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Software Tycoon: Nun kann´s jeder besser machen - Leser-Test von Vilo


1 Bilder Software Tycoon: Nun kann´s jeder besser machen - Leser-Test von Vilo
Ich kann mich erinnern, dass ich früher mal auf dem "Amiga" ein ähnliches Spiel gespielt habe. Leider haperte es da an allen Ecken und Enden und so freute ich mich um so mehr auf diesen Titel. In voller Hoffnung das "destraX Entertainment" es besser gemacht hat.

Ich muss gleich dazu sagen, dass ich das Spiel mit dem Patch "Version 1.02" gespielt habe und das Spiel soll sich mit diesem ja doch noch mal um einiges gesteigert haben. Also nicht wundern, wenn dieses Review vielleicht ein bisschen von der Ursprungsversion abweicht.

Wenn man das Spiel zum ersten Mal startet, fällt einem gleich auf, dass das Spiel im Stile von "Der Planer", "Mad TV" oder "Mad News" gehalten ist. Man muss also mit seiner Spielfigur durch das Firmengebäude laufen und alle Menüs durch Klicken auf die Türen aufsuchen. Aber keine Sorge, man kann mit einem Doppelklick auch sofort dort hin springen, ohne das Laufen der Spielfigur abwarten zu müssen. Und genau wie bei den erwähnten anderen Spielen, kann man hier auch in die Zimmer der Konkurrenten gehen und dort für etwas Unruhe sorgen. Aber dazu komme ich etwas später.

Zu aller erst muss der soeben neu gegründeten Firma ein Name und ein Symbol gegeben werden. Danach legt man den Schwierigkeitsgrad fest und ob man ein freies oder ein Missionsspiel machen möchte. Danach geht es ab in's Spiel! Die Menüs, die es gibt, sind ziemlich eindeutig und man findet sich eigentlich sehr schnell zu recht. Es gibt Räume, in denen man die Angestellten einstellen und feuern kann. Außerdem kann man sie hier auch in den Urlaub oder zu einem Lehrgang schicken, um ihre Moral oder ihre Fähigkeiten zu steigern. Dazu gibt es Räume in denen man ein Spiel planen und in Auftrag geben kann. In diesem müssen dann z.B. den Programmierern, Grafikern und Komponisten die in dem Konzept erstellten Aufgaben zugeteilt werden. Außerdem muss hier festgelegt werden, wie lange z.B. die Planung wohl brauchen wird oder man kann hier sogar teilweise sein eigenes Spiel anspielen. Das angesprochene Konzept erstellt sich eigentlich auch relativ simpel. Man gibt dem Spiel einen Namen und legt dann Schritt für Schritt fest, was dieser Titel für ein Genre ist (hier können ein Haupt- und zwei Nebengenre ausgewählt werden), auf welcher Plattform es programmiert werden soll (PC, Konsole, GameBoy) und eben welche Grafik, Programmierung und welcher Sound angewendet wird. Diese können aber nicht einfach so frei gewählt werden, sondern müssen in der Forschungsabteilung erst einmal erforscht werden. Das Ganze ist dann natürlich nicht billig. Wenn man möchte kann man im Kino per Versteigerung noch eine Lizenz für seinen Titel einholen. Diese sind aber sehr teuer und dazu bekommt man erst Gelegenheit, wenn man schon relativ erfolgreich war und schon einiges an Geld auf dem Konto hat. Dafür steigert es den Verkauf des Spiels natürlich immens. Genau so, wie wenn man in der Werbeabteilung eine entsprechende Werbung schaltet. Natürlich bringen Anzeigen in renommierten Magazinen oder große Aufsteller mehr, als z.B. einfache Flugblätter. Im nahe gelegenen Computershop, der mit originalen Spielepostern geschmückt ist, kann man dann sein Spiel veröffentlichen, natürlich nicht ohne zu vergessen einen Preis dafür festzulegen der möglichst über den Produktionskosten liegt. Dort kann man dann gleich mal in einem Spielemagazin nachschauen, was es für eine Wertung bekommen hat. Diese setzt sich aus, Spielsteuerung, Grafik, Sound und Spielspaß zusammen und ist sehr realistisch gemacht. So lassen sich die Redakteure gegen 1980 doch noch durch einfache Textadventures begeistern. Gegen später allerdings, muss man dann schon mit 3D-Grafik und KI glänzen. Im Lager muss dann die Massenproduktion des Spiels in Auftrag geben werden. Hier muss auch z.B. festgelegt werden, was außer dem Datenträger und dem Handbuch noch so alles in die Verpackung mit hinein gepackt werden soll: also T-Shirts, Poster und ähnliche Dinge. Dies erhöht natürlich die Produktionskosten! Zusätzlich muss hier die zu produzierende Menge und wie schnell das Ganze gehen soll, festgelegt werden. Das dies natürlich unterschiedlich kostet und man sich da auch ganz schön verkalkulieren kann, ist auch klar. Natürlich fehlt auch bei "Software Tycoon" keine Bank, die einem, wenn nötig, mit einem Kredit aushelfen kann. Aber auch das anlegen von Geld ist hier durchaus möglich. Zu guter letzt, gibt es noch eine Art Pizzeria mit Hinterzimmer. In dieser können Gemeinheiten gekauft werden, die in den Räumen der jeweiligen Konkurrenten benutzt werden können, um so deren Spieleproduktion einen Dämpfer zu verpassen. Hier gibt es Falschmeldungen in Magazinen, aber auch z.B. Viren zu kaufen, die man dann auf die Konkurrenz los lassen kann. Dies erinnert stark an Titel wie "Pizza Connection". Auf der Straße vor diesen ganzen Gebäuden, laufen stetig Leute hin und her und betreten diese auch. Bei einem Klick mit der Lupe auf eine der Personen, bekommt man Informationen darüber, was dieser von Beruf ist, was er für Genres mag und welche Spieleplattform er hat. Auch an was er denkt, wird einem angezeigt. Aber gerade das letztere, hilft einem nicht wirklich viel weiter!

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