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State of Decay 2: Crossplay im Koop-Modus! E3-Vorschau für PC und Xbox One

Undead Labs erfüllt die Wünsche der Fans: Anstelle halbgarer MMOG-Experimente liefert State of Decay 2 einen bewährten, stark verbesserten Mix aus Rollenspiel, Erkundung, Basisbau und spannender Zombie-Action. Das Spiel soll größer, besser, schöner werden als der erste Teil - und endlich auch einen Koop für 4 Spieler bieten. Wir haben uns die heiß ersehnte Zombie-Sandbox auf der E3 angeschaut.

14 Bilder State of Decay 2 in der E3-Vorschau State of Decay 2 in der E3-Vorschau [Quelle: Microsoft / Undead Labs]

Als das erste State of Decay vor vier Jahren erschien, kam es für viele Spieler aus dem Nichts, entwickelte sich dann aber zu einem echten Überraschungshit. Bis heute wurden über 4 Millionen Exemplare von dem Zombie-Survival-Spiel verkauft! Eilig wurde damals ein Nachfolger angekündigt, der jedoch zunächst ein reines Online-Spiel werden sollte. Diese Pläne hat Undead Labs zum Gück wieder verworfen, da sich die Fans schlichtweg kein MMOG, sondern lediglich ein stark verbessertes, umfangreicheres State of Decay mit Koop-Modus gewünscht haben. Und genau das sollen sie nun auch bekommen! PC-Games-Redakteur Peter Bathge hat sich das Spiel auf der E3 2017 bei den Entwicklern angesehen und schildert in der Vorschau seine Eindrücke.

State of Decay 2 in der E3-Vorschau: Riesige Welten für bis zu vier Spieler


14 Bilder In der Spielwelt treffen wir Überlebende, die sich uns anschließen. Diese Figuren dürfen wir selbst spielen. In der Spielwelt treffen wir Überlebende, die sich uns anschließen. Diese Figuren dürfen wir selbst spielen. [Quelle: Microsoft / Undead Labs]
Auch in State of Decay 2 erkundet der Spieler eine offene, detailliert gestaltete Welt irgendwo in den USA, inklusive weitläufiger Landstriche, Wälder, Städte, Scheunen, Wohnungen, Geschäfte - und natürlich massenhaft Zombies, die uns an jeder Levelecke ans Leder wollen. Diesmal ist man aber nicht auf einer, sondern auf gleich drei Maps unterwegs, jede davon so umfangreich wie das komplette Vorgängerspiel.

Man kann das komplette Abenteuer alleine spielen, in dem Fall wird man von einem KI-gesteuerten NPC begleitet. Auf Wunsch können aber auch jederzeit bis zu drei Freunde in das Spiel eingeladen werden, die uns dann tatkräftig unterstützen. Das funktioniert per Crossplay sogar zwischen PC- und Xbox-One-Spielern. (Auf PC ist Windows 10 Pflicht!). Allerdings ist die Kampagne nicht komplett auf Koop ausgelegt, stattdessen stellt man seine eigene Partie für andere Spieler zur Verfügung - oder man betritt die Welt eines anderen Spielers. Das alles funktioniert nach dem Drop-In-Drop-Out-Verfahren. Das heißt: Ähnlich wie bei Far Cry 5 dienen Koop-Mitspieler eher als Unterstützer, sie erledigen keine eigenen Quests und bauen auch keine eigene Basis auf. Schade! Immerhin werden Koop-Mitspieler aber ihre gesammelte Beute behalten und auch ihre freigespielten Skills und Talentfortschritte werden beim Verlassen der Koop-Sitzung abgespeichert. Und wenn man von einem anderen Spieler genervt ist, genügt ein Tastendruck, um den Störenfried aus dem Spiel zu kicken. PvP oder Friendly Fire gibt es aber nicht, man kann also nicht gegeneinander kämpfen!


14 Bilder State of Decay 2 ist alleine oder im Koop spielbar. State of Decay 2 ist alleine oder im Koop spielbar. [Quelle: Microsoft / Undead Labs]

State of Decay 2 in der E3-Vorschau: Freie Charakterwahl trifft Permadeath


14 Bilder In Gebäuden durchsuchen wir Schränke, Schubladen, Kisten und vieles mehr nach Rohstoffen, Nahrung und anderem nützlichen Kram. In Gebäuden durchsuchen wir Schränke, Schubladen, Kisten und vieles mehr nach Rohstoffen, Nahrung und anderem nützlichen Kram. [Quelle: Microsoft / Undead Labs]
In State of Decay 2 geht es genau wie im Vorgänger darum, eine offene Welt zu erkunden und Überlebende zu suchen, die man dann anheuern und in seine Gemeinschaft aufnehmen kann. Diese Truppe gründet dann eine Heimatbasis, die man ausbauen kann, wozu allerdings jede Menge verschiedener Ressourcen, Nahrung, Medizin und anderer Sammelkram notwendig sind, die man sich in der Spielwelt erst mal mühsam zusammensuchen muss. Da uns an jeder Ecke gefährliche Zombie-Horden auflauern können, ist man außerhalb der Basis nirgendwo sicher! Umso praktischer: In State of Decay 2 darf man gesammelte Beute auch im Kofferraum eines Autos verstauen, dadurch muss man nicht sofort zurück in die Basis, sobald das Inventar voll ist. Das spart unnötige Lauf- und Fahrwege.


14 Bilder Verletzte Charaktere müssen sich in der Krankenstation erholen. Wer stirbt, bleibt tot! Verletzte Charaktere müssen sich in der Krankenstation erholen. Wer stirbt, bleibt tot! [Quelle: Microsoft / Undead Labs]
Anstatt einen bestimmten Helden zu steuern, übernimmt man die Verantwortung über eine ganze Gruppe, aus der man sich seine aktive Spielfigur einfach aussucht. Man kann jederzeit zwischen den Charakteren hin- und herschalten, muss aber auf sie Acht geben: Wenn sich ein Charakter besonders schwere Verletzungen zuzieht, genügt da kein Verband mehr - stattdessen muss sich die Figur dann in der Krankenstation auskurieren, bevor sie wieder einsatzfähig sind. Aber Vorsicht: Wenn jemand in State of Decay 2 stirbt, bleibt der Charakter tot - wiederbeleben ist nicht drin! Das gilt auch für den Koop-Modus: Wenn man die Partie eines anderen Spielers betritt und dort den Löffel abgibt, ist der Charakter unwiederbringlich verloren.

State of Decay 2 in der E3-Vorschau: Mehr Rollenspielelemente

All die Leute, die wir im Laufe der Zeit für unsere Gemeinschaft anheuern und spielen können, haben spezielle Eigenschaften, die ihnen Boni verleihen - manche sind beispielsweise begnadete Gärtner und kurbeln die Nahrungsproduktion auf unseren Beeten an, andere sind dagegen weniger anfällig für Krankheiten und bleiben so länger fit. Zusätzlich haben alle Figuren noch Talente, die sich durch Anwendung steigern, beispielsweise die Fertigkeit "Swordplay", die spezielle Nahkampfattacken erlaubt. Außerdem können Charaktere auch negative Eigenschaften haben: Wenn ein Mitbewohner nachts beispielsweise kräftig schnarcht, drückt das die Moral in unserer Basis und sorgt sogar für einen leicht höheren Lärmlevel. Charaktere sollen auch untereinander Beziehungen entwickeln und so neue Eigenschaften freischalten. Manchmal müssen wir auch Entscheidungen treffen, zum Beispiel ob wir einem verletzten Überlebenden ein lebensrettendes Gegengift spritzen - oder ob wir uns das gute Zeug lieber für einen späteren Zeitpunkt aufheben.


14 Bilder Schusswaffen sollten nur in Notfällen zum Einsatz kommen. Sonst hat man blitzschnell eine ganze Zombie-Horde am Hals. Schusswaffen sollten nur in Notfällen zum Einsatz kommen. Sonst hat man blitzschnell eine ganze Zombie-Horde am Hals. [Quelle: Microsoft / Undead Labs]
Ein paar schnarchende Kumpels sind noch kein Problem, doch je mehr Leute in unserer Basis Unterschlupf finden, je mehr Maschinen wir dort konstruieren, je mehr Gegenstände wir an Werkbänken herstellen lassen, desto höher ist der Lärmpegel - und das lockt zwangsläufig irgendwann eine gefährliche Zombiehorde an. In dem Fall erhalten wir eine Quest inklusive Zeitanzeige, müssen uns zurückziehen und schnell eine Verteidigung organisieren, bevor die Untoten an unsere (hoffentlich gut gesicherten) Türen und Zäune klopfen. Aber auch beim Erkunden der riesigen Spielwelt sollten wir möglichst geräuschlos vorgehen - Schusswaffen oder unbeabsichtigt ausgelöste Alarmanlagen locken massenhaft Gegner aus der Nähe an!

State of Decay 2 in der E3-Vorschau: Verbesserte Kämpfe

Das Kampfsystem wurde im Vergleich zum reichlich klobigen Vorgänger verbessert, läuft aber noch nach dem gleichen Schema ab. Es gibt deutlich mehr Nahkampfwaffen als im ersten Teil, außerdem eine Reihe neuer Spezialangriffe. Attacken verbrauchen Ausdauer, wir müssen daher stets die entsprechende Anzeige im Blick behalten. Ist ein Charakter zu erschöpft, muss er sich in der Basis schlafen legen, sonst geht ihm im Kampf oder auf der Flucht schnell die Puste aus!

Im Koop-Modus können Spieler auch gemeinsam kämpfen und Zombies mit sogenannten Buddy-Moves zur Strecke bringen. Simples Beispiel: Einer hält den Zombie fest, der andere haut ihm die Rübe ab. Auf Distanz kommen neben verschiedensten Schusswaffen auch Rohrbomben, Molotow-Cocktails oder Handgranaten zum Einsatz. Neu ist auch die Möglichkeit, kleinere Zombies zu packen und in Richtung anderer Gegner zu schleudern. Und natürlich sind wie im Vorgänger verschiedene Zombie-Klassen unterwegs, darunter der fette Bloater, der sich mitten in unserer Truppe selbst in die Luft sprengt oder der riesige Juggernaut, der Menschen auch mal kurzerhand in Stücke reißt.


14 Bilder Zombies sind sehr aggressiv und greifen oft in Gruppen an. Zombies sind sehr aggressiv und greifen oft in Gruppen an. [Quelle: Microsoft / Undead Labs]

State of Decay 2 in der E3-Vorschau: Endlich ausgebaut - der Basisbau!


14 Bilder Unsere Heimatbasis bauen wir nach und nach weiter aus. Das gesamte Basisbaukonzept wurde im Vergleich zum Vorgänger stark erweitert. Unsere Heimatbasis bauen wir nach und nach weiter aus. Das gesamte Basisbaukonzept wurde im Vergleich zum Vorgänger stark erweitert. [Quelle: Microsoft / Undead Labs]
Der Basisbau soll in State of Decay 2 deutlich umfangreicher und vielseitiger ausfallen als im Vorgänger, der das spannende Feature nur stiefmütterlich behandelte. So wird man nicht nur größere Stützpunkte mit vielfältigeren Ausbaumöglichkeiten, Verteidigungen und Umgebungsupgrades errichten, sondern man hat auch jederzeit die Kontrolle über die Basis: Wo und wann immer wir wollen, öffnen wir ein Baumenü, in dem wir Arbeiter zuweisen oder neue Bauprojekte in Auftrag geben - selbst wenn wir gerade in der tiefsten Wildnis unterwegs sind. Um neue Gebäude zu errichten, ist nicht nur passendes Wissen notwendig, sondern man braucht auch spezielle Gegenstände, die man erst in der Spielwelt erbeuten muss. Um eine Farm anzulegen, muss der Spieler beispielsweise erst bestimmte Samen finden und mit nach Hause bringen - da empfiehlt es sich, den nächstgelegenen Baumarkt oder ein Pflanzengeschäft zu durchsuchen. Neben unserer Hauptbasis errichten wir auch Außenposten, die unser Zuhause mit verschiedenen Boni unterstützen. Haben wir beispielsweise ein Polizeirevier von Zombies befreit und als Außenposten gesichert, erhalten wir regelmäßigen Munitionsnachschub, sofern wir dort einen Überlebenden als Arbeiter zugewiesen haben.

State of Decay 2 in der E3-Vorschau: Tolle Atmosphäre trotz Durchschnittsgrafik


14 Bilder State of Decay 2 ist grafisch zwar kein Highlight, sieht dank Unreal Engine 4 aber deutlich besser aus als der Vorgänger. State of Decay 2 ist grafisch zwar kein Highlight, sieht dank Unreal Engine 4 aber deutlich besser aus als der Vorgänger. [Quelle: Microsoft / Undead Labs]
Auch technisch geht's vorwärts, anstelle der Cryengine 3 setzt Undead Labs diesmal auf Unreal Engine 4. Wir erinnern uns: Das erste State of Decay war grafisch zwar durchaus stimmungsvoll, hatte aber mit matschigen Texturen, detailarmen Charakteren und einigen Bugs zu kämpfen. In dieser Hinsicht macht State of Decay 2 eine deutlich bessere Figur, vor allem die Lichteffekte hinterlassen einen guten Eindruck. Trotzdem hinkt es anderen modernen Open-World-Spielen weit hinterher, beispielsweise sind die Animationen immer noch etwas hölzern, Waffen- und Splattereffekte wirken unnötig grob und auch die Vegetation in der Umgebung hat man in anderen Spielen schon sehr viel schöner gesehen. Hässlich ist State of Decay 2 damit zwar nicht, aber ein grafisches Highlight sollte man nicht erwarten.

  • Felix Schütz""Genau so hatte ich mir eine ordentliche Fortsetzung vorgestellt!""
  • Was bin ich erleichtert, dass die Entwickler von dem Plan abgerückt sind, aus dem neuen State of Decay ein MMOG zu machen! Denn der Vorgänger war ein echter Rohdiamant, der mir zwar einen Heidenspaß gemacht hat, aber noch viel Raum für Verbesserungen ließ – besonders bei den Charakteren, dem Basisbau und den Rollenspielelementen. Umso schöner, dass State of Decay 2 nun in diesen Punkten kräftig nachlegen will! Auch der Koop-Modus zeigt, dass die Entwickler auf die Wünsche ihrer Fangemeinde gehört haben, auch wenn er mir persönlich herzlich egal ist - ich möchte die Zombie-Nation lieber alleine erkunden. Von der Umstellung auf Unreal Engine 4 erhoffe ich mir außerdem deutlich weniger Bugs als im Vorgänger. Alles in allem: Ich freu mich drauf!


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