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Star Wars: Obi-Wan - Keine Spur von der Macht... - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Star Wars: Obi-Wan - Keine Spur von der Macht... - Leser-Test von HALLofGAME
Seit Jahrtausenden haben die Jedi-Ritter der Republik gedient und und für Frieden und Gerechtigkeit in der Galaxis die Lasersxhwerter geschwungen. Auf dem Sprung zum Jedi-Ritter muß sich der junge Padawan Obi-Wan Kenobi, Schüler von Qui-Gon Jinn beweisen. Und so schickt ihn der Jedi-Meister Mace Windu nach Coruscant um dort eine neue, bedrohliche Gefahr für den Frieden zu untersuchen. In den unteren Ebenen von Coruscant landet er mitten im Abschaum des Planeten und zieht mit Macht und Lichtschwert seiner Bestimmung entgegen!

In Obi-Wan begleitet der Spieler den jungen Padawan durch insgesamt fünf Kapitel, die zeitlich etwas vor der Episode I Thematik beginnen, dann in die Filmhandlung einmünden und zu guter Letzt ihren Höhepunkt im unvermeidlichen Duell gegen den Sith-Lord Darth Maul finden. Zwischen den einzelnen Kapiteln findet sich der Padawan immer wieder in die Jedi-Arena zurückversetzt um dort Boß- und Bonuskämpfe zu bestehen, bevor der Rat ihn allein oder gemeinsam mit seinem Lehrmeister Qui-Gon Jin auf die nächste Mission schickt.

Los geht es in Coruscant, wo geheimnisvolle Waffenlieferungen an die Schwarzen Heth untersucht werden müssen, bevor Lehrmeister und Padawan im zweiten Kapitel auf deren mutmaßlichen Heimatplaneten aufbrechen. Es folgt die altbekannte Blockade des friedlichen Naboo durch die Handelsföderation, bevor nach einem Ausflug auf Tatooine und dem dortigen Wiedersehen mit den Tusken-Raiders, der Endkampf um Theed, Naboos Hauptstadt ansteht.

Schon Obi-Wans erster Einsatz auf Coruscant macht klar, was den Spieler erwartet. Obi-Wan ist ein reinrassiges, etwas zu oberflächlich ausgefallenes Hack & Slay, das auch durch die gelegentliche Suche nach Items oder Kontrollpanels nicht wirklich gewinnt. Im Grunde beschränkt sich das Gameplay auf stupides Wegsäbeln der auftauchenden Gegner, bei dem die rechte Stimmung einfach nicht aufkommen will. Zum einen fällt schon auf Coruscant die teils gähnende Leere auf, unter der auch die späteren Levels häufig zu leiden haben. Andererseits strotzen die meisten Gegner auch nicht gerade vor Intelligenz. Zwar rufen sie regelmässig auch Verstärkung herbei, aber wer sein besonderes Augenmerk auf die aus der Ferne gefährlichen, mit Fernwaffen ausgerüsteten Feinde richtet, sollte auch gegen diese Back Ups mit Macht und Schwert bestehen können. Und so zieht sich das "Vergnügen" Kapitel um Kapitel hin und es muß schon als abwechslungsreich gelten, wenn man auch mal aufpassen muß, das bei der Rettung eines Informanten nicht zu früh Alarm ausgelöst wird.

Noch dünner als das Gameplay wirkt die gesamte Optik und Präsentation des jüngsten Star Wars Abenteuers. Große, zum Teil zu unbelebte Level geben den Blick frei auf oft eintönige, teils primitv texturierte Umwelten, die allenfalls mit den deutlich zu polygonarmen Charakteren des Spiels harmonieren. Es ist schon traurig, wenn der Lichtschein des Laserschwertes oder die gelungenen Bodenspiegelungen in der Jedi-Arena schon die optischen Highlights eines Next-Generation Spiels markieren! Bei allem Verständnis für Spiele der ersten Softwaregeneration einer neuen Konsole: Wirklich nichts, was Obi-Wan zu bieten hat, benötigt das technische Potential einer XBox! Im Gegenteil! Man sollte es zwar nicht für möglich halten, aber neben gelegentlichen Clippingfehlern und Soundaussetzern werden heftige Slow Downs im späteren Spielverlauf zur Dauereinrichtung! Welche Technik muß man LucasArts noch vor die Nase setzen, damit ein in jeder Hinsicht technisch anspruchsloses Produkt wie Obi-Wan flüssig auf den Bildschirmen der Spieler läuft?

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