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Silpheed - The Lost Planet: Eyecandy without Firepower - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Silpheed - The Lost Planet: Eyecandy without Firepower - Leser-Test von HALLofGAME
Silpheed - zumindest für Videospielveteranen ein durchaus klangvoller Name aus längst vergangener Zeit. Schon einmal waren schließlich einige Spieler in ihren Silpheed-Abfangjägern unterwegs, um eine feindliche Alien-Invasion zu stoppen. Leider erreichte die Zahl der Verteidiger damals schon rein hardwareseitig -die optisch für ihre Zeit durchaus beeindruckende Weltraumschlacht war für Segas glückloses Mega CD Add On erschienen- nicht groß genug, um die Aliens für immer aus den Tiefen des Weltraums herauszuschießen. Wieviele Schlachten tapfere Mega-CD Piloten auch siegreich geschlagen haben mögen, den Krieg haben sie damit noch lange nicht gewonnen, denn der tobt nun nach langen Jahren des Friedens längst wieder auf Sonys PS2.

Trügerische Ruhe... Plötzlich sind sie da, gewaltige Schwärme parasitärer Weltraummonster. Wie interstellare Heuschreckenschwärme überfluten die absonderlichen. Biomechanischen Kreaturen das All und löschen im Handumdrehen ganze Planeten mitsamt ihrer Bevölkerung radikal aus. Unzählige Leben sind ihnen schon zum Opfer gefallen und jetzt nehmen sie wieder Kurs auf unseren Planeten. Und wieder sind es die Silpheed-Abfangjäger, denen die Aufgabe zufällt, die mörderische Invasion vielleicht doch noch zu stoppen. Als unerfahrener Testpilot findet man sich nach dem sehenswerten, aber zu kurzem Intro denn auch im virtuellen Pilotensessel und läßt die Aliens am Fließband verglühen und dabei das eigene Punktekonto rattern. Zu diesem Zweck hängt man vor der jeweiligen Mission einfach eine der verfügbaren Waffen an jeden Flügel und schon heißt es durchstarten in ein Abenteuer, das mehr durch Standardkost, als durch Innovation glänzt.

Optisch sind die acht Level der Weltraumschlacht natürlich nicht mal mehr ansatzweise mit denen des Prequels zu vergleichen, obwohl man sich natürlich bemüht hat, mit vielen Bildern klare Brücken zum Vorgänger zu schlagen. Aber jeder der damals, gewissermaßen in der Morgendämmerung des Polygonzeitalters selig vor dem zweifelsohne beeindruckenden Silpheed saß, hätte diesen Nachfolger zwangsweise nicht für einen Lost Planet, sondern eher für das Paradies halten müssen! Vielfältige , optisch sehr ansprechende, teilweise animierte Locations verbinden sich mit tollen FMVs zu einem optischen Vergnügen. Da explodieren Planeten, Haochhäuser kippen um und immer wieder gibt es die absonderlichsten Alienkreaturen zu bewundern. Abgerundet wird das Sci-Fi Spektakel natürlich durch das obligatorische Feuerwerk an zum teil bildschirmfüllenden Explosionen und einem stetig wiederkehrenden Regen aus Trümmerteilen. Technisch macht dieser sehr frühe PS2 Titel dabei insgesamt eine recht gute Figur. Nur gelegentlich kommt es zu Slowdowns und wer aufmerksam hinsieht, wird feststellen, daß ohnehin nicht jede Geschwindigkeitsänderung ein Fehler ist, sondern durchaus auch mal gezielt als stilistisches Mittel eingesetzt worden ist. Die Ladezeiten sind angesichts der Optik aktzeptabel, das Rumble-Feature des PS2 Controllers wurde ebenso sauber umgesetzt, wie die Analogsteuerung.

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