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Soldier of Fortune 2: Double Helix im Gamezone-Test


1 Bilder Soldier of Fortune 2: Double Helix im Gamezone-Test

Das Söldnergemetzel kehrt zurück

John Mullins ist wieder im Einsatz. Der Mann fürs Grobe besteht im zweiten Teil des Egoshooters neue Abenteuer, welche dank neuer Grafikengine noch realistischer wirken.

Der Vorgänger dieses Spiels machte hauptsächlich dadurch auf sich aufmerksam, dass er der wohl brutalste und detailreichste Egoshooter aller Zeiten war, wenn es um das Abschießen von einzelnen Körperteilen der Gegner ging. Auch in der Neuauflage des Spiels wurde nicht mit Pixelblut gespart, nein es wurde sogar noch detailreicher in Bezug auf Kopfschüsse erweitert. Die europäische Version ist allerdings auf deutschen Systemen stark "geschnitten" nur ein Patch aus dunklen Quellen ermöglicht es die volle Brutalität des Spiels freizuschalten. Wir haben nichts gegen ein bisschen Gewalt in Computerspielen, auch nach Erfurt nicht. Was allerdings in SOF2 gezeigt wird, geht weit über die Grenzen des guten Geschmacks hinaus und ist nichts für schwache Nerven. Dieses Spiel sollte also auf keinen Fall in die Hände von Minderjährigen gelangen. Eine Indizierung ist absolut sicher.

Dabei bietet das Spiel doch ein paar neue, nicht mehr nur aufs Feinde killen ausgelegte Elemente: In diversen Stealth-Abschnitten ist das Missionsziel nur dadurch zu erreichen, wenn man nicht um sich schießt, sondern sich geschickt außerhalb des Sichtfeldes der Gegner an selbigen vorbeischleicht. Die dadurch entstehende Abwechslung ist auch einer der großen Pluspunkte des Spiels.

Dennoch sind die Missionen lange nicht so spannend und mit Liebe zum Detail designt wie wir es beim Vorzeige-Shooter "Medal of Honor" gesehen haben. Die Entwickler haben sich wohl die meiste Zeit damit beschäftigt, das Abschießen von Körperteilen so echt wie möglich darzustellen, die restlichen Grafiken und vor allem die Animationen sind dabei auf der Strecke geblieben und bieten nicht viel mehr als unteren Durchschnitt.

Die Grafik ist dank Quake3-Engine teilweise recht schön anzusehen, manche Gebäude wirken aber oft eher unrealistisch, da haben die Leveldesigner nicht ihr bestes gegeben. Als Shooterfan erkennt man sofort die verwendete Grafikengine, langsam wird es Zeit für was neues, wir zumindest haben mittlerweile genug von ID's veralteter "Grafikpracht" gesehen. Spätere Missionen im Dschungel bieten aber durchaus das ein oder andere Grafikschmankerl, gute Hardware vorausgesetzt.

Ein paar Ungereimtheiten vermiesen den Spielspaß zusätzlich: Selten sahen fahrende Autos so unrealistisch aus wie in diesem Spiel, die Verfolgungsjagd in einem Militärjeep wird dadurch mehr lustig als spannend. Außerdem gibt es oft unangenehme Clipingfehler: So kann es schon mal passieren, dass uns ein feindlicher Gewehrlauf durch eine Wand hindurch verfolgt, oder manche Gegner zur Hälfte in Kisten stehen. Auch unsere Schüsse treffen nicht immer dahin wo sie sollten, stehen wir zu dicht an einer Ecke, landen unsere Kugeln seltsamerweise im Nichts.

  • - GreenAcid"-"
  • "Soldier of Fortune 2" bietet Standard-Egoshooter-Kost, die aber lange nicht über Vergleichstitel wie "Wolfenstein" oder "Medal of Honor" hinauskommt. Die übertriebene Gewaltdarstellung ist vielleicht für manche Spieler ein Kaufgrund, wir empfanden dies, wie auch schon im Vorgänger, als einfach geschmacklos. Lediglich die Abwechslung die durch Stealthmissionen geboten wird, hält den Spieler bei der Stange und macht Lust auf weitere Missionen.
Soldier of Fortune 2: Double Helix (PC)
  • Singleplayer
  • 7,1 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
abwechslung durch Stealth-Missionen
realistische Waffen
schöne Models
teilweise Clipingfehler
ruckartige Animationen
getrenntes Multiplayerspiel
schlechtes Interface
schlechte KI
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