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Vivendi Universal: Keine Games mehr?


1 Bilder Vivendi Universal: Keine Games mehr?
Wohl kaum ein bedeutender Publisher ist jemals quais aus dem Nichts aus dem Boden gestampft worden, wie die Spieletochter des französischen Konzerns Vivendi. Diese, wie auch andere Expanisionentscheidungen haben den französischen Mischkonzern jedoch an den Rand des Ruins gebracht (Schuldenstand: 19 Milliarden Euro) und den vormaligen Vivendi-Boß Jean-Marie Messier schon den Job gekostet. Nun soll Nachfolger Jean-René Fourtou retten, was zu retten ist und erweist sich dabei nicht eben als Spielefan! So berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung aus die europäische Ausgabe des "Wall Street Journal", daß man offenbar über den Verkauf der gesamten Spielsparte des Konzerns nachdenkt, da der neue Vivendi-Chef Fourtou das Spielebusiness nur als Randaktivität, nicht als Kerngeschäft einschätzt! An dieser Einstellung dürfte sich auch nichts mehr ändern, da er den Spielebereich ohnehin als zu kostenintensiv ansieht! Wer für das allerdings nicht ausreichend lohnende Geschäft die erhofften 2 Milliarden Euro, die der Verkauf einbringen soll, locker machen soll, ist bisher unbekannt.

HALLofGAMEs Meinung:
Beim angeschlagenen Mischkonzern Vivendi gehts der Spielesparte an den Kragen, das ist wohl die gute konservative Schule. Wie könnten Spiele in einem seriösen Unternehmen auch Kerngeschäft sein? Schon während des forcierten Ausbaus dieser Sparte hätte man Vivendi wohl besser sagen sollen: "Schuster bleib bei Deinen Leisten". Jetzt ist es zu spät und man sitzt auf einem, verhältnismäßig wild zusammengewürfelten, sicher nicht optimal aufeinander abgestimmten Haufen an Spielefirmen und sucht einen Käufer. Ich glaube nicht, das Vivendis Spielsparte als Ganzes verkäuflich sein wird. Zwei Milliarden Euro sind ein für die Branche äußerst hoher Preis, zumal man bei Vivendi wohl auch in jedem Fall Bares zur Schuldentilgung braucht und keine Tauschaktien eines potentiellen Übernehmers. Und selbst da kämen nur die ganz Großen der Branche in Frage, aber wer glaubt ernsthaft daran, daß sich Unternehmen wie Nintendo oder Sony für Vivendi als Ganzes interessieren könnten? Und angesichts der aktuellen Lage und des Preises dürfte wohl auch Microsoft abwinken. Die müssen zwar ihre XBox weiter auf Trab bringen, würden mit Vivendis Spielsparte aber viel zu viel unnötiges Nicht-XBox-Geschäft mit einkaufen.

Quelle: www.mediabiz.de

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