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XBox: Deutsches Chaos war die Ausnahme


1 Bilder XBox: Deutsches Chaos war die Ausnahme
Nach dem völlig unerwarteten Preis-Chaos zum hiesigen XBox Launch stellt sich natürlich die Frage, wie es bei unseren europäischen Nachbarn ausgesehen hat. Nach Aussage von Jörg Trouvain, Vize Präsident Verkauf bei Electronic Arts Europa sind die Geschehnisse auf dem deutschen Markt (und in geringerem Ausmaß in Österreich und der Schweiz) gestern europaweit wohl doch eine Ausnahme geblieben. Offenbar hat also nicht der möglicherweise zu hoch angesetzte XBox Preis das Feuer an die Lunte gelegt, sondern eher der hierzulande tobende harte Konkurrenzkampf im Handel. Der Meldung des Branchendienstes Gamesmarkt zufolge lagen die Preise sowohl für die Konsole als auch für die Spiele zum Teil sogar noch deutlich höher. In Nordeuropa (leider keine genauere Länderangabe verfügbar) sollen sollen Spiele sogar bis zu 80 Euro gekostet haben, während der Rest des Kontinents sich weitgehend an die Preisempfehlung um 70 Euro gehalten hat.

Eine kleine Bemerkung schenkt Trouvain am Rande noch dem Anklang, den die XBox am Launchtag gefunden hat. Danach wurde die XBox lediglich in Großbritanien deutlich positiv aufgenommen (das Land übrigens, in dem auch Segas Dreamcast in Europa am besten angekommen war!), in allen anderen Ländern hätte das Interesse etwa den Erwartungen entsprochen "ohne Hype".

HALLofGAMEs Meinung:
Ja, ich denke auch, das die ganze Sache von den großen Handelsketten zu vertreten ist, denn sie haben ohne Not den Stein ins Rollen gebracht. Die Handvoll Konsolen, die dadurch mehr abgesetzt wurden, haben finanziell überhaupt nichts gebracht. Allenfalls Publicity und einige nun möglicherweise konkursreife Fachhändler. Gut, der eine oder andere Verbraucher mag die Möglichkeit genutzt haben, auch in anderen Geschäften einen besseren Preis zu bekommen, aber ein Protest gegen Microsofts ungerechte Hochpreispolitik wird daraus leider noch lange nicht, auch wenn andernorts sogar 80 Euro für ein Spiel bezahlt werden. Es wäre zu schön um wahr zu sein, wenn die Metro-Töchter die am Anfang des "Preiskampfes" standen für ihr Verhalten ordentlich bestraft würden, denn etwas anderes als unlauterer Wettbewerb war das gewiß nicht!

Quelle: www.mediabiz.de

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