zu. Armbrustschützen nehmen aus sicherer Entfernung die Burgverteidiger unter Beschuß. Leiterträger rennen nun auf die Burg zu, damit die Nahkämpfer die Burgmauer erklimmen können. Das Heer der Ratte hatte den Sturm auf die Burg Stronghold gut vorbereitet; von allen Seiten nahmen sie die Burg in die Zange. Katapulte wurden herangefahren, um die Burg-Soldaten mit verseuchten Tierkadavern zu beschiessen. Es sah ganz danach aus, daß es nur eine Frage der Zeit war, wann die Burg in die Hände der Ratte fallen würde.

Doch der Burgherr von Stronghold hatte durch Kundschafter bereits von der Invasion der Ratte gehört und sich auf die Auseinandersetzung gründlich vorbereitet. Er lies am südlichen Burgtor Pechgräben ausheben, das nördliche Seitentor war von Mörderlöchern, Gruben aus deren Böden spitze Pflöcke ragten gesichert. Auf der Burgmauer am Haupttor warteten schon die Bogenschützen, Baumeister mit Pechbottichen und in den Türmen waren Ballisten aufgestellt. Hundezwinger mit Kampfhunden im vorderen Innenhof sollten die Invasoren abhalten, in die Hauptburg zu gelangen. Und von alledem wussten die Generäle der Ratte nichts.

Mehrere Dutzend Kämpfer hatten das südliche Burgtor fast erreicht, als ein Brandpfeil die Pechgräben entzündete. Binnen Sekunden stand fast das ganze Gelände in Flammen. Die Kämpfer konnten weder vor noch zurück, um dem Feuer zu entkommen. Soldaten rannten wie lebende Fackeln umher. Der ursprünglich geordnete Angriff löste sich einem wilden Durcheinander auf. Schreie des Schmerzens und der Wut hallten von den Burgmauern wieder. Die Bogenschützen schossen ihre Pfeile auf die versprengten Soldaten ab und besorgten den Rest. Gleichzeitig gingen am Nordtor die anderen Angreifer den Mörderlöchern in die Falle. Ein Handvoll Soldaten überlebte diese tückischen Fallen, doch die konnten ohne Probleme zurückgeschlagen werden.

Die Hauptstreitmacht versuchte sich mit einem Rammbock Zugang zur Burg zu verschaffen. Kaum am Haupttor angekommen, wurden die ersten Pechbottiche über ihnen ausgeleert. Die Leiterträger verbrannten in dem Feuer. Der Burgherr hatte ein Dutzend Streitkolbenkämpfer in einem Hinterhalt versteckt. Diese schalteten die feindlichen Armbrustschützen und die Katapulte aus, die keine Chance gegen die gut ausgebildetetn Nahkämpfer hatten. Ihrer Fernwaffen beraubt, hatte das Heer der Ratte keine Chance mehr, die Burg einzunehmen. Das Heer der Ratte löste sich auf und floh in alle Himmelsrichtungen.


Allgemeines:

So, oder ähnlich gestaltet sich das Spielgeschehen in dem neuen Echtzeit-Strategiespiel "Stronghold" von Take2.
Stronghold spielt im Mittelalter zur Zeit der Burgherren. Das Spiel bietet neben den typischen Strategiemerkmalen, wie Kampf und Taktik auch viel eines Aufbauspiels. So ist es immer notwendig, auch eine gut funktionierende Wirtschaft zu haben. Die wirtschaftlichen Aspekte wie Nahrungsbeschaffung, Rohstoffversorgung, Steuerpolitik und Handel runden das ganze ab. Auch wichtige Kleinigkeiten der Bevölkerung gegenüber sind wichtig. So kann man sich durch Teiche, Gärten und Statuen als Burgherr bei seinen Leibeigenen sehr beliebt machen, man kann aber den Weg eines Tyrannen einschlagen. Scheiterhaufen, Verliese, Streckbänke und Galgen zieren dann den Burghof. Dies macht eigentlich schon aus dem Spiel etwas besonderes.

e_gz_ArticlePage_Default