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Silver: Frauenklau in Jarrah - Leser-Test von Ceilan


1 Bilder Silver: Frauenklau in Jarrah  - Leser-Test von Ceilan
Lord Silver ist ein mächtiger Magier, doch er hat ein Problem: Er sucht eine Frau. Was auf den ersten Blick gar nicht so schlimm zu sein scheint wenn man bedenkt, dass er der selbsternannte Herrscher über eine ganze Fantasywelt ist. Doch der ganze Reichtum nützt ihm in diesem Fall nicht viel, denn Silver hat einige Eigenschaften, die bei den potenziellen Gattinnen nicht sonderlich gut ankommen. Kurz gesagt: Er ist alt, hässlich (große Nase, kaum noch Haare usw.) und vor allem abgrundtief böse. Kein Wunder dass niemand ihn leiden kann. Silver ist also nicht gerade der Typ Mann der seine Zukünftige auf irgendeiner Party kennen lernt und er muss sich schon etwas anderes überlegen. Und wie es sich für einen Oberbösewicht gehört ist Silvers Plan am Ende alles andere als nett. So schickt er seinen erwachsenen, und fast genauso fiesen, Sohn Fuge los, der daraufhin in den Städten und Dörfern des Landes sämtliche halbwegs hübschen Ladies einsammelt. Was natürlich weder den „Auserwählten“ noch ihren Familien gefällt. Zu den gekidnappten Frauen gehört auch Jennifer, die Braut des Kriegers David. Und mit dieser gemeinen Entführung beginnt das Spiel.

Silver ist ein Action-Rollenspiel aus dem Hause Infogrames, das sowohl für den PC als auch Segas Dreamcast veröffentlicht wurde. Auf den ersten Blick erinnert es an typische Konsolen-Rollenspiele, wie man sie auf dem PC nur höchst selten zu sehen bekommt. Die überdimensionierten Schwerter und die leicht überzeichneten Charaktere werden nicht nur den Final Fantasy-Veteranen bekannt vorkommen. Doch im Laufe des Spiels sind dann doch einige erhebliche Unterschiede zu bemerken. Nach dem ausführlichen Renderintro (die Zwischensequenzen im eigentlichen Spiel nutzen gewöhnlich die normale Spielgrafik) findet sich der Spieler in Davids (und eigentlich auch Jennifers) Haus wieder. Der tapfere Ritter möchte natürlich am liebsten gleich losziehen um seine Geliebte und die anderen gekidnappten Frauen zu retten, aber vorher muss erst das Kampftraining absolviert werden. Davids Lehrmeister ist sein alter Opa, der aber besser kämpfen kann als jeder junge Hüpfer.
Das Kampfsystem ist auch gleich eine der größten Besonderheiten des Spiels, denn es basiert auf einer interessanten Kombination aus der „Strg“-(also „Control“)Taste und verschiedenen Mausbewegungen. Im Tutorial erlernt David sämtliche Angriffs- und Abwehr-Techniken, die ihm in den unzähligen Echtzeit-Kämpfen ständig das Leben retten werden. Man muss einfach die Strg-Taste gedrückt halten und mit der Maus werden dann die verschiedenen Hiebe und Stiche aktiviert, je nachdem welche Maustaste gedrückt oder gehalten wird. Darüber hinaus werden Bewegungen der Maus in alle vier Richtungen berücksichtigt. Mit diesem System sollte sich der angehenden Held unbedingt vertraut machen, denn später reicht es nicht aus einfach nur wild in der Gegend herumzufuchteln. Je nach Gegnertyp und Situation können völlig unterschiedliche Attacken zum Erfolg führen. Anders als in Konsolen-Rollenspielen a la Final Fantasy gibt es in Silver keine nervenden Zufallskämpfe und sämtliche Gegner sind jederzeit in den Umgebungen zu sehen. Gewöhnlich muss man erst alle Feinde im jeweiligen Gebiet vernichten bevor Türen oder andere Durchgänge geöffnet werden.

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