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GBA-Spiele nun auch in koreanisch


1 Bilder GBA-Spiele nun auch in koreanisch
Es ist noch gar nicht so lange her, dass auch unsere koreanischen Zocker-Kollegen auch auf den Spielgenuss mit dem GBA zurückgreifen können. Etwa vor drei Monaten wurde Nintendo’s Handheld erst in Korea eingeführt. Wenn die genannten Zahlen stimmen, die hier von Gamepro aufgeführt werden (wobei ein Grund zu zweifeln nicht gegeben sein dürfte), dann zeigt sich diese Einführung aber bis heute recht erfolgreich. Immerhin 100.000 GBA’s sind in den vergangenen drei Monaten über die Ladentheken gegangen und auch der Spieleverkauf zeigt sich da wohl im Sinne von Nintendo. So heißt es, dass man zwischenzeitlich ca. 200.000 Spiele absetzen konnte. Um aber den Spielverkauf und damit auch weitere Handhelds abzusetzen, geht Nintendo für den koreanischen Markt eigene und vor allem neue Wege. Erstmalig in der Nintendo-Geschichte werden die GBA Spiele in koreanisch ausgeliefert. Die ersten beiden Titel in dieser Riege werden aus der Pokémon Reihe sein und hier konkret die Gold- und Silberedition. Veröffentlicht werden die Titel in Korea am 24. April 2002. Einen interessanten Aspekt, welcher wohl auch dem Vorhaben, die Spiele auch auf koreanisch zu veröffentlichen zu Grunde liegt, weist Ken Toyoda, ein Nintendo Pressesprecher auf. Demnach sei wohl einer der Gründe, die Spiele auf koreanisch zu veröffentlichen, dass man hiermit der Softwarepiraterie ein wenig entgegen wirken könne. Wie bekannt sei dürfte, ist gerade der koreanische Markt prädestiniert für Piraterie, wie hier auch schon in diversen News veröffentlicht worden ist, und grundlegend gilt das nicht nur bei Videogames. Aus diesen ja allseits bekannten Gründen zeigen sich auch speziell die großen Hard- und Software-Hersteller in Japan sehr vorsichtig, was die grundsätzlichen Veröffentlichungen von Hard- und Software in Korea angeht. Neben dem Wunsch mit diesem Vorgehen der Piraterie entgegen wirken zu können, hofft man auch, dass man erreicht, dass das Urheberrecht mehr Beachtung und Verständnis in Korea findet und man so zukünftig die Anzahl der Raubkopien nach unten korrigieren kann. Abschließend gab man noch bekannt, dass aufgrund dieses Problems Nintendo leider noch keine Pläne bekannt geben kann, wann dann definitiv auch der GameCube in Korea Einzug halten kann.

Van_Helsings Meinung:
Zunächst mal denke ich, dass es für die ehrlichen Zocker in Korea durchaus eine willkommene „Geste“ ist, dass künftig GBA-Spiele in deren Landessprache zu bekommen sind. Wenn ich jetzt aber auf die Piraterie eingehe, dann frage ich mich, ob das wirklich ein guter Schachzug ist. Mag sein, dass man dann nicht mehr zwingen die japanischen Originale als Kopie in den Umlauf bringt, aber grundlegend ändern wird sich da wohl eher nichts. Ein simples Beispiel ist ja auch die Tatsache, dass es selbst hier in Deutschland genügend Zocker gibt, die auch japanische Spiele ihr eigen nennen. Jetzt fragen sich bestimmt einige, in welchem Zusammenhang das steht? Nun, das ist ganz einfach: wenn man sich vordergründig nicht an der Sprache stört, bzw. diese nur als minimalen Teil des Spiels selbst betrachtet, dann spielt man auch ein japanisches Spiel. Aufgrund der Spielinhalte erklärt sich das meiste ohnehin von selbst. Ich denke, man macht es den Koreanern damit sogar vielleicht leichter, passende Kopien dann effektiver auch unter das eigene Volk zu bringen.

Quelle: www.gamepro.com

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