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Smuggler's Run: Schmuggeln will gelernt sein - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Smuggler's Run: Schmuggeln will gelernt sein - Leser-Test von HALLofGAME
Im Guten (SSX) wie im Schlechten (Eternal Ring): Keiner konnte sagen, die PS2 wäre nicht schon früh für so manche Software Überraschung gut gewesen! Überraschend war auch Angel Studios erster PS2 Titel, der uns in eines der ältesten Gewerbe der Welt (nicht was Ihr Ferkel jetzt wieder denkt) entführt, in die Welt der Schmuggler.

Die Geschichte von Smugglers Run, bzw. dem gleichnahmigen Hauptmodus ist schnell erzählt: Irgendwo im amerikanisch-kanadischen Grenzland startet Ihr mal wieder als absoluter Nobody in eine neue , virtuelle Karriere, diesmal zur Abwechslung eben als Schmuggler. Und im Prinzip war es das storytechnisch auch schon, einfach oder nicht? Genauer gesagt so einfach, dass man auch hier (vom Intro abgesehen) mal wieder keinen Augenblick auf die Herstellung irgendwelcher erklärender und den Spieler belohnender Zwischensequenzen verschwendet hat.

Damals regierte halt ähnlich wie bei Time Splitters der präsentationstechnische Minimalismus die Next Generation, was in diesem Fall sehr schade ist, den die Schmuggler Thematik hätte sicher einen ebenso guten Plot abgegeben, wie seinerzeit Driver. Stattdessen stürzt Ihr Euch nun, lediglich mit einer knappen schriftlichen Info versehen in jede der rund drei Dutzend Missionen. Genug Zeit, Euch geistig auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten bieten Euch vorher die für PS2 Verhältnisse vergleichsweise langen Ladepausen. Die erklären und entschuldigen sich aber allerdings sofort, wenn Ihr erstmal einen Blick auf die Quadratkilometer grossen Areale geworfen habt, in denen Ihr nun Euer Unwesen treiben sollt, denn die sind gigantisch!

Nun gilt es, mit dem Schmuggel von Nuklearmaterial, Organen und anderem unappetitlichen Zeug Eure Karriere anzuschieben und das Konto Eurer Gang zu füllen. Von wenigen Leveln ausgenommen, in denen Ihr z.B. auch mal Funkanlagen zerstört oder Euch mit feindlichen Gangs in Check Point Rennen (zu selten) oder Capture the Bag Spielereien (zu häufig) messt, ist die Aufgabenstellung immer gleich: Ihr sammelt ein Pickup ein (markiert durch grünes Signalfeuer), bringt es zum Übergabeort (rotes Signalfeuer) und schaltet dadurch das nächste Pickup frei, das daraufhin irgendwo in der Landschaft auf seine Abholung wartet und der Spaß beginnt aufs Neue. Sind alle Pickups einer Mission erfolgreich abgeliefert (bzw. die Aufgabe erfolgreich gelöst, wenn es sich mal nicht um simple Liefertätigkeiten handelt), wird die nächste Mission freigeschaltet und Ihr könnt Euch ausserdem über die erspielte Kohle freuen, die gewissermassen als Score funktioniert (mehr als freuen ist aber nicht drin, denn kaufen könnt Ihr Euch für die Schmuggelkohle leider nichts).

Habt Ihr sogar alle Missionen eines Landschaftstyps (Wald, Wüste, Schnee) gemeistert, führt Euch die nächste Mission nicht nur in eine neue Landschaft mit neuen fahrerischen Herausforderungen, auch Euer Fuhrpark wird moderat erweitert. Soweit die Theorie, doch nun zur Praxis: Irgendwo im weitläufigen Grenzgebiet besteigt Ihr Euren Wagen und macht Euch auf den Weg. Das ist einfach, denn ein Richtungspfeil weist Euch stets den Weg zum nächsten Ziel, egal ob Pick Up oder Ablieferungspunkt.

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