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Star Wars: Jedi Knight - Star Wars-Feeling für Zuhause - Leser-Test von wobber


1 Bilder Star Wars: Jedi Knight - Star Wars-Feeling für Zuhause - Leser-Test von wobber
Kyle Katarn, der Söldner der bereits aus dem Vorgängerspiel von Jedi Knight bekannt ist, ist der Held dieses Spieles und wird in diesem Ego-Shooter einige Abenteuer zu bestehen haben, wie sie in dieser Form eben nur in Star Wars vorkommen. Eigentlich möchte Kyle nur ein wenig über sich und seine Vergangenheit erfahren, aber er muß feststellen, dass sein Vater von Jerec, dem mächtigsten der sieben dunklen Jedi, ermordet wurde. Kyles Vater kannte die Lage eines versteckten Jedifriedhofes und wollte dieses Geheimnis nicht mit Jerec teilen, der sich die dort schlummernde Macht für sich selber und seine bösen Ziele nutzen will. Die Durchkreuzung Jerecs Pläne und die Rache für den Tot seines Vaters treiben Kyle nun voran. Dabei kommt Kyle aber selber mit der Macht in Kontakt und wird zu einem Jedi. Ob er dabei zu der hellen oder der dunklen Seite Macht wandert, hängt von der Spielweise des Spielers ab.

Zu Anfang stehen Kyle nur geringe und auch noch neutrale Jedi-Fähigkeiten wie Machtgeschwindigkeit, Machtsprung, Machtgriff (Gegenstände zu sich ziehen) und Machtsicht zur Verfügung. Je nachdem wie der Spieler nun spielt, ob gut oder böse, nimmt Einfluß darauf welche Seite dann Kyle wählt und auch welche Machtaspekte er für sich nutzen kann. Auf der hellen Seite kann Kyle sich dann für die Heilung, Überredung, das Blenden und die Absortbierung durch ein Schild entscheiden. Auf der dunklen Seite stehen Kyle dann mit dem Machtwurf, Dem Griff, Enerigieblitze und Zerstörung sehr offensive Kräfte zur Verfügung. Doch die Spielweise hat nicht nur Einfluß auf die Machaspekte, sondern beeinflußt auch die Story ganz gewaltig und in diesem Falle auch logisch, so dass allein um beide Enden zu sehen, mehrmaliges Spielen ein Muß ist. Zuviel sei Vorweggenommen: die allesamt gutgemachten Videos finden gerade in den Abschlußszenen ihren Höhepunkt.

Die grafische Aufmachung ist sicher nicht mehr zeitgemäß, aber trotzdem weiß der Spieler sofort wo er sich befindet, nämlich irgendwo im Star Wars-Universum. Vor allen Dingen die Sounds sind gut gemacht und allesamt bekannt aus den Filmen. Trotz den Schwächen in der Grafik sind die Level einfach nur klasse gemacht. Es ist nicht nur so, dass das Spiel an Star Wars angelehnt ist, sondern sind die Level so gestaltet, dass sie sich vollkommen in die Star Wars-Welt einfügen. Dafür sorgen sicherlich auch die Lebewesen. Sei es eine Wohnsiedlung mit Markt, wo sich auch Zivilisten aufhalten und Imperiale Wachen trotzdem präsent sind oder irgendein gottverlassener Platz inmitten einer Wüste, wo schweineähnliche Humanoiden Wache schieben oder ein auf einem Raumschiff. Es paßt eigentlich immer und oft trifft man auch alte Bekannte aus den Filmen, wie beispielsweise die Imperialen Sturmtruppen und Kommandos, Offiziere, Robotersonden, AT-ST oder aber auch Kell Drachen.

Kyle kämpft sich durch verschiedene Orte, was auch viel Abwechslung ins Spiel bringt und öfter auch für Erstaunen sorgt, wenn Kyle sich durch sehr große Anlagen kämpft, plötzlich vor riesigen Raumschiffen oder den gigantischen Kampfmaschinen des Imperiums gegenübersteht.
Dabei muß er aber auch immer darauf achten, was er macht und dass durch ihn keine Zivilisten zu schaden kommen oder er sogar dafür sorgt, dass Unschuldige nichts passiert. Einem bösen Jedi ist das natürlich egal. Eine Menge Geheimräume mit nützlichen Ausrüstungsgegenständen und Munition sorgen dafür, dass man nicht mit blinden Augen einfach nur zum Ausgang eines Levels läuft, sondern sich die einen oder anderen Stellen vielleicht etwas genauer anschaut.
Am Ende eines Levels kann Kyle je nach Spielweise und Erfolg der Mission Punkte auf die Machtaspekte verteilen. Dabei kann der Spieler ab einem gewissen Zeitpunkt sowohl helle als auch dunkle Machtaspekte auswählen. Je nachdem, welche Machtaspekte der Spieler dann im Spiel anwendet, bestimmt zusammen mit dem Verhalten im Spiel die weitere Entwicklung von Kyle. Irgendwann ist dann ein Punkt erreicht, wo es kein Zurück mehr gibt und man entweder ein guter oder böser Jedi wird. Ab und zu gibt es dann auch ein paar gutgemachte Videos mit realen Schauspielern in echten Kulissen, die den Leveln entsprechen.

An Waffen stehen Kyle aus den Star Wars-Filmen bekannten Waffen zur Verfügung, unter anderem natürlich auch das mächtige Jedi-Schwert, einem Erbstück von Kyles Vater. Dieses Schwert ist nicht nur eine starke Nahkampfwaffe, sondern auch gut in der Defensive einsetzbar. Gerät Kyle unter Laserbeschuß und hat dabei das Schwert in der Hand, wird er versuchen die Schüsse abzuwehren. Auf Wunsch schaltet das Programm beim Wechsel auf das Schwert auf eine Third-Person-Perspektive, die sogar durchaus Sinn macht.

Jedi Knight ist nicht nur ein Spiel für Star Wars-Fans. Im Gegenteil. Es ist ein hervorragender Shooter mit großen abwechslungsreichen Leveln, vielen Gegnern und versetzt den Spieler zudem noch in eine gut gemachte Star Wars-Geschichte, in der der Spieler sogar Einfluß auf die Story hat. Das die Grafik stellenweise etwas glatt und steril wirkt, fällt nach einiger Zeit überhaupt nicht auf.

Negative Aspekte:
stellenweise sterile Grafik

Positive Aspekte:
Atmosphäre, Wahl zwischen der hellen und dunklen Seite der Macht

Infos zur Spielzeit:
wobber hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    wobber
  • 8.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 9/10
    Atmosphäre: 9/10
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