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Slave Zero: Trauriger Befreiungskampf - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Slave Zero: Trauriger Befreiungskampf - Leser-Test von HALLofGAME
500 Jahre in der Zukunft... Der mächtige SovKhan residiert in der vertikalen Stadt Megacity 51-9 und regiert das Land mit eiserner Faust. Megacity 51-9 ist nicht weniger als der wahrscheinlich mächtigste jemals errichtete militärisch-industrielle Komplex und er wuchert nicht nur wie ein Krebsgeschwür ins Umland hinein, sondern vergiftet es auch ohne Rücksicht auf die Menschen. Meilenweit um die Metropole ist das Land inzwischen verseucht...

Das ruft die mysteriösen Wächter auf den Plan, Angehörige einer uralten Kaste von mächtigen Kriegerpriestern, die im Einklang von Körper und Geist seit je her für ihre sagenhafte Kampfkraft berühmt und gefürchtet waren. Nachdem der tyrannische Machthaber sie in die Unterwelt, die Abwasserkloake der Megastadt verbannt hat, beschliessen sie, das moderne Babylon Megacity 51-9 zu zerstören und den verhassten SovKhan zu stürzen.Tatsächlich gelingt es ihnen innerhalb des städtischen Molochs eine geheime Operationsbasis zu errichten, von der aus sie ihre Aktionen starten. Doch Mythos hin, Kampfkraft her, gegen die Macht des SovKhan scheinen auch die Kriegerpriester auf verlorenem Posten zu stehen! Immer größer wird die Armee des Khan und bald schon spuckt sein Militärkomplex unmenschliche Sentinels und die brandgefährlichen Slaves, aus kybernetischen Embryonen und metallischen Exoskeletten geschaffene Kampfmaschienen, beinahe im Minutentakt aus. Nach nur zwölf Stunden Brutzeit steigt jeder vollentwicklete Slave aus seinem Tank mit dunkler Materie und lässt die Chancen der Wächterrevolte wieder ein wenig weiter sinken.

Doch egal wie sehr sie sich auch bemühen, keine Seite kann ein Übergewicht erlangen. Jede Seite hat genau das, was dem Gegner fehlt und es gibt nur einen Weg um dieses unheilige Patt aufzuheben: Die Wächter müssen in den Besitz eines eigenen Slave gelangen. Nur die Vielseitigkeit und Kampfkraft eines Slave, gepaart mit der Stärke und Intelligenz eines Menschen kann jetzt noch die Rettung bringen, doch kaum ein menschliches Gehirn ist in der Lage, einen Slave zu kontrollieren. Doch das Glück ist auf ihrer Seite! Sie bringen nicht nur tatsächlich einen von SovKhans Slaves in ihre Gewalt, sondern finden in ihren Reihen auch einen, der mental stark genug ist, die Kampfmaschiene zu beherrschen. Und so übernimmt der Wächter Chan die Kontrolle über die vielleicht letzte Hoffnung der Menschheit und damit ist er geboren, der Slave Zero...

Hat man sich esrt einmal für einen der drei Schwierigkeitsgrade entschieden -die bei vielen Dreamcast Spielen obligatorische 50/60 Hz Option sucht man leider vergebens- fragt man sich allerdings sehr schnell, ob man die nun folgende Zukunftsvision überhaupt gerettet sehen will! Das vermeintliche Mechvergnügen beginnt nämlich eher dürftig! Vor einem völlig unterbelichteten Standbild wird die Geschichte per Texteinblendung im wahrsten Sinne des Wortes abgespult und als wäre das alleine noch nicht Zumutung genug, gibts auch noch kräftig auf die Ohren und zwar Trash-Techno der ärmlichsten Sorte! zum Glück bleibt es nicht dabei, denn es folgt dann doch noch ein kurzes Renderintro, das erahnen lässt, das man sich in Slave Zero zumindest auf die immer noch nicht selbstverständliche deutsche Sprachausgabe freuen darf. Genauso unverkennbar ist hier allerdings auch schon, daß der Zahn der Zeit inzwischen schon kräftig an der Optik von Slave Zero genagt hat. Kein Wunder, ist das DC Mech-Spektakel doch auch nichts weiter, als einer jener Konsolen-Ports eines älteren PC-Titels von denen man eigentlich noch nie so recht wusste, wer sowas zum Vollpreis noch kauft, nachdem selbst das PC-Original als Budget-Titel längst nur noch für gelangweiltes Gähnen sorgt.

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