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Smuggler’'s Run: Warzones im Gamezone-Test


1 Bilder Smuggler’'s Run: Warzones im Gamezone-Test

In "Smuggler's Run - Warzones" schlüpfen wir in die Rolle eines angehenden Schmugglers, der unter den Augen der Polizei und der Regierungskräfte versucht allerlei illegale Waren von Punkt A nach Punkt B zu transportieren. Dies geschieht allerdings nicht nach sauberer Agentenmanier sondern ganz brutal per Geländewagen. So präsentiert sich das Game optisch wie ein Rallyracer, da man auf relativ großen Arealen mit seinem Buggy durchs Gelände heizt. Dabei sind die zu erfüllenden Aufgaben immer recht gleich, nämlich hole Ware von Punkt A und bringe sie nach Punkt B ohne sie dir auf dem Weg dorthin abnehmen zu lassen. Dies geschieht ganz einfach per Berührung, was in der Praxis für etwas Frust sorgen kann. Die zur Verfügung stehenden Gefährte nämlich sind alles andere als Spurtreu und fühlen sich in der Luft offensichtlich wesentlich wohler als auf dem Boden, so dass die Möglichkeiten die Fahrt zu beeinflussen stark eingeschränkt sind. Die Gegner jedoch sind so gut programmiert, dass sie einem, selbst nach den höchsten und unberechenbarsten Sprüngen überhaupt, exakt am Landepunkt die Ware abnehmen, woraufhin sie beginnen einen wie bei einer Wagenburg zu umkreisen, so dass man kaum eine Chance hat sich die Ware wieder zu besorgen, da der Gleichgewichtssinn eines gesunden Menschen vorher rebelliert. Damit bei solchen missionsbedingten Aktionen wenigstens eine kleine Chance auf erfolgreiches Absolvieren besteht, geht man schon bald mit einigen Kollegen ins Feld, die wenigstens versuchen einen vor den Angriffen der Gegner zu schützen oder geklaute Ware wieder zurück zu holen. Somit hängt es stark von der Einstellung des Spielers ab, ob er es als spaßig empfindet sich immer wieder im gleichen Gelände hin und her zu bewegen um Ware aufzunehmen und wieder abzuliefern, nur unterbrochen von einigen Crash-Aufträgen, bei denen es darum geht das oder die Feindfahrzeuge zu demolieren.
Der Multiplayer-Mode hingegen entpuppte sich als wahres Spaßfeuerwerk, denn von den gemeinen Gegnern befreit entfaltet sich endlich das gewünschte Gameplay, welches zwar einen kräftigen Arena-Beigeschmack hat, da man sich im Grunde immer im Kreis bewegt, aber unglaublich viel Spaß macht, da die anderen Spieler mit den gleichen hüpfenden Autos zu kämpfen haben, die anscheinend soviel Heimweh nach den Highways entwickeln, dass sie am liebsten nur geradeaus fahren.

Die Grafik präsentiert sich durch die Bank recht flüssig mit 60 Frames die Sekunde, was für einen schönen Geschwindigkeitseindruck sorgt, allerdings sehen die Level ebenfalls durch die Bank recht matschig, braun und nur durchschnittlich detailliert aus. Gleiches trifft auf die Autos zu, die mit einem schönen Model ausgestattet wurden, allerdings vom Schadenssystem her nicht viel zu bieten hat. So vermeint man immer die gleichen Schäden davonzutragen, was mit einem flatternden Kotflügel beginnt, über wegfliegende Blechteile bis hin zum Verlust des Vorbaus.
Zwischen den Aufträgen gibt es übrigens immer einen kurzen Videoclip zu sehen, die man allerdings absichtlich in der Qualität beeinträchtigt hat, dabei aber einen Schritt zu weit gegangen ist, denn das was davon noch auf den Schirm landet sind übelst verpixelte Bilder auf denen nur schwer noch etwas zu erkennen ist. Hier hätte ein anderer Effekt sicher besser eingesetzt werden können.

Die Soundkulisse hat das Potenzial in sich zu begeistern, insofern man mit der Stilrichtung Detroit-Techno etwas anfangen kann. Wenn nicht, besteht durchaus die Gefahr, dass einem das monotone Geklopfe recht bald auf den Geist geht. Dafür kann man das Game auch gut mit abgedrehter Musik spielen, da genug Geräusche und Sounds vorhanden sind um trotzdem eine füllende Soundkulisse aufzubauen.

Die Steuerung ist recht einfach gehalten und bietet neben den normalen zum Fahren benötigten Funktionen nur noch die zwei Sonderfunktionen pro Auto, die man sich aber erst erarbeiten muss. Hat man dies getan, kann man per X und Y-Taste einen Boost auslösen, Minen fallen lassen, Öllachen verbreiten und mehr solch gemeiner Dinge. Allerdings gehört schon eine Portion Übung dazu, will man mit den eingebauten Waffen auch wirklich Schaden an den Gegnerfahrzeugen anrichten.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Smuggler´s Run - Warzones" ist ein schnelles Fungame welches eigentlich erst im Multiplayer-Mode seinen ganzen Spielspaß entfalten kann. Besonders Besitzer der Vorgängerversionen auf der PS2 müssen sich diesen Titel nicht zulegen, außer sie legen besonderen Wert auf den Multiplayer-Part, den es so in dieser Serie noch nicht gab. Wer die Vorgänger noch nicht besitzt, für den stellt dieser Titel sicherlich eine lustige Alternative zu den anderen Partygames für den Cube dar. Wer sich dieses Game allerdings wegen der Singleplayer-Missionen zulegt, sollte erst ein Probespiel wagen um einschätzen zu können wie stark ihn denn die gemeinen Gegner frustrieren, oder ob man dies doch als Herausforderung ansieht, denn zu schaffen sind die Missionen alle, auch wenn man einige Anläufe benötigt.
Smuggler’'s Run: Warzones (GC)
  • Singleplayer
  • 7,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Lustiger Multiplayer-Spaß
schnelle Grafik
Teilweise schon sehr triste Level
unfaire Gegner
mieseste Qualität der Cutscenes
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