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Nintendo in Währungsturbulenzen


1 Bilder Nintendo in Währungsturbulenzen
Mitten im aussichtsreichen Kampf um Platz Zwei in der Next-Generation Konsolenwelt bringen nun unerwartetete Umstände Nintendo möglicherweise in Schwierigkeiten, die zur Abwechslung mal überhaupt nichts mit Erfolg oder Mißerfolg der Mitbewerber PS 2 und XBox zu tun haben. Die heimische Währung ist es, die auf dem besten Wege ist, Big N sämtliche Vorhersagen und Bilanzen ungeachtet der tatsächlichen Verkaufserfolge zu verhageln! Nachdem im letzten Geschäftsjahr nicht nur die geschäftlichen Erfolge, sondern auch die Kombination von starkem Dollar und schwachem Yen erheblich zum Ergebnis beigetragen hat, basieren die aktuellen Planungen für das Geschäftsjahr 2002/03 auf einem Wechselkurs von 130 Yen für einen Dolla.

Dummerweise hat sich die Realität inzwischen längst von Nintendos Vorhersagen verabschiedet, inwischen dümpelt der Dollar bei nur noch 115 Yen, Tendenz weiter fallend. Bitter für den Videospielriesen, der sein Geschäft wie kein zweiter internationalisiert hat und inzwischen mehr als zwei Drittel seiner gesamten Einnahmen auf Dollarbasis in den USA und Europa erzielt. Gleichzeitig sinkt auf Yenbasis zudem noch der Wert von Nintendos milliardenschwerem Auslandsbesitz und die kurzfristige Finanzplanung gerät ins Wanken, seit Januar ist der Börsenwert des Unternehmens dementsprechend auch schon um 35% gesunken. Einige Analysten erwarten trotz des starken Nintendo Line-Ups mit Titeln wie "Mario Sunshine", "Legend of Zelda" oder "Pokemon Ruby" und "Pokemon Saphire" für den GBA, das der japanische Videospielriese möglicherweise mehr als die Hälfte seiner prognostizierten Gewinne verlieren wird und wahrscheinlich in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2002/03 sogar in die roten Zahlen rutschen wird!

HALLofGAMEs Meinung:
Das ist natürlich besonders bitter, wenn man im eigentlichen Business gut unterwegs ist und einem dann äußere Umstände, die man überhaupt nicht beeinflussen kann, den Erfolg kaputtmachen. Und dann spielen dummerweise genau diese Umstände auch noch Microsoft, dem Rivalen aus dem Dollarraum in die Hände. Nun, zumindest in einem kann man sich bei Nintendo wie es aussieht ziemlich sicher sein: So tief, daß die Microsoft-Konsole im Windschatten der Dollarschwäche Japan erobern kann, wird der Dollar dann wohl doch nicht fallen!

Quelle: www.gamesindustry.biz

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