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Splitterwelten: Drückeberger beim Weltraum-Sum - Leser-Test von cir


1 Bilder Splitterwelten: Drückeberger beim Weltraum-Sum - Leser-Test von cir
Das pure Spielevergnügen steht beim Taktik- und Geschicklichkeitsspiel „Splitterwelten“ im Vordergrund. Mitten im All stehen sich auf kleinen Planetensplittern Gruppen witzig animierter Figuren, wie etwa Menschen, Elefanten, Stiere und Monster, gegenüber, die sich ganz einfach mit der Maus, der Tastatur oder dem Joystick bewegen lassen. Sie drehen sich je nach Befehl des Spielers und versuchen in Echtzeit, jedes Hindernis, auf das sie treffen, wegzuschieben. Leider hat nur eine Gruppe der Bewohner auf den versprengten Resten des Planeten Platz. Es wird also so lange geschoben und gedrückt, bis eine Partei über den Rand gedrängt worden ist. Eine weitere Herausforderung besteht darin, daß die Schollen am Rand abbrechen und so immer kleiner werden. Da heißt es, nicht am falschen Ort zur falschen Zeit zu stehen, sondern vielmehr den Gegner an genau diese Plätze zu drängen.

Das Spiel kann mit bis zu vier menschlichen oder computergesteuerten Spielern gespielt werden. Dabei verfügt jeder Spieler in einem der 222 Level über bis zu 16 verschiedene Wesen, die er individuell in ihrer Laufrichtung steuern kann. Jeder einzelne Splitterwelten-Bewohner hat nicht nur ein bestimmtes Kräftepotential. Vielmehr verfügen die Figuren über einen eigenständigen Charakter, der sich von den Spielern geschickt für die eigenen Interessen nutzen läßt. Sind die Kräfte der gegnerischen Gruppen gleich verteilt, entscheidet die richtige Strategie. Aber auch wenn das Kräfteverhältnis zu Ungunsten eines Spielers steht ermöglicht geschicktes Taktieren und das Ausnutzen der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit den spielentscheidenden Stoß.

Bei „Splitterwelten“ beeinflußt jede Aktion und jede Bodenformation das Drücken und Schieben der Akteure mit den exakten, in der Natur vorkommenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Diese genaue und wirklichkeitsgetreue Berechnung der auf die Spielfiguren einwirkenden Kräfte und ihrer Richtungen verblüffen dabei nicht nur Physiker und Mathematiker. Viele Entwickler hielten die gestellte Aufgabe eigentlich für nicht lösbar, da bis zu 64 Figuren gleichzeitig auf dem Spielfeld agieren und aufeinander einwirken. Schon ab 3 Körpern läßt sich aber die gegenseitige Wirkung nicht mehr exakt bestimmen, sondern nur noch mathematisch hochrechnen. Für „Splitterwelten“ entwickelte das Team deshalb spezielle Computerroutinen und das „Prinzip der virtuellen Kräfte“, damit die korrekten Ergebnisse beim planetarischen Kräftemessen erzielt werden können.

Vom Spieler werden allerdings keine mathematisch-physikalischen Kenntnisse verlangt, die hohe Mathematik arbeitet unbemerkt im Hintergrund. Vielmehr sind kluge Strategien und intuitive Taktik gefragt, um bei diesem spannenden Weltraum-Sumo der beste Drückeberger zu werden. Die hohe Kunst der Programmierung besteht denn auch vor allem darin, den Anwender nicht merken zu lassen, welche Arbeit im fertigen Endprodukt steckt. Es sieht für Außenstehende viel leichter und spielerischer aus, als es tatsächlich ist - und das macht dann, neben einer guten Geschichte, den eigentlichen Spaß beim Spielen aus.

Negative Aspekte:
Oh Gott, diese Grafik!

Positive Aspekte:
Geniales Game mit völlig neuem Spieleprinzip!

Infos zur Spielzeit:
cir hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    cir
  • 7.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 5/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 7/10
    Atmosphäre: 10/10
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