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Spy Hunter: Kampf dem Syndikat... - Leser-Test von Ravenous


1 Bilder Spy Hunter: Kampf dem Syndikat... - Leser-Test von Ravenous
Spyhunter

Vor ca. 19 Jahren tauchte das Spiel Spy Hunter zum ersten Mal auf: 1983, als Münzfresser in den Spielhallen. Soweit ich weiß, hatte es auch auf dem guten, alten C64 einen Aufritt. Letztes Jahr (2001) erlebte es wieder ein „Come back“, Midway präsentierte uns über Konami diesen USK-12 Titel.

Der Stoff, aus dem viele Spiele sind: Eigentlich herrscht eitel Friede auf dem blauen Planeten. Und wieder gibt es einen, dem das nicht passt und der sich zum alleinigen Herrscher der Welt erklären will: der Führer der Verbrecherorganisation „NOSTRA“. Sein Plan ist, mit einem Killer – Satellitensystem, genannt „The Four Horsemen“ (geradezu ein treffender, apokalytischer Name) die gesamte Stromversorgung unseres netten Planeten still zu legen, um in den allgemeinen Wirren des totalen Chaos seine miesen Pläne verwirklichen zu können. Aaaaaber – da gibt es ja zum Glück noch den motivierten PS2 – Spieler, der als Superagent der IES (International Espionage Section) dieses Vorhaben verhindern soll.

Unterstützt werdet Ihr von einem Hightech – Auto mit dem schönen Namen G-6155 Interceptor. Ein wirklich erstaunliches Fahrzeug: vollgepackt mit Waffen (Maschinengewehr, Raketenwerfer, Railgun und Flammenwerfer fehlen ebensowenig wie eine Liste „bombiger“ Gimmicks), erweist es sich als absolutes Verwandlungswunder:

Nach dem ersten Kontakt mit Wasser transformiert sich der Interceptor in ein flottes Düsen – Rennboot. Haben die garstigen Gegner (in Form von Panzern, Hubschraubern, Düsenjets usw.) dieses "Superauto" zu sehr beschädigt, wird die Karosserie abgesprengt und es geht mit einem schnellen Motorrad weiter (welches allerdings kaum Treffer einstecken kann). Und muß sich dieses wiederum in die Fluten stürzen, entsteht immerhin noch ein wendiger Jet – Ski.... davon könnte unsere Automobilindustrie was abgucken.

Bevor man mal wieder die Welt retten kann – in diesem Fall die Verhinderung des Starts der Killer – Satelliten in einer massiv bewachten Militärbasis im mittleren Osten – gilt es, 14 Missionen lang verschiedene Stützpunkte der Terroristen (die Tour geht durch Italien, Frankreich, Deutschland, USA, Kolumbien...) zu neutralisieren. Die verschiedenen Primär – Ziele sind relativ abwechslungsreich: In Panama werdet Ihr als Eskorte von Soldaten benötigt; In Venedig gilt es, eine Rakete und ein U-Boot zu zerstören; nebenbei darf in Monaco (während des Formel 1 – Rennens in Monte Carlo !) eine Bombe entschärft werden, um einige Beispiele zu nennen. Wenn der Munitionsvorrat zur Neige geht, heisst es, bei speziellen Service-Trucks Nachschub zu holen, die in vereinzelten Missionen bereit stehen – Waffen wie Schutzschild werden komplett wieder aufgeladen. Auf dem Wasser (zum Beispiel in Venedig) werdet Ihr von einem Hubschrauber versorgt.

Es reicht nicht nur, die Primärziele zu erfüllen – auch Nebenaufgaben wollen erledigt werden, um wirklich im Spiel weiter zu kommen (Zerstören von NOSTRA – Nachschublastern und Kommunikationsmitteln, wie auch das strikte Vermeiden von zivilen Verlusten). Natürlich stehen dem Interceptor hierbei auch einige Goodies zu Verfügung: Schutzschilder, eine kurzfristige Stealth – Tarnung, Infrarot –Scanner und einiges andere.

Auch an verschiedene Multiplayer – Modis wurde gedacht, für unterhaltsame Zweikämpfe via Splitscreen.
Die Belegung der Controller – Tasten ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen, nach nur kurzer Einübungszeit hat man die Steuerung verinnerlicht. Die Grafik kann man als solide bezeichnen, ein Meilenstein ist es jedoch nicht nicht; über kleinere Fehler und Ruckler kann man gerade noch hinwegsehen. Rückblickend kann man Spy Hunter als eines der wenigen gelungenen Oldie – Remakes bezeichnen, da das Spielprinzip nicht so sehr verändert und es grafisch nicht überladen wurde - und doch Neuerungen eingebaut werden konnten.

Mich hat es unterhalten, jedoch ein einmaliges Durchspielen reicht. Die Zielgruppe liegt doch eher bei den Teenies; die Verwandlungskünste der Superkarre (eine Homage an Nightrider’s Kitt in Paarung mit diversen James-Bond-Autos, bei paralleler Namensgebung aus „Mad Max“) sind doch etwas zu heavy.

Negative Aspekte:
Mit 14 Level zu kurz geraten; einige Grafikfehler und keine Motivation, es nochmals zu spielen

Positive Aspekte:
Gelungenes Remake; jede Menge Action und eine gelungene Steuerung

Infos zur Spielzeit:
Ravenous hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Ravenous
  • 8.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 8/10
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