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PS2: Details zum Linux-Kit


1 Bilder PS2: Details zum Linux-Kit
Speziell in den vergangenen Wochen ist, unter anderen auch hier auf Gamezone, einiges über das Linux-Kit für die PS2 berichtet worden; Zuletzt natürlich auch von der Vorstellung am Donnerstag des Kits auf der CeBit in Hannover. Heise.de hat sich die Mühe gemacht und sämtliche Funktionen, die bisher noch nicht 100% nachlesbar waren, aufzulisten, die es einem nun möglich machen, sich das Ganze auch mal von der technischen Seite sowie den Möglichkeiten vor Augen zu führen. Bekannt dürfte dahin gehend bereits sein, dass das Linux-Kit für 249 Euro ab dem 22. Mai 2002 in Europa zu bekommen ist. Deutschlandweit wird der Handel aber erst aktiv ab Herbst diesen Jahres (nicht näher konkretisiert) vonstatten gehen. Der Grund ist simpel und banal: Sony hat bis dato noch keinen deutschen Vertriebspartner gefunden. Sollte man es nicht abwarten können das Linux-Kit sein Eigen zu nennen, kann man sich in England ein entsprechendes Pack bestellen. Hierfür ist eine Registrierung auf der englischen PS2-Linux Seite von Nöten und man wird automatisch benachrichtig, so bald der Vorverkauf startet. Allerdings wäre Eile ein wenig geboten, denn zunächst stehen lediglich 2.500 Packs zur Verfügung. Eine Anpassung erfolgt gemäß der sich einstellenden (oder auch nicht einstellenden) Nachfrage. Zur Registrierung mit diesem Link: http://playstation2-linux.com/
Nun aber mal zu den wesentlichen Fakten des PS-Linux-Kits: Enthalten sind zwei DVD’s, eine 40 GByte Festplatte, ein 100 Mbit-Ethernet-Anschluss, eine – wie es heißt – sehr kleine USB-Maus, eine Tastatur und ein VGA-Kabel. Unterstütze Auflösung: 1280x1024 und das bei 75 Hz – wobei der Monitor „Sync on Green“ tauglich sein muss. So weit klingt das recht passabel, schleicht sich hier aber schon eine – wenn man so will – Einschränkung ein: PS2-Spiele können nicht über den PC-Monitor gespielt werden und der Grund dafür ist die fehlende Unterstützung des VESA-Modi. Grundsätzlich ist aber, und das ist dann wieder ein wenig erfreulicher, die Grafikausgabe für NTSC- und PAL-Fernseher konfigurierbar.
Viele haben sich vielleicht das Linux-Kit als eine Art „Couch-Computer“ vorgestellt, was es aber definitiv nicht sein wird. Nimmt man die Angaben der heise.de Seite, so sind produktive Anwender von Linux gefragt. Oder eben diejenigen, die es vielleicht werden wollen. Begründet wird diese „Voraussetzung“ damit, dass sämtliche Einstellungen wie z.B. der Web-Browser oder der eMail-Client manuell installiert und auch konfiguriert werden müssen. Interessant dürfte auch sein, dass man sich betreffend der Benutzeroberfläche nicht für eine der neuen KDE-Versionen entschieden hat, sondern „lediglich“ die ältere Variante (KDE 1.1.2) mitliefert. Weiterhin hat man das „Kernel“ und die Version 2.2.1 angesprochen, auf welche die Linux Distribution beruht. Wenn man sich einen kompletten Überblick in dieser Thematik und damit die enthaltenen Pakete verschaffen will, kann dies gleichfalls auf der Registrierungsseite für das PS2-Linux-Kit erledigen. Oder man bedient sich der heise.de News, die entsprechend verlinkt ist.
Um beim Thema des Kernel zu bleiben: Dieser kann in der genannten Version leider nur von der Memory-Card gebootet werden, und das auch nur, wenn die DVD mit den Runtime-Libraries die Hardware-Schnittstelle eingerichtet hat. Die Festplatte hingegen ist nicht bootfähig! Nach den vorliegenden Angaben dauert dies ca. 75 Sekunden nach dem Einschalten der PS2 – erst dann erscheint auch der User-LogIn.
Hervorgehoben wird auch, dass die Beschränkungen (aus Gründen des Kopierschutzes) negativ auffallen. Diverse Spezifikationen (Handbuch des I/O-Port im PDF-Format) sind nicht enthalten, das DVD-Laufwerk kann keine normalen CD-ROM’s, Musik-CD’s oder DVD-Filme abspielen; Lediglich die eigenen Linux-DVD’s werden erkannt. Man mag jetzt an „andere Laufwerke“ denken ... und grundsätzlich wohl auch möglich, aber nur über den USB-Port (FireWire-Anschluss ist nicht verwendbar).
Ebenso gibt es gewisse Anforderungen, will man PC-Linux-Programme auf der PS2 nutzen. Es ist erst möglich, wenn der MIPS-Prozessor kompiliert (grob übersetzt: angepasst) ist. Wobei dahin gehend noch andere Beispiele genannt worden sind.
Abschließend bleibt zu sagen, dass Sony für Jahresende noch ein eigenes Kit für Deutschland veröffentlichen will, bei dem die Festplatte und der Ethernet-Anschluss enthalten sein soll. Nicht unwichtig ist auch die Tatsache, dass die Linux-Festplatte nicht für die Online-Dienste von Sony genutzt werden kann, da man wohl ein anderes System benutzen wird müssen. Es heißt aber auch, dass man mit einer entsprechenden Partitionierung der Platte doch in der Lage sein soll, auch die Online-Funktion nutzen zu können. Allerdings wurde dies nicht näher erläutert. Alle Fakten sowie interessante Links können mit dem folgenden Link eingesehen werden.: http://www.heise.de/newsticker/data/hag-14.03.02-000/

Van_Helsings Meinung:
Zunächst „sorry“ für’s viele Lesen und die „viele Technik“ – aber einfacher kann man es schon nicht mehr schreiben *g*. Und ich gehe davon aus, dass die meisten hier ohnehin technisch einigermaßen bewandert sind und sich so nun einen Eindruck anhand der genannten Daten verschaffen können. Tja, wenn ich das jetzt so alles für mich durch gehe, war die Grundidee des Kits echt verdammt gut und lies viel Boden für Hoffnungen und Wünsche. Jetzt, nachdem ich Details dazu kenne, ist es na ja ... absolut uninteressant geworden – allein durch die Einschränkungen. Ich gehe davon aus, dass sich viele darauf gefreut hatten, bot es doch neue Möglichkeiten. Diese werden aber jetzt doch in erheblichen Maße beschnitten und das wird bei den potentiellen Usern gar nicht gut ankommen. Meiner Meinung nach geht dieses Kit eher in die Geschichte ein, ohne wirkliche Beachtung gefunden zu haben und dürfte damit eher ein „nicht so gelungener Schritt“ für Sony sein.

Quelle: www.heise.de

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