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Sonic Adventure 2: Brennende Sportschuhe - Leser-Test von Leitwolf


1 Bilder Sonic Adventure 2: Brennende Sportschuhe - Leser-Test von Leitwolf
Aufgrund technischer Gründe und kommerziellem Misserfolg der jeweiligen Konsolen wurde er leider beendet, der wohl größte Wettkampf der Spielegeschichte: Schnauzbartträger Mario und der Geschwindigkeitsfanatische Igel Sonic haben sich schon seit Mega Drive und NES ein heißes Duell um den ersten Platz im Jump & Run Genre geliefert. Wenn man sich die aktuellen Verkaufszahlen und Spieletitel ansieht, dann erkennt man leider schnell dass Nintendos mopelliger Handwerker Mario die Oberhand gewonnen hat. Das liegt zwar zum einen daran dass in letzter Zeit nur noch alte Sonic Titel recycelt wurden und die Qualität der Spiele schwankte, aber der Hauptgrund ist der Bekanntheitsgrad des blauen Igels. Zwar wurden dem Igel mehrere Tv-Serien gespendet aber für die dürfte sich kaum einer interessiert haben, denn wie viele Leute haben überhaupt die alte Mega Drive oder Dreamcast Titel gespielt?
Kaum einer hat sich für Segas Konsolen interessiert, was den Untergang der Dreamcast und eines Helden bedeutet hat.
Dass die Sonic Spiele jedoch problemlos mit den Mario Titeln konkurrieren könnten wurde sehr gut
im Jahre 2001 mit "Sonic Adventure 2" gezeigt. Der Nachfolger von "Sonic Adventure", welches ebenfalls auf der Dreamcast erschienen ist, gehört mitunter zu den erfolgreichsten Spielen für die Dreamcast und ist sogar heute noch als leicht aufpolierte Version für den Gamecube erhältlich.

In "Sonic Adventure 2" übernehmt ihr nicht nur Kontrolle über den blauen Igel "Sonic" sondern auch über den Rest des Teams und die komplette böse Seite. Ganz recht, ihr dürft euch dieses Mal entscheiden ob ihr mit den guten oder den bösen Jungs loszieht. Das macht spielerisch jedoch keinen großen Unterschied. Einzig die Levels und die Perspektive der Story sind anders. Jede Seite hat 3 Mitgliede welche jeweils für einen anderen Spielmodus stehen. In den Sonic Missionen müsst ihr ganz klassisch möglichst schnell ans Ziel kommen, während ihr mit Rotschopf Knuckles gemächlich Schätze suchen und mit Tails möglichst viele Gegner auseinandernehmen müsst. Die böse Seite hat wie gesagt schon drei Gegenstücke, welche sich jedoch nur rein äußerlich von den guten unterscheiden.

Diese Mal dreht sich alles um Sonics bösen Klon "Shadow", der mit der Macht eines Kristalls die ganze Welt terrorisiert. Das hat gravierende Folgen für Sonic, denn die gesamte Erdbevölkerung hält ihn für "Shadow" und hetzt ihm prompt das Militär auf den Hals. Obendrein schließt sich "Shadow" auch noch der fiese Dr. Eggman an. Glücklicherweise kann Sonic auf seine Freunde Knuckles und Tails zählen. Die einzige Möglichkeit "Shadow" zu stoppen besteht darin, einen anderen mächtigen Kristall zu finden. Doch Leider zerschmettert Dr. Eggman letzteren in unzählige Stücke. Ein rasanter Wettlauf um den mächtigen Kristall entbrennt.

Wie schon oben erwähnt könnt ihr euch entscheiden mit welcher Partei ihr das Spiel bestreitet. Insgesamt warten 30 Missionen auf euch. Das klingt zwar nach viel, aber die Missionsdauer reicht von 2-15 Minuten, was insgesamt recht mager ist. Um euch aber ein bisschen länger vor der Flimmerkiste zu halten, hat sich Sega etwas einfallen lassen. Zum einen der Multiplayermodus, auf den ich später noch einmal zurückkomme und die "Chaos".
Während eines Levels könnt ihr einen sogenannten "Chao-Schlüssel" aufsammeln, welcher euch Eintritt in den Chao Garten ermöglicht. Nach bestehen des Levels werdet ihr automatisch in den Garten gebeamt. Dort findet ihr zu Beginn zwei Eier vor, welche die besagten Chaos enthalten. Sind diese einmal geschlüpft, dann müsst ihr euch ganz nach alter Tamagochi Manier um diese kümmern.
Das gestaltet sich ziemlich umfangreich. Je nachdem wie ihr euer Chao behandelt, entwickelt es sich auch. Ihr könnt es zum Beispiel streicheln, füttern oder nach belieben in die Ecke werfen.
Während eines Levels findet ihr auch jede Menge Items, welche ihr an euer Chao weitergeben könnt.
Da wären zum Beispiel die Energieröhren, mit denen ihr die Attribute der Chao steigert und zum anderen Tiere, welche den Chao bestimmte Körperteile leihen. Wenn ihr eurem Chao beispielsweise ein Einhorn bringt, dann kriegt euer Chao ein Horn und bei einem Tiger putzige Tigerohren. Ihr könnt es aber auch in die Schule bringen, wo eurem Haustier jede Menge neuer Kunststücke beigebracht werden. Wenn ihr euren Chao für taff genug haltet, dann könnt ihr mit ihm in die Arena steigen und ihn beispielsweise in den Ring schicken. Diese Minispielchen sind ganz nett und können eine enorme Menge Zeit totschlagen. Aber sicherlich ist dieses Chao Feature nichts für jedermann und deshalb widmen wir uns jetzt dem Hauptteil des Spiels.
Das Prinzip jeder Mission ist gleich: Möglichst schnell das Ziel erreichen und dabei so viele Ringe wie Möglich einsammeln. Am Ende jeder Mission wird euer spielerisches Können bewertet, was aus Spielzeit und gesammelten Ringen zusammengezählt wird.
Generell lohnt es sich die goldenen Ringe einzusammeln, denn anders als bei Genrevertretern habt ihr keine Energieanzeige. Solange ihr einen Ring bei euch habt, könnt ihr nicht sterben. Wenn ihr jedoch einmal getroffen werdet, dann verliert ihr alle Ringe und solltet diese dann schnellstens wieder einsammeln.
Ab und an trefft ihr auch auf einen Bossgegner, der aber mit der richtigen Strategie ganz geschmeidig erledigt werden kann.

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