Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Spirit of Speed im Gamezone-Test


1 Bilder Spirit of Speed im Gamezone-Test

"Spirit of Speed 1937" entführt uns in die Anfangszeit der Renngeschichte. Damals entstanden unsterbliche Legenden die sich ihren Namen in abenteuerlich übermotorisierten Rennboliden ohne Airbag und Sicherheitsgurt verdienten. Sie rasten auf Strecken die keinen Fehler verziehen, den Auslaufstrecken oder Kiesflächen gab es nicht. Die Fahrer verließen sich voll auf ihre Erfahrung und ihr Können.

Um dieses Zeitalter miterleben zu können bietet uns "Spirit of Speed 1937" unzählige Autos dieser Epoche mit denen wir auf insgesamt neun real existierenden Strecken die Rennen austragen können. Dabei liegt der besondere Reiz dieses Racers an den verschiedenen Fahrzeugen, die damals noch keiner DIN-Norm entsprachen. Sie trugen so klingende Namen wie Alfa Romeo P3, Auto Union Typ C, Bugatti 35B oder Duesenberg, womit bei weitem noch nicht alle genannt sind.

In der Praxis bekommen wir nur sehr magere Spielmodi geboten. Neben den obligatorischen Training und dem freien Rennen existiert noch eine Meisterschaft und die sogenannten Scenarios. Die Meisterschaft läuft ab wie wir es aus vielen anderen Rennspielen kennen, mehrere Strecken sind zu absolvieren und je nach Platzierung werden entsprechend Punkte verteilt. Wer am Ende mehr Punkte hat, hat die Meisterschaft gewonnen, mehr aber auch nicht. Keine Bonus-Autos oder Strecken weit und breit. Interessanter ist auf den ersten Blick das Szenario, welches uns originale Begegnungen mit den Renngrößen der damaligen Zeit verspricht. In Wirklichkeit besteht so ein Szenario dann nur aus einem einzigem Rennen mit vorgegebenen Autos und Startplatzierungen, ebenfalls sehr mager.

Was dieses Spiel wirklich schlecht macht ist aber nicht das magere Gameplay, sondern die grauenhafte Physik der Autos bzw. die misslungene Steuerung. So kleben die Klassiker wie ein Brett auf dem Boden, der Lenkradius verringert sich parallel zur gefahrenen Geschwindigkeit ohne den Wagen auch nur im geringsten zu neigen, bis man den Punkt erreicht an dem der Bodenkontakt verloren gehen soll, was den Wagen plötzlich wild hin und her springen lässt. Sämtliche Straßenbegrenzungen verhalten sich als wären sie aus Gummi, die Autos prallen einfach in entgegengesetzter Richtung wieder ab. Gekrönt wird dieses Spektakel von dem Umstand, dass man nicht mit Gefühl Beschleunigen oder Bremsen kann, da trotz Steuerung per analoger Schultertasten immer voll Gas gegeben oder voll gebremst wird. Dafür kann man selbst mit 300 km/h in der engsten Kurve noch voll auf die Bremse steigen ohne den Halt zu verlieren.

Die Grafik darf sich ebenfalls in der untersten Schublade einordnen. Auf allen neun Strecken wurden dieselben Texturen verwendet, so dass sie sich an mancher Stelle gleichen wie ein Ei dem anderen. Hinzu kommt ein nerviges Pumpen des Bildflusses, egal ob im 50Hz oder 60Hz Modus. Gesellt sich dann noch dickerer Rauch aus den Auspuffrohren oder Staub von der Strasse hinzu, bricht die Framerate noch einmal ein Stück ein. Für ein Rennspiel eine wirklich magere Vorstellung.

Einzig die Soundkulisse kann zuweilen überzeugen. Weniger im Menü, dort werden wir mit Foxtrott von der übelsten Sorte genervt, als viel mehr am Start eines Rennens. Da sich die Motoren der Autos doch sehr verschieden anhören, entsteht beim Start ein Brüllkonzert welches einem die Haare zu Berge stehen lässt. Befindet man sich dann im Rennen wird es wieder leiser, da man bis auf die eigenen Motorengeräusche kaum mehr etwas vernimmt.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Spirit of Speed 1937" verdient seinen Namen nicht. Das gesamte Game macht einen extrem unausgereiften Eindruck. Durch das fehlen sämtlicher Anreize kann auch keine Motivation aufkommen eine Meisterschaft oder ein Szenario zuende zu spielen. Wahrscheinlicher ist es sowieso, dass man schon vorher frustriert das Pad in die Ecke wirft, da einen das ständige Ruckeln und die unausgereifte Physik in den Wahnsinn treibt.
Spirit of Speed (DC)
  • Singleplayer
  • 2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 1/10 
    Sound 3/10 
    Steuerung 2/10 
    Gameplay 2/10 
Pro & Contra
Günstig
Unausgereifte Engine
ruckelige Wiedergabe
schlechte Steuerung
keine Langzeitmotivation.
e_gz_ArticlePage_Default