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Spiele-Industrie: Piraten in den eigenen Reihen


1 Bilder Spiele-Industrie: Piraten in den eigenen Reihen
Während der Umfang raubkopierter Software weltweit beständig wächst und verständlicherweise von den Herstellern beklagt wird, ist das Problem offenbar noch lange nicht groß genug, um wenigstens schon mal in den eigenen Reihen aufzuräumen. Trotz einer bereits 1998 vom britischen Softwareverband ELSPA ins Leben gerufenen Initiative, dem sogenannten "Safehand"-Programms, stammt immer noch ein Großteil der von Crackergruppen im Internet bereitgestellten Raubkopien direkt aus dem Umfeld von Entwicklern, Fertigung und Handel selbst. Obwohl überwiegend firmeninterne "Maulwürfe" die illegale Verbreitung der Programme über die unerlaubte Weitergabe interner Beat-Versionen erst möglich machen, haben sich nach einem Bericht der britischen MCV in den vergangenen vier Jahren in Großbritannien lediglich 11 von 91 Firmen die Sicherheitsstandards von "Safehand" zu Eigen gemacht. Michael Rawlinson, stellvertretender General Manager der ELSPA beklagt die anhaltende Sorglosigkeit der Publisher. Seiner Meinung nach sollten diese die Auftragsvergabe, etwa an Presswerke, unbedingt von der Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien abhängig machen. Und auch in den eigenen Reihen müsse mehr Bewusstsein für das Problem geschaffen werden, da dort immer noch nicht überall klar zu sein scheint, daß die illegale Weitergabe der entsprechenden Programme in jedem Fall eine fristlose Kündigung nach sich ziehen müsste!

HALLofGAMEs Meinung:
Ich wusste bisher gar nicht, daß es tatsächlich zumindest in Großbritannien ein entsprechendes Programm gibt, mit dem bestimmte Sicherheitsrichtlinien eingeführt und durchgesetzt werden sollen. Macht aber nix, denn offensichtlich kümmert sich ein Großteil derer, die sehr wohl davon wissen auch nicht weiter um diese Bemühungen. Für mich völlig unverständlich, da die Nichteinhaltung überhaupt keinen positiven Impuls für die Firmen mit sich bringt. Wo Sony sicherlich bei der PSone absatzmässig durch die, vorsichtig ausgedrückt, billigend in Kauf genommene einfache Kopiermöglichkeit profitiert haben mag, sieht dies bei Software prinzipiell anders aus. So sehr ich gegen den Gebrauch illegaler Software bin und auch bleibe: Zuerst sollte man den Dreck vor der eigenen Tür wegkehren! Und zumindest in der britischen Szene scheint es davon offenbar eine ganze Menge zu geben...

Quelle: www.mcvonline.de

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