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Skull and Bones angespielt: Vorschau zu Ubisofts Piratenschlachten

Vorschau zu Skull and Bones von der E3: Microsoft werkelt an Sea of Thieves, Ubisoft währenddessen mit Skull and Bones an einem gar nicht mal so unähnlichen Titel - der den Fokus aber ausschließlich auf die Seeschlachten legt. Hört sich stark nach Assassin's Creek: Black Flag an? Stimmt - spielt sich auch so und kommt vom selben Entwicklerteam! Wie uns das Spiel gefällt, verraten wir in unserer Angespielt-Preview!

19 Bilder Skull and Bones: Artworks und Konzeptzeichnungen Skull and Bones: Artworks und Konzeptzeichnungen [Quelle: Ubisoft]

Hey, irgendjemand hat den Assassinen aus Black Flag ihre Schiffe weggenommen - und ein eigenes Spiel daraus gemacht! Jupp, so simpel lässt sich Skull & Bones tatsächlich zusammenfassen: Assassin's Creed 4: Black Flag beziehungsweise Assassin's Creed: Rogue ohne Assassinen, dafür aber mit Mehrspieler-Fokus.

Kooperatives Piratenleben

      

In der auf einer PS4 gespielten E3-Demo, bei der wir zwei Runden lang in zwei Fünferteams im Spielmodus "Loot Hunt" gegen ein gegnerisches Team beweisen durften, wer die bessere Freibeuter-Meute ist, kam uns die Steuerung denn auch schnell sehr bekannt vor. Mit simplen Button-Befehlen machen wir als Captain unseres jeweils Schiffs (unsere Mitspieler steuern ihre eigenen Exemplare) ebenjenes in mehreren Stufen schneller oder langsamer. Halten wir einen Schulter-Button gedrückt, stehen uns - abhängig davon, aus welcher Richtung wir vom Schiff schauen - verschiedene Waffen zur Verfügung. Nach vorne hin können wir einen gezielten, starken Schuss abgeben und feindliche Schiffe von der Seite rammen. Schauen wir zur Seite, können wir ganze Kanonensalven auf einmal gegen unsere Feind abgeben. Nach hinten ließ sich in der hier gespielten Fassung nicht feuern. Wenn sich die Entwickler, wie in fast allen anderen Punkten, bei Black Flag bedienen, wird man aber wohl noch explosive Fässer abwerfen können.


Jedenfalls ebenfalls aus Black Flag übernommen wurde die Deckungs-Funktion. Rufen wir auf Knopfdruck vor dem Angriff eines Schiffes auf unser eigenes die Crew dazu auf, sich zu bücken, sinkt der durch die Salve erlittene Schaden deutlich. Um Schaden möglichst komplett zu vermeiden, können wir auf Wunsch vom Ausguck aus über die See vor uns hinwegblicken und etwaige Schiffe auf ihre Verteidigung, ihre Ladung und andere Details hin abklopfen.

Goldeslust auf hoher See

      


19 Bilder Skull and Bones oder wie ich auszog, Assassin's Creed: Black Flag zu spielen und mit einem eigenständigen Pitraten-Spiel zurückkam (6) Skull and Bones oder wie ich auszog, Assassin's Creed: Black Flag zu spielen und mit einem eigenständigen Pitraten-Spiel zurückkam (6) [Quelle: Ubisoft]
Ansonsten ist es noch wichtig, unser Schiff stets nach den besten Windströmungen auszurichten, die uns auf der Minimap angezeigt werden. Überhaupt ist eine Orientierung auf der Map wichtig, denn zumindest im bisher verfügbaren Spielmodus sollten wir die Positionen unserer Feinde stets im Blick behalten. Schließlich geht es nicht nur darum, sie auszuschalten, sondern auch darum, anschließend über ihr nasses Grab zu fahren und dadurch die entsprechende Beute aufzuklauben. Im Duell gegen das gegnerische Team gewinnt jenes, das am Ende mehr Beute eingesackt hat und, nachdem die Runde mit dem abschließenden Einfall einer übermächtigen Armada abgeschlossen wurde, mit der größten Menge an Bord entkommen ist. Das macht Spaß, wenngleich wir schon gespannt sind, wie viel Unterschiede sich spielerisch in etwaigen weiteren Modi ergeben werden.

Schiffskunde für Anfänger

      

Vor den Duellen auf hoher See können wir übrigens aus mehreren Schiffsmodellen wählen - in der Demo standen uns drei zur Verfügung. Eines davon war der klassische Alleskönner mit durchschnittlicher Angriffskraft, durchschnittlicher Verteidigung und durchschnittlicher Geschwindigkeit; eines mit deutlich höherem Tempo und der Möglichkeit, die Feinde auch aus der Ferne treffen zu können; und eines mit massiver Angriffskraft und Verteidigung, welches aber deutlich träger als die anderen und durch die geringe Waffenreichweite auf den Nahkampf angewiesen ist. Idealerweise hat man Schiffe aller Klassen in seinem Team, um entsprechend auf Feinde reagieren zu können. Übrigens: Scheitern wir, können wir vor dem Respawn unsere Klasse noch einmal ändern.


19 Bilder Skull and Bones oder wie ich auszog, Assassin's Creed: Black Flag zu spielen und mit einem eigenständigen Pitraten-Spiel zurückkam (8) Skull and Bones oder wie ich auszog, Assassin's Creed: Black Flag zu spielen und mit einem eigenständigen Pitraten-Spiel zurückkam (8) [Quelle: Ubisoft]

Auch einsame Piraten willkommen

      

So weit, so spannend und auch recht hübsch. Zwar haute uns das virtuelle Inselparadies technisch nicht vom Hocker, es wirkte aber sehr stimmig und künstlerisch ansprechend. Zudem lief das Geschehen durchgehend sehr flüssig. Die Piraten-Atmosphäre kommt zudem super rüber, etwa dann, wenn unsere Crew wie in Black Flag launige Shantys anstimmt und natürlich, wenn wir uns während einer Schlacht gegen ein anderes Schiff fühlen als würden wir uns gerade in einem der "Fluch der Karibik"-Filme befinden.

Es bleibt jedoch die große Frage: Wird man Skull & Bones tatsächlich nur im Mehrspielermodus erleben können? Nein - auf unsere Nachfrage hin wurde uns bestätigt, dass es auch einen Singleplayer-Modus geben wird, über dessen Details man aber noch Stillschweigen bewahrt. Dafür wurde bereits bestätigt, dass man wirklich ausschließlich an Deck seines Schiffes stehen wird. Abenteuer an Land überlassen die Piraten lieber diesen dreckigen Assassinen, arrr!

  • Lukas Schmid""Unterhaltsamer Piraten-Spaß, ich hoffe aber auf einen richtigen Singleplayer-Part""
  • Wie so viele andere Spieler auch habe ich mir einst, als ich Assassin's Creed 4: Black Flag gespielt habe, gedacht: "Geiles Ding – aber was haben die Assassinen da zu suchen?" Nachdem sich Assassin's Creed dann auch wieder zügig von der Seefahrer-Thematik entfernte, ist es also ein logischer und von Fans schon lange herbeigesehnter Schritt, das unterhaltsame Seefahrer-Gameplay in einen eigenen Titel zu stecken.Die Gefechte, an denen ich in der E3-Demo teilnehmen konnte, machten dann auch jede Menge Laune. Allerdings weiß ich nicht, wie gut es mir gefällt, dass der Fokus dermaßen offensichtlich auf den Mehrspieler-Matches liegt. Gerade das Gefühl, eine offene Welt zu besegeln und Abenteuer zu erleben, wie es uns beliebt, zeichnete Black Flag aus. Ich hoffe, dass es den Entwicklern gelingt, dieses Gefühl im wie auch immer gearteten Einzelspieler-Part zu reproduzieren. Sollte das der Fall sein, bin ich mit Skull and Bones wunschlos glücklich!

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