Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Soldiers of Anarchy im Gamezone-Test


1 Bilder Soldiers of Anarchy im Gamezone-Test

Na, auch auf der Suche nach einer völlig neuen Spielidee? Eine wie es sie bisher noch nie gab? Am besten mit Soldaten die man anklicken und durch die Gegend schicken kann, mit verschiedenen Waffensystemen und Fahrzeugen und einer frei drehbaren Kamera für die totale Freiheit des Spielers. Wenn wir das Ganze dann noch in eine fiktive Zukunft legen, in der aber mit heutigem Kriegsmaterial gekämpft wird, dann sind wir diesem Ziel schon ziemlich nahe, oder etwas nicht?

Ihr merkt schon, bei diesem Titel handelt es sich um eine inzwischen hundertfach aufgekochte Spielidee die mit keinerlei Neuerungen aufwarten kann. Dafür aber ist das was geboten wird ziemlich handfeste Hausmannskost mit gehobenem Schwierigkeitsgrad. Bis zu zwölf Mann hoch kann unsere Einheit werden, die wir durch das Kriegsgebiet scheuchen. Jeder der Soldaten und Soldatinnen besitzt durch seine Ausrüstung ganz spezifische Eigenschaften und Fähigkeiten, die sinnvoll eingesetzt werden wollen. Leider gestaltet sich das Missionsdesign nicht immer ganz so sinnvoll und lässt den Spieler mitunter ziemlich ratlos in der Pampas stehen. Meist jedoch kämpft man mit dem heftigen Schwierigkeitsgrad, der einen keine Mission ohne deren genauen Eckpunkte zu kennen schaffen lässt. Dafür wurden einige Missionen nicht linear gestaltet, je nach unserer Leistung also verzweigt sie in ein entsprechendes Unterlevel. Auch sind diese ziemlich unterschiedlich aufgebaut und wiederholen sich vom Sinn her nicht zu schnell. Trotzdem steckt hinter ihnen auch wieder nur die bekannten Missionsziele aus ähnlichen Games, bei denen es darum geht etwas einzunehmen oder etwas zu verteidigen.

Bis auf die etwas ungeschickte automatische Kamera gibt sich die Grafik von ihrer besten Seite. Einen entsprechend starken Rechner vorausgesetzt, denn die Engine ist nicht unbedingt gut optimiert worden, glänzen die Welten durch ihre Vielfalt und Detailliebe. Auch die Fahrzeuge sehen alle sehr schön designt aus, genauso wie die Soldaten und Soldatinnen, welche aber mit etwas staksigen Animationen gesegnet wurden, was dem Gameplay allerdings keinen Abbruch tut.

Da gibt sich die Soundkulisse schon puristischer, die zwar mit sehr real umgesetzten Waffengeräuschen aufwartet, dafür sonst kaum etwas zu bieten hat. So hört man, bis auf das Gequatsche der anderen Soldaten, kaum etwas. Allerdings scheint man in vielen Situationen absichtlich auf die Musikuntermalung verzichtet haben, denn selbst in den sehr gut gelungenen Videosequenzen ist kein bisschen Melodie zu hören.

Die Steuerung wurde Erwartungsgemäß auf die Maus hin optimiert, kommt aber doch nicht ganz ohne das Keyboard aus, obwohl man den Soldaten hübsche Context-Menüs spendierte. Für einen Angriff mit der Sekundärwaffe braucht man trotzdem das Keyboard. Im Großen und Ganzen kann man sie trotzdem als durchaus gelungen bezeichnen, allerdings steht man ohne das dicke Handbuch ziemlich im Wald, da einem im Tutorial bei weitem nicht alle erklärt wird.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Soldiers of Anarchy" ist ein Echtzeit-Strategiegame ohne auffällige Schwächen allerdings auch ohne jegliche Innovation. Praktisch alles aus diesem Game ist einem so oder ähnlich schon in anderen Titeln des Genres begegnet. Da der Schwierigkeitsgrad aber angenehm hoch liegt und sicher nicht für Einsteiger geeignet ist, sollten Hardcore-Freaks einmal einen Blick wagen, ob SoA nicht eine neue Herausforderung für sie darstellt. Für alle anderen Spieler gibt es in diesem Genre dermaßen viel Auswahl, dass sie kaum auf ihn angewiesen sind. Demnach dürfte dieser Titel eine ganz klar umgrenzte Zielgruppe haben, nämlich die Echtzeit-Strategen mit Sammelallüren oder solche die sich vom schwierigen Missionsdesign nicht abschrecken lassen.
Soldiers of Anarchy (PC)
  • Singleplayer
  • 7 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 6/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
Hoch detaillierte und liebevoll gestaltete Umwelt
Teilweise sehr harte Missionen
üble Kameraführung
keinerlei Innovationen
e_gz_ArticlePage_Default