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CeBIT: Hintergründe und Aussagen zu PS2-Konsolen-Ausschluß


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Normalerweise sogt – wie allseits bekannt – die CeBIT eher mit technischen Neuerungen und Elektronik-Updates für Schlagzeilen. Am gestrigen Sonntag allerdings gesellte sich eine neue Form der Berichterstattung von / über die CeBIT dar, welche auch hier bereits bekannt gegeben worden ist: http://www.gamezone.de/news_detail.asp?nid=8286&nf=&rand=1803010400
Bisher waren die darüber bekannten Meldungen eher spärlich gehalten und man konnte nur mutmaßen. Allerdings kann man in dem Zusammenhang auch sagen, dass die Mutmaßungen mehr als nur zugetroffen haben. Die Bestätigung wurde u.a. auch durch die Veröffentlichung des Links auf die Chip.de Seite bestätigt (siehe die Kommentare zu der o.g. News) und nun gesellt sich auch eine sehr ausführliche Berichterstattung auf heise.de dazu. Wie zu vermuten war, war Microsoft definitiv Urherber einer Beschwerde über Sony und das Resultat, „Game over für die PS2 auf der CeBIT“ war die Folge. Gesamt waren 27 Konsolen aufgestellt. Ausschlaggebender Grund für die Beschwerde seitens Microsoft war die „Missachtung“ der CeBIT Normenklatur. Diese beschreibt die „Regeln“, welche die Aussteller für die Messezeit und ihren Auftritt zu beachten haben. (Aus eigener Erfahrung kann ich dazu sagen, dass diese Auflagen und Richtlinien mehr als umfangreich sind.) Grundlegend sei wohl allseits unter den Ausstellern bekannt, dass sich die CeBIT ausschließlich ohne die Unterhaltungselektronik zeigt und von daher z.B. Spielgeräte, gleich welcher Art, kein Inhalt auf de CeBIT sein dürfen. „Die CeBIT ist grundsätzlich eine Business-Messe und Profi-Veranstaltung, entsprechend ist die Normenklatur formuliert“, sagte Messe-Sprecher Detlev Rossa als Begründung für die Annahme der Beschwerde gegen Sony. Wie auch schon erwähnt wurde, schuf man eigens für den Unterhaltungselektronikbereich die CeBIT Home, die aber nur mäßigen bzw. gar keinen Erfolg vorzuweisen hatte und inzwischen auch eingestellt ist.
Nun ist seit gestern von der gesamten Sony-Fläche ( mehr als 2.000 qm²) der 100 qm² große Bereich, auf dem die PS2 ausgestellt wurde, mit roten Bändern abgesperrt und Hinweisschilder bitten die Besucher um Verständnis.
Zu den Vorfällen äußerten sich nun auch u.a. Sony-Sprecher Udo Freialdenhofen. Er bezieht sich darauf, dass die PS2 – wie schon bekannt – in den letzten beiden Jahren gleichfalls gezeigt wurde, Microsoft zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht mit der X-Box vertreten gewesen sei. Man habe versucht sich gütlich zu einigen und hat entsprechende Vorschläge unterbreitet. Allerdings sind diese ohne jegliche Überlegung abgelehnt worden. Zitat von Freialdenhofen: „Der Beschwerdeführer hat sich keinen Millimeter bewegt“.
Natürlich hat sich Microsoft Sprecher Frank Mihm gleichfalls zu den Vorfällen geäußert. So sagte er, dass Sony sich nun wohl als Opfer bzw. „in der Opferrolle“ sieht und Microsoft als „böse hingestellt“ wird. Man hatte für Microsoft, um einen entsprechenden Vergleich bzw. einem entsprechenden Gegenvorwurf aus dem Weg zu gehen, im Vorfeld den CeBIT Auftritt ausgiebig besprochen und erklärt, dass man auf Präsentationen der X-Box verzichtet, bzw. – wie bekannt – nur in Glaskästen ausstellt. Auch sagte Mihm, dass man für eine Ausstellung bzw. eine Demonstration keine 27 Konsolen brauchen würde. Man hätte selbst gerne auch die X-Böx größer präsentiert, was man aufgrund der Normenklatur nicht getan hat und damit keinen Verstoß vollzogen hat.
Allerdings hat dieser Vorfall jetzt auch dafür gesorgt, dass man sich seitens der Deutschen Messe AG in Hannover sowie der Aussteller-Beirat Gedanken um die Normenklatur machen wird und eventuelle entsprechende Änderungen in die bestehenden Auflagen bringen wird. Messe-Vorstand Ernst Raue gab dazu in einem kurzen Statement bekannt, dass man doch dem Faktum nachgeben müsse, dass Telekommunikations-, PC- und Multimedia Elemente mehr und mehr zusammen wachsen und nicht mehr – wie vor wenigen Jahren noch – klassisch getrennt werden können.
Neben diesen Informationen packte heise.de noch ein paar interessante Fakten dazu. So bezeichne man den Vorfall als nur einen „weiteren Aspekt“ in dem schon lang herrschenden Konsolenkampf. Man stütz sich dabei auf Aussagen, die von der Marktforschungsfirma „Dataquest“ getroffen worden sind. So nimmt man Bezug auf die Prognosen für das laufende Jahr. Demnach heißt es, dass man einen Zuwachs von 29 Millionen Einheiten auf dann knapp 49 Millionen verkaufte Konsolen erwarten darf. Allerdings sei der Konsolenmarkt gesamt ein Minus-Geschäft! Reiner Profit könne nur über die jeweilige Software erzielt werden. Wie auch hier schon berichtet wurde, sieht man da auch die Chancen von Microsoft, entsprechendes Terrain zu gewinnen, eher als gering. Sony würde bzw. wird weiter dominieren und auch Nintendo habe nicht viel seitens Microsoft zu verlieren, so die Aussagen. Interessant in dem Zusammenhang auch die Aussage von Bruno Bonnell, Chef von Software-Riese „Infogrames“; Zitat: „Ich erwarte von der Xbox nicht, dass sie auch nur annähernd den Erfolg der Play Station 2 erreichen wird“.
Man darf in jedem Fall gespannt sein... vor allem darauf, wie die Entwicklung gesamt für alle drei Konzerne weitergehen wird und vor allem auch, wie man sich in Sachen CeBIT entscheiden wird.

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