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Titus stockt Interplay-Anteil auf


1 Bilder Titus stockt Interplay-Anteil auf
Der französische Publisher und Mehrheiteigner von Interplay, Titus Interactive SA stockt seinen Anteil an der in erheblich Tubulenzen befindlichen Tochterfirma auf. Inzwischen beträgt der Aktienanteil der Franzosen 72,4%. Damit sind 67,4 Millionen der 92,4 Millionen vorhandenen Anteilsscheine der Interplay Entertainment Corporation in den Händen des von Interplay ungeliebten Mehrheitseigners.

Leider ist die Meldung des Branchendienstes MCV nicht sehr ergiebig, aber es hat den Anschein, als wären Verbindlichkeiten von Interplay aus französischer Kasse beglichen worden und dementsprechend der Besitzanteil von Titus erhöht worden. Eric Caen, der Präsident von Titus Interactive wird jedenfalls dergestalt zitiert, daß "diese Umwandlung" neben einer deutlichen Schuldenminderung auch eine Rekapitalisierung der angeschlagenen Interplay im Umfang von bis zu 10 Millionen Dollar darstelle. Was genau Titus zu diesem Schritt bewogen hat, bleibt unklar. Eric Caen spricht lediglich ziemlich kryptisch von einer "tendenziellen Erholung" bei Interplay, die allerdings der breiten Öffentlichkeit angesichts der Nachrichtensituation der letzten Wochen bislang verborgen geblieben sein muß. Erst vor einigen Tagen hatte Interplay nicht nur erheblich ausgeweitete Verluste melden müssen, sondern auch mit einer wenig umfangreichen Veröffentlichungsbilanz von mageren zehn Spielen im abgelaufenen Geschäftsjahr "geglänzt".

HALLofGAMEs Meinung:
Auf ins Reich der Spekulation: Hat Interplay irgendetwas in der Hinterhand, das Investitionen nötig bzw. wünschenswert machen könnte? Schön wäre es ja, wenn die Company sich wieder etwas aufrappeln könnte und vielleicht sogar an längst vergangene innovative Zeiten anknüpfen könnte.
Andererseits kann es auch sein, das es angesichts der Verluste und des bereits angedrohten Börsenrauswurfes fünf vor zwölf war und von Titus nur eine Galgenfrist erkauft wurde, da ein entsprechendes Investment für die Franzodsen immer noch billiger war, als ein vielleicht drohender Totalverlust durch Konkurs der Tochterfirma. Wie auch immer, in die Röhre schauen einmal mehr all die bedauernswerten Aktionäre, die mit hohen Verlusten noch Interplay Papiere in den Depots haben, denn die sind bei sinkendem Aktienanteil nun noch etwas unwichtiger geworden.

Quelle: www.mcvonline.de

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