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Interplay: Verluste explodieren


1 Bilder Interplay: Verluste explodieren
Interplay kommt nicht zur Ruhe, erwartungsgemäß spiegeln jetzt auch die überraschend schlechten Geschäftszahlen das innere Chaos bei dem einstigen Vorzeigeunternehmen der Branche. Sowohl die jetzt vorgelegten Zahlen für das 4. Quartal, als auch die Gesamtzahlen für das Geschäftsjahr 2001 dürften Interplays Aktionäre noch ein Stück weiter in die Verzweiflung treiben. Nachdem bereits im Geschäftsjahr 2000 ein Verlust von 12,1 Millionen Dollar verkraftet werden musste, ist er in 2001 auf nunmehr 46,3 Millionen Dollar förmlich explodiert! Pro Aktie machte die Company damit einen Verlust von 1,22 Dollar, was mittlerweile fast dem siebenfachen Wert einer Interplay- Aktie entspricht, die zum Pennystock mutiert bei 18 Cent rund um ihr Jahrestief hin- und herdümpelt.

Insgesamt konnte Interplay mit nur noch 10 veröffentlichten Spielen im Geschäftsjahr 2001, überwiegend ertragsschwächere PC-Spiele, lediglich 57,8 Millionen Dollar Einnahmen generieren, womit sich der Einnahmefluß im vergleich zum Vorjahr mit minus 45% fast halbiert hat. Zu allem Überfluß hatte Interplay nicht nur unter zuwenigen Veröffentlichungen mit geringer Gewinnmarge zu leiden, sondern musste ausserdem auch noch Vivendi finanziell entgegenkommen. Die Franzosen fungieren inzwischen als Nordamerika-Distributor für Interplay.

HALLofGAMEs Meinung:
Kein Wunder das bei all den inneren Querellen und Problemen die Spieleentwicklung auf der Strecke bleibt. Und bei allem Mitleid muß ich sagen, da hört sich der Spaß dann auf! Wer nicht mehr in der Lage ist, seinem eigentlichen Geschäft vernünftig nachzukommen, hat meiner Meinung nach seine Existenzberechtigung verloren! Natürlich läuft nicht immer alles rund, gerade dann wenn man in Schwierigkeiten gerät und noch dazu in einer halbfeindlichen Übernahme (Titus) plötzlich einen neuen ungeliebten Besitzer bekommt. So weit, das man das Publikum mehr mit internen Nachrichten unterhält als mit guten Spielen, darf es aber auf keinen Fall kommen. Schade drum, denn Interplaygames hatten meist iihr ganz eigenes Flair, das sie wohltuend vom Mainstream abhob.

Quelle: www.gamasutra.com

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