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Todesursache Videogames?


1 Bilder Todesursache Videogames?
Und wieder einmal ein Fall aus der beliebten Reihe „amerikanische Bürger verklagen bekannte Unternehmen“. Ein dreißigjähriger Mann aus Louisiana ist nach einer exzessiven Videospielsession gestorben. Genauer gesagt war es so: Der Mann erlitt beim Spielen einen epileptischen Anfall und sein Kopf knallte dabei gegen eine Tischplatte. Das war offensichtlich sein Todesurteil und seine wütende Mutter macht Nintendo dafür verantwortlich. Denn der Sohn hatte mit einem Nintendo 64 gespielt. Auf den ersten Blick kann man die Trauer der Familie natürlich verstehen, aber in Wirklichkeit haben sich die betreffenden Leute offenbar absolut unverantwortlich verhalten. Später wurde nämlich bekannt dass der tragisch Verunglückte schon seit 1999 immer wieder unter mehr oder weniger starken Anfällen gelitten hat. Nämlich seit er sich die Videospielkonsole zugelegt hatte. Doch trotz dieser beunruhigenden Nebenwirkungen ließ er sich wohl nicht beeindrucken und er spielte (was in dieser Situation kaum zu glauben ist) ungefähr acht Stunden am Tag und das an sechs Tagen der Woche! Nintendo weist die Vorwürfe natürlich zurück, denn immerhin ist in sämtlichen Anleitungen zu Videospielen und auch in den Handbüchern der Hardware eine ausdrückliche Epilepsie-Warnung zu finden. Ungefähr mit folgendem Wortlaut: Bei einem kleinen Prozentsatz der Bevölkerung können während des Betrachtens blinkender Lichter oder Muster, die in unserer Umgebung täglich vorkommen, epileptische Erscheinungen auftreten. Solche Reaktionen können auch auftreten wenn diese Personen bestimmte Fernsehbilder anschauen oder bestimmte Videospiele spielen. Selbst bei Spielern die vorher niemals solche Reaktionen gezeigt haben ist eine epileptische Veranlagung nicht auszuschließen. Und in jeder Beschreibung ist dann noch folgender (manchmal sogar komplett groß geschriebener) Hinweis zu finden: Falls verdächtige Symptome wie etwa Augen- und Muskelzucken, ein verändertes Sehvermögen ... oder Krämpfe auftreten soll man SOFORT das Spiel unterbrechen und einen Arzt konsultieren. Und genau das hat der Mann nicht getan (und seine Familie hat sich wohl auch nicht darum gekümmert). Genau dieses Argument bringt Nintendo nun vor. Ein Urteil wurde anscheinend noch nicht gefällt, aber bei einem ähnlichen Fall (ebenfalls in Louisiana) entschied das Gericht dass die Warnhinweise nicht ausreichend sind. Aber die betreffenden Konsole an sich, in diesem Fall ein SNES, wurde immerhin nicht als übermäßig gefährlich eingestuft. Leider wird im Text nicht gesagt ob und auf welche Weise Nintendo in diesem Fall bestraft wurde.

Ceilans Meinung:
Oh Mann, Sachen gibt´s die gibt´s gar nicht. Eine Sache ist dabei wirklich frech: Die Mutter des Toten verklagt Nintendo nicht nur weil sie um ihren Sohn trauert, sondern auch weil sie das Geld haben möchte dass er in seinem weiteren Leben angeblich noch hätte verdienen können. Das finde ich ziemlich hart. Vor allem weil ich mir nicht vorstellen kann dass dieser Mann, der den ganzen Tag nur vor dem Fernseher saß um Nintendo zu spielen, ein arbeitender Mensch war. Und überhaupt ist das Ganze meiner Meinung nach ziemlich lächerlich. Wie kann man nur jahrelang weiterspielen obwohl man davon epileptische Anfälle bekommt? Das ist absolut leichtsinnig und dumm. Auf einer anderen Spieleseite wurde gesagt dass der Mann behindert war. Ich weiß nicht ob das stimmt, aber in diesem Fall hätte sich seine Familie erst recht um ihn kümmern müssen. Vielleicht hätte es schon ausgereicht den Tisch weiter weg zu stellen ;) Sorry, über so was soll man ja keine Scherze machen.

Quelle: www.eurogamer.net

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