Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Gnadenfrist für Kalisto


1 Bilder Gnadenfrist für Kalisto
Wie seinerzeit berichtet hatte der französische Entwickler Kalisto, bekannt durch die "Nightmare Creature" Serie, Mitte Februar einen Insolvenzantrag stellen müssen (siehe auch: http://www.gamezone.de/news_detail.asp?nid=7570&nf=&rand=1203001818 ). Zuvor war ein Refinanzierungsplan von der Börsenaufsicht abgelehnt und die Aktien des Unternehmens vom Pariser Nouveau Marché worden. Was wie das Ende von Kalisto aussah, nahm wie nun bekannt wurde, eine überraschende Wendung. Das Handelsgericht in Bordeaux war offenbar weniger kritisch als die Börsenaufsicht des französischen Pendants zum Neuen Markt und verschaffte den Spieleentwickler eine sechsmonatige Gnadenfrist. In dieser Zeit soll das stark defizitäre Unternehmen, das für das Geschäftsjahr 2001 nach wie vor mit 23 Millionen Euro Verlust rechnen muß, einen Finanzinvestor, bzw. einen Käufer finden.

Beaufsichtigt wird das Ganze in dieser Zeit vom Handelsgericht Bordeaux, was das schwierige Unterfangen aber nicht erleichtern dürfte. Schließlich scheint die erste Garde der französischen Spieleriesen an einer Übernahme oder Beteiligung nicht interessiert zu sein. So will Infogrames zwar sinnvolle Umstrukturierungsmaßnahmen zur Rettung von Kalisto unterstützen, einem möglichen Kauf des Entwickler hat man aber bereits eine deutliche Absage erteilt. Branchenkenner erwarten, das auch UbiSoft kein Interesse zeigen dürfte. Auch von Vivendi, dem dritten französischen Publisher von Rang dürfte keine Entlastung zu erwarten sein. Unabhängig von den Vorgängen um Kalisto hat Vivendi bereits vor einigen Wochen das Ende seiner umfangreichen Zukäufe bekannt gegeben, der Riese hat inzwischen genug Konsolidierungsbedarf im eigenen Imperium.

HALLofGAMEs Meinung:
Die ersten beiden Nightmare Creatures Teile haben mir nicht sonderlich gefallen, die Bilder zum anstehenden dritten Teil gefallen mir dagegen schon ganz gut. Trotzdem könnte ich auch Kalisto (und einige andere französische Firmen) leben. Dennoch wünsche ich Kalisto in dieser schwierigen Lage viel Glück und ein Happy End, schließlich ist Vielfalt in der Videospielewelt wichtig. Vielleicht sollte man mal über den französischen Tellerrand hinausschauen, anderswo auf der Welt gibt es immerhin einen sehr reichen Mann, dessen Company für exklusive Inhalte inzwischen gerne den einen oder anderen Dollar springen lässt!

Quelle: www.mcvonline.de

e_gz_ArticlePage_UC_Spiele