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Star Ocean: Till the End of Time - Aliens versauen meinen Urlaub - Leser-Test von denjuandemarco


1 Bilder Star Ocean: Till the End of Time - Aliens versauen meinen Urlaub - Leser-Test von denjuandemarco
Also wirklich, Freunde der Sonne, Ihr habt Euch doch nicht ernsthaft gedacht, dass ich Euch in diesem Jahr einfach so völlig unbehelligt davonkommen lassen würde?! Selbstverständlich quäle ich Euch, wenn auch zum letzten Mal in diesem Jahr, mit einem schonungslosen Review über ein Videospiel für Sonys Playstation 2, welches auf dem deutschen Markt gerade einmal vor wenigen Monaten, ja eigentlich vor nur wenigen Wochen erschienen ist. Ich jedenfalls schlug wenige Tage nach seinem offiziellen Erscheinungstermin zu, stolzer Eigentümer von "Star Ocean, Till The End of Time" wurde ich im Oktober 2004, wobei ich brav meine 55€ löhnte, zu ausgehungert war ich vom stumpfsinnigen Einheitsbrei der letzten Monate und fast schon Jahre, zumindest was das RPG-Genre (Role Play Game) angeht. Die Ausgabe hat sich für mich auf alle Fälle gelohnt, was natürlich überhaupt nicht überraschend für mich kam, schließlich kann ich mich ja schon seit jeher auf meinen verdammt guten Riecher verlassen. Meistens zumindest, hust. Oder so ähnlich.

Vorgeplänkel, Historie

Die Historie von "Star Ocean" reicht weit zurück, der erste Teil von dem ich jedenfalls Kenntnis nahm, erschien 1996 für die mittlerweile steinalte Supernintendo-Spielkonsole. Hierzulande dürfte diese aber mächtig unbekannt sein, nur wahre RPG-Freaks sammelten da sicherlich ihre Erfahrungen mit der SNes-Version von Star Ocean. Am Spielprinzip an sich hat sich seitdem im Grunde gar nicht einmal so wahnsinnig viel verändert, insofern ist der Vergleich mit der damaligen Erstversion gar nicht einmal so unpassend. Was Star Ocean damals wie heute auszeichnet(e), war die Möglichkeit, frei über das Kampfgebiet zu wetzen, bei Feindkontakt also fast schon wie in Echtzeitstrategiespielen auf die Feinde eindreschen bzw. umgekehrt Schläge einstecken zu dürfen. Charakteristisch für Star Ocean ist das Zusammenbröseln unterschiedlicher Elemente, so dass Ihr sozusagen in Eigenkreation sehr nützliche Gegenstände und sogar auch wirkungsvolle Waffen entwickeln könnt. Dies war damals so und ist auch heute noch der Fall.
Eine deutliche höhere Anzahl von Videospielfreaks unter Euch dürfte die im Jahr 1998 erschienene Playstationversion von "Star Ocean 2nd Story" kennen, bei der es sich zweifelsohne um ein RPG der Oberklasse handelte. Wer diesen Teil nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst, denn es existieren nicht nur zwei verschiedene Geschichte sondern auch über 80 verschiedene Abspänne am Ende der Story, so dass sich auch ein wiederholtes Durchspielen für den eingefleischten RPG-Freak lohnt. Für absolute Mega-Freaks gibt es sogar "Star Ocean, Blue Sphere" für den GBC (Game Boy Color), doch meine Japanischkenntnisse waren dann leider doch nicht von solch einer erlesenen Qualität, wie ich zunächst vermutet hatte. Räusper.
Durch den weltweit großen Erfolg jener Version wurde auch schon sehr schnell an Star Ocean für die Playstation 2 gebastelt, doch Jahre vergingen, zwischendurch wechselten sich Ankündigungen über einen Release mit den Dementis ab, vorübergehend wurde das PS2-Projekt "Star Ocean, Till the End of Time" sogar völlig auf Eis gelegt. Kaum zu glauben aber wahr, Jahre später, erst 2003, nahm das Ganze dann konkrete Konturen an, wir Europäer kommen nun jedenfalls tatsächlich doch noch im Jahr 2004 in den Genuss einer quasi "Director's-Cut-Version". Glücklicherweise hat sich das lange Warten dann im Großen und Ganzen auch wirklich gelohnt, zumindest teilweise weiß dieses Game hier nämlich wirklich zu überzeugen, doch restlos begeistern konnte es mich trotzdem nicht ganz. Wieso, weshalb, warum sagt Euch Onkel Denis jetzt sofort, Ihr seid sicher gespannt wie ein Flitzebogen, schon klar. Gehen wir also in medias res, Vorhang auf für eines der zumindest aus meiner Sicht interessantesten Videospiele des Jahres 2004 überhaupt.

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