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Sony fürchtet Druck vom Bundeskartellamt


1 Bilder Sony fürchtet Druck vom Bundeskartellamt
Aus Furcht vor einer negativen Entscheidung des Bundeskartellamtes hat Sony Computer Entertainment seine Großhandelsverträge, das sogenannte "Authorized Reseller Programm" gekündigt. Zwar hatte das Bundeskartellamt diese Verträge ursprünglich genehmigt, aber ein erneuter Vorstoß dagegen durch den Handelsverband scheint nun erfolgreich zu sein.

Noch ist nicht endgültig geklärt, ob Sonys Verträge letztlich doch als wettbewerbswidrig eingestuft werden oder nicht, die einstweilige Kündigung war lediglich eine Vorsichtmaßnahme. Im schlimmsten Fall kann es passieren', das aus wettbewerbsrechtlichen Gründen der Zwischenhandel beinahe komplett ausgeschaltet wird und Sony jeden Einzelhändler direkt beliefern muß. Das bedeutet nicht nur erheblichen logistischen Mehraufwand, sondern dürfte darüberhinaus eine Reihe von Großhändlern direkt in die Pleite treiben.

Deutschland-Geschäftsführer äußerte sich weitgehend verständnislos über eine mögliche negative Entscheidung des Bundeskartellamtes, die bis Ende März vorliegen soll. Aufgrund der derzeitigen marktbeherrschenden Position im Konsolen Bereich, müsse man sich aber damit abfinden, daß das Bundeskartellamt mitbestimmen könne, wie sich am Markt zu verhalten habe.

HALLofGAMEs Meinung:
Die Frage ist doch, ob hier nicht einmal mehr unsinnigerweise gegen Windmühlen gekämpft wird. Und vor allem: Warum ausgerechnet jetzt? Denn selbst Sony geht davon aus, das der eigene Marktanteil auf bis zu vierzig Prozent absinken könnte in 2002 (von jetzt 90 Prozent). Selbst wenn es am Ende etwas mehr sein würde, sähe die Sache mit der Marktbeherrschung immer noch ganz anders aus als jetzt. Verbraucherschutz ist gut und schön und wichtig, aber den Vertriebsaufwand (und damit die Kosten) einfach nur um ein Vielfaches zu erhöhen, damit ist den Kunden nicht gedient!

Quelle: www.mcvonline.de

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