Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Space Station Silicon Valley: Crazy Horst!!! - Leser-Test von fabomat


1 Bilder Space Station Silicon Valley: Crazy Horst!!! - Leser-Test von fabomat
Spacestation: Silicon Valley

Obwohl eigentlich ja ausschließlich Rare für innovative Titel auf dem N64 zuständig ist, hat sich auch DMA an ein solches Projekt gewagt und Take 2 tat gut daran dieses Spiel zu vertreiben, denn mit Silicon Valley schufen kranke Spiele-Designer den wohl skurril-genialsten Titel den es auf dem Nintendo 64 je gegeben hat.
Aber von Anfang an:
Zur Zeit der Medien- und Spaßgesellschaft erbauen einige reiche Menschen also eine Weltraumstation, die Massen von Touristen alleine mit computergesteuerten Tieren beglücken und noch einmal etliche Summen von Geld einbringen soll. Ein High-Tech Zoo sozusagen. Disney World für Größenwahnsinnige...
Dummerweise gibt es beim Abschuss ins All einige Komplikationen und die gigantische Raumkapsel verschwindet spurlos.

Wir befinden uns jetzt im Jahr 3000. Die Welt hat sich nicht großartig verändert (sie ist immer noch genauso seltsam), doch es gibt ein zur Zeit ein ziemlich großes Problem. Eine riesige Raumkapsel steuert direkt auf die Erde zu und lässt sich durch scheinbar nichts vom Weg abbringen. Zum Glück gibt es ja Helden wie Dan Danger und Roboterhelfer wie dich, Evo, die man mieten und zu solchen Himmelfahrtskommandos schicken kann.
Doch schon beim Anflug auf die Spacestation ergeben sich unlösbare Probleme in Form von einem Meteoridenschwarm und das Duo stürzt fast ungebremst in das erste Level; eine vom Klima her gemäßigte Landschaft ohne wirklich gefährliche Tiere. Dan Danger steckt nun im Raumschiff fest und Evos (also deine) Körperteile sind auf der ganzen Station verteilt (sehr logisch), was den Chip, der für Evos (also dein) Gehirn zuständig ist, dazu zwingt erst einmal Kontrolle über einen Robothund zu übernehmen.

Natürlich ist dein primäres Ziel deine Körperteile wiederzufinden, wofür du beachtliche 30 Levels durchstreifen musst. Damit man sich nicht ewig mit diesem minderwertigen Hund abzugeben hat, kann man über jedes Tier, dass man zur Strecke bringt, mit einem Druck auf die R-Taste selbst die Kontrolle übernehmen. Das ist aber nicht ganz einfach, da in den 3000 Jahren Abwesenheit eine Art Evolution stattgefunden hat, die jede Spezies mit jeweils zwei besonderen Fähigkeiten ausgestattet hat, die sich sinnigerweise mit a und b steuern lassen. Diese Fähigkeiten sind je nach dem mehr oder weniger nützlich (vgl. Superhund: Raketenwerfer & Schaf: „Mäh“ machen). Auf jeden Fall bringt genau diese Möglichkeit den meisten Spaß im Spiel. Denn die Kontrolle über insgesamt 45 Spezies übernehmen zu können, bringt schon eine ganz schöne Auswahl mit sich.
Bis auf das bereits erwähnte gibt es zu der Steuerung nicht viel mehr zu sagen. Der Controll-Stick lenkt sämtliche Bewegungen, mit Z zoomt man direkt hinter das Tier zu einer Art Egoperspektive (was dann scheinbar später von einem gewissen Miyamoto kopiert wurde – siehe Zelda ;)) und die C-Tasten sollen einem helfen die Kameraperspektive zu justieren. Wobei wir auch gleich bei einem der Hauptkritikpunkte wären. Denn das Justieren der Kamera ist meiner Meinung nach viel zu oft und viel zu intensiv nötig. Wo man bei besagtem Zelda nur leicht nachhelfen muss, da ist bei Silicon Valley eine aufwendige Prozedur der Tastenbearbeitung nötig, weil sich der imaginäre Kameramann an manchen Gegenständen regelrecht verharkt. Den vollen Überblick hat man selbst danach meist nicht, aber da muss man wohl dann sein volles Koordinationsvermögen spielen lassen.
Ansonsten hat das Gameplay durch die übersichtliche Steuerung und die vielfältigen Levelgestaltungen aber auch viele Positive Aspekte. Die Sprungpassagen lassen sich mit ein wenig Übung alle knacken und die Rätsel sind teilweise zwar happig und unlogisch, aber auch da kann man noch einiges reißen, wenn man sich mit den jeweiligen Stellen intensiver auseinandersetzt.

e_gz_ArticlePage_Default