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Take Two muss zahlen


1 Bilder Take Two muss zahlen
Nachdem TakeTwo uns in letzter Zeit nicht nur mit erfolgreichen Spielen, sondern auch mit allerlei geschäftlichem Trouble unterhalten hat, geht diese Form der Unterhaltung nun in eine neue Runde. Schauplatz ist diesmal aber nicht die US-Börse NASDAQ, sondern zur Abwechslung der britische High Court in London. In einer Verhandlung mussten die Take Two Anwälte nun eine deutliche Schlappe in dem laufenden Verfahren hinnehmen, das Ubi Soft und deren Entwicklerstudio Red Storm angestrengt hatten. Im Kern der Auseinandersetzung geht es um nicht ausgezahlte Gewinnanteile an Red Storm, die inzwischen von Ubi Soft übernommen worden sind. Bis Ende 2000 hatte Take Two die Vermarktungsrechte für Red Storm Produkte (Bekannt geworden ist das Studio mit Spieleumsetzungen von Stoffen des Bestsellerautors Tom Clancy) in Europa und verschiedenen anderen nicht-amerikanischen Staaten inne und soll laut Klageschrift die Entwickler aus North-Carolina um insgesamt 6,3 Millionen britische Pfund geprellt haben.

Nachdem Take Two Mitte 2001 mit zwei Zahlungen von insgesamt 2 Millionen britischen Pfund versucht hatte, die Angelegenheit zu beenden, belehrte der zuständige Richter die Company schon in einem Vorverfahren eines besseren. Bereits damals war Take Two zur Zahlung von vorläufigen 114500 britischen Pfund gezwungen worden, unter anderem damit Kläger Red Storm seine mit der Klage verbundenen Kosten bezahlen konnte. Im aktuellen Hauptverfahren verurteilte der Richter den säumigen Publisher nun sogar zu einer Zahlung von 3145000 britischen Pfund. Aufatmen darf man deshalb bei Take Two aber noch nicht, den das Verfahren geht weiter. Erst Mitte 2002 wird der endgültige Richterspruch erwartet und könnte Take Two alles in allem 7,5 Millionen britische Pfund kosten!

HALLofGAMEs Meinung:
Ich spiele ja so manches Spiel aus dem Hause Take Two wirklich gern, aber irgendwie geschäftlich mit diesen Leuten zu tun haben möchte ich keinesfalls! Nach allem, was man jetzt über Wochen immer wieder hört, scheint man bei Take Two von korrekter Geschäftsabwicklung nicht viel zu halten. Red Storm hat offenbar Glück, einen Richter gefunden zu haben, der das Verfahren nicht in die Länge zieht. Gut, inzwischen ist man bei Ubi Soft untergekommen, was auch dann den Fortbestand des Studios wohl gesichert hätte. Aber ganz auf sich allein gestellt, wäre man ohne die gerichtlich verordnete erste Vorauszahlung zur Freude von Take Two vielleicht vor Prozessende schon pleite gewesen!

Quelle: www.gamasutra.com

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