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Das Ziel bei Videospielen: Online-Communities


1 Bilder Das Ziel bei Videospielen: Online-Communities
Online-Gaming ist allseits kein unbekannter Begriff mehr und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Was bisher den PC-Spielern weitestgehend allein vorbehalten war, breitete sich doch dann auf die Bereiche der Dreamcast aus und ist auch für die Next-Generation-Konsolen (PS2/3, GameCube und X-Box) ein absolut wichtiges Thema.
So wurde nun unlängst auf dem "Think.Tank-Kongreß" der "Milia 2002 in Cannes" zu einer Gesprächsrunde zum Thema Online-Gaming geladen. Teilgenommen haben u.a. Phil Harrison von Sony Computer Entertainment Europe, Michel Cassius von Microsoft, Jason Rubin von Naugthi Dog, Nicolas Metro von Ubi Soft und Keith Russel von Diskreet. Aufgefallen ist allerdings, das gerade zu diesem wichtigen Thema ein Vertreter von Nintendo fehlte. Warum ist allerdings nicht bekannt.
In dieser Gesprächsrunde wurde festgehalten, das nicht die erhöhte Grafikleistung eine gewichtige Rolle spielt, sondern die Einführung der Online-Fähigkeit selbst. Ganz klares Vorbild hierbei ist die Etablierung im PC-Bereich. Eine hierzu interessante Aussage wurde seitens Jason Rubin (Naughti Dog) getroffen. Zitat: "Technisch gebe es noch viel zu tun, bis Online-Spiele mit über 500 Teilnehmern so gut aussehen wie "Ultima Online" wie "GTA 3" für die PS2; Grafikpower allein definiere aber nicht den Schritt zur nächsten Generation". Darüber hinaus verwies Rubin auf die Erfolge von Games wie "Everquest" oder "Dark Age of Camelot", die letztich durch ihre Communities zu diesen Spielgrößen geworden sind. Wichtig hierbei für Rubin auch, das die Gemeinschaften neue Spielinhalte kreieren, was das Online-Gaming erst richtig interessant mache. Dabei sehe er aber auch ein gewisses Problem... denn was auf dem PC schon "Usus" ist, würde sich auf den Konsolen als schwierig darstellen. Hierbei warf Phil Harrison von Sony gleichfalls ein, daß man bei der Entwicklung der PS3 sorgsam daraufachten werde, das ein "Content-Creation-Tool" dem Spieler gut und vor allem schnell zur Verfügung stehe.

Weiterhin angesprochen worde ist die Überlegung, ob die Hersteller sich nicht neuen Geschäftsmodellen zuwenden. Überlegt habe man, ob etwa der Kunde nicht wie wie üblich einmal beim Kauf des Spiels bezahlt, sondern für jedes Spiel eine kleine Summe bezahlt werden muß. "Pay-per-Play-Methode" soll dieses System heißen, wird aber vom Einzelhandel mehr als nur kritisch beäugt. Immerhin würden sich so Verluste beim Spieleverkauf einstellen. Zu welchem Ergebnis man hier letztlich kommen wird, bleibt abzuwarten.
Nachzulesen unter folgendem Link:

http://www.heise.de/newsticker/data/nij-05.02.02-001/

Ferner erhält man einen Verweis über o.g. Link, der einem Einblick zur/über die Milia 2002 gewährt. Ein Blick lohnt sich da in jedem Fall!

CharLus Meinung:
Meiner Meinung nach hat man die Zeichen der Zeit klar erkannt und bewegt sich in die richtige Richtung. Und das Grafikleistung allein nicht wirklich der Schlüssel zum Erfolg in der Zukunft der Videospiele ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Ich denke aber auch, das nicht nur technisch gesehen die Möglichkeiten ausgereift werden müssen. Konkret müßten Veränderungen im Übertragunsbereich bzw. bei der Übertragungsgeschwindigkeit vollzogen werden und auch die Kosten müßten tragbarer sein. Wenn man jetzt aber davon ausgeht, das die Hersteller Sony, Mircosoft, usw. kontinuierlich an der Online-Entwicklung dran bleiben, düfrte sich auch in diesem Bereich etwas tun. Langfristig gesehen bleibt erst einmal abzuwarten, wie die Entwicklungen der einzelnen "Häuser" weitergehen und welche Pläne konkret umgesetzt werden. Auf alle Fälle darf man gespannt sein!

Quelle: www.heise.de

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