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Nintendo spricht indirekte Warnung aus


1 Bilder Nintendo spricht indirekte Warnung aus
Die vergangenen Tage – insbesondere die nach dem X-Box Launch – vergingen ja nicht ohne Schlagzeilen und Berichte über den verfehlten Start der MS-Konsole sondern auch um die vom Handel betriebene Preispolitik. Reaktionen, Anschuldigungen und Spekulationen wurde offen dargelegt – von verschiedenen Seite – ohne aber eine wirkliche Stellungnahme des Konzernriesen Microsoft selbst zu erhalten. Und wenn, dann waren die Aussagen etwas spärlich gehalten oder man präsentierte – meist zum Leidweisen und der Frustförderung – schön geredete Tatsachen. Wie es nun scheint, hat sich Nintendo Gedanken über die bekannten Vorfälle gemacht und entsprechend – in Bezug auf den bevorstehenden Launch des GameCube – klare Worte an die Öffentlichkeit, speziell aber an den Handel verlauten lassen. Der Branchendienst MCVOnline präsentierte diese Meldung bzw. die Aussagen, die als Warnung beschrieben wird, in einem heute morgen veröffentlichten Artikel. Demnach habe man mit Nintendos deutschem Geschäftsführer Axel Herr gesprochen, dessen Aussagen in Bezug auf den Preispolitik und dem GC-Launch eine klare Sprache sprechen. Sein primäres Statement ist, so die Meldung, dass der GameCube für den bevorstehenden Launch mit einem Preis von 249 Euro im Handel bestens platziert sei. Darüber hinaus sei bei diesem Preis die bisher höchste Marge in der Geschichte Nintendos geboten. Weiter führt Axel Herr an, dass die geplanten Marketingaktionen, die ein Budget von knapp 21 Millionen Euro vorweisen, mit dem Launch des Cubes einhergehen werden und man in diesem Fall absolut davon absehen könnte, auf die potentielle Marge zu verzichten. Sollte man dennoch anderer Auffassung sein, und die Geräte unter Preis anbieten, was letztlich der Profilierung dienen würde, der sei – so Herr – völlig falsch beraten. Unterm Strich würde es nur Frustration bei den Kunden hervor rufen, wenn die Konsole zwar zum Start noch günstiger angeboten würde, dann aber die Preise wieder auf Originallevel gesetzt werden.
Interessant ist hierbei auch die Ausführung, die Axel Herr in Sachen Microsoft und deren verfehlten Start MCVOnline mitgeteilt hat. In diesem Falle habe Microsoft bewiesen, dass der Konzern nicht über die nötigen Kenntnisse des Handels verfügt und somit der schwere Start vollkommen zu Microsoft’s Lasten geht. Preise gestalten sich aufgrund von Angebot und Nachfrage – aber hier hätte man, so Herr, bereits im Vorfeld die falschen Wege beschritten. In einer weiteren Aussage greift Herr auch den tatsächlichen Preis von 479 Euro für die X-Box auf und sagt, dass eine Konsole auch etwas kosten darf – aber der Verbraucher ist das Zünglein an der Waage. Und so wie sich der Start der X-Box gezeigt hat, so Herr weiter, habe sich der Launch „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ präsentiert.
In jedem Fall geht hier klar hervor, dass man sich bei Nintendo wohl Gedanken gemacht hat, unter Zugrundelegung des X-Box Launches und man versucht im Vorfeld, eventuelle Gleichheiten zu unterbinden. In wie weit das aber letztlich stattfinden wird, oder auch nicht, wird sich am 03. Mai 2002 zeigen.

Van_Helsings Meinung:
Harte Worte .. aber klare Aussagen! Unterm Strich wurde hiermit wieder einmal bewiesen, dass andere – in dem Fall die Konkurrenz – klar sagen und begründen konnte, was mögliche Uraschen für den Fehlstart der X-Box sind. Vor allem sollte man hierbei dann nicht vergessen, dass Nintendo einen gewissen „Erfahrungsschatz“ mitbringt – nicht nur aufgrund der Marktpräsenz sondern auch aufgrund von eigenen Fehltritten, die man in der Vergangenheit gemacht hat. Man braucht sich hier ja nur an die Erfolge des SNES erinnern und dann das schwere und nur mittelmäßig erfolgreiche N64-Konzept. Aber damit sind die Aussagen fundiert und man weiß nur zu gut, wovon man spricht. In diesem Fall gehe ich dann auch so weit, dass, wenn Nintendo nicht ganz daneben tritt, sie hier nun alle Trümpfe in der Hand haben und an die erfolgreichen SNES-Zeiten anknüpfen können. Ob dem so ist, werden wir ab dem 03. Mai zweifelsohne erfahren. Aber am Preis, das kann man auch schon festhalten, wird es bei möglichen Problemen dann sicherlich nicht liegen.

Quelle: www.mcvonline.de

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