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Silent Storm – Neues Interview


1 Bilder Silent Storm – Neues Interview
Vor ein paar Wochen hat das russische Entwicklerteam Nival Interactive ein neues PC-Spiel mit dem Namen Silent Storm angekündigt und in einem Interview bei Daily Telefrag findet man jetzt weitere Informationen zu dieser taktikorientierten Mischung aus Strategie- und Rollenspielelementen. Bis jetzt ist nur der erste Teil des Interviews veröffentlicht worden und in ein paar Tagen soll dann die Fortsetzung mit weiteren Themen auftauchen. Im Text geht es unter anderem um den Aufbau der Missionen und die interaktiven Objekte in den Levels.

Die Leute von Nival haben bisher vor allem Spiele mit Fantasy-Thematik entwickelt (z.B. das Rollenspiel Evil Islands), aber zur Zeit arbeitet das Team gleich an zwei Games in denen es um den zweiten Weltkrieg geht. Das zweite aktuelle Projekt ist das Echtzeitstrategiespiel Blitzkrieg, das hier auch schon öfter erwähnt wurde. Silent Storm konzentriert sich aber weniger auf das eigentliche Kriegsgeschehen als auf spannende Undercover-Missionen weshalb die Entwickler beim Zusammenstellen der einzelnen Aufträge mehr Freiheiten haben. Silent Storm wurde bei der ersten Ankündigung mit Commandos sowie Jagged Alliance verglichen, wobei es laut Nival viel eher dem zweitgenannten Spiel ähnelt. Silent Storm ist komplett rundenbasiert und die Entwickler betonen immer wieder dass die Umgebungen besonders interaktiv sind. Man kann praktisch alle Objekte zerstören oder anderweitig verändern. Die Charaktere können Zäune oder Wände in die Luft sprengen um so jeden sichtbaren Ort zu erreichen. In vielen Spielen kann man oft gar nicht verstehen warum bestimmte Hindernisse nicht überwunden werden können und das soll in Silent Storm eben anders sein. Wenn man zum Beispiel nur von einem einfachen Zaun am Weitergehen gehindert wird muss man nicht extra die einzig richtige Stelle finden an der es eine Tür gibt. Ein wenig Sprengstoff oder praktische Schneidwerkzeuge können das Hindernis beseitigen, was vor allem ganz praktisch ist wenn die Figuren nicht einfach drüberklettern können weil die Feinde Stacheldraht gespannt haben. Für richtige Wände braucht man viel Dynamit während bei dünnen Holztüren auch einfache Werkzeuge ausreichen. Darüber hinaus können interessante Kettenreaktionen entstehen wenn man zum Beispiel Benzinfässer nebeneinanderstellt und dann eines davon zum Explodieren bringt.
Die Entwickler sind sehr stolz auf ihr angeblich sehr komplexes und fortschrittliches Physiksystem. Jedes Objekt hat ein festgelegtes Gewicht und bestimmte Eigenschaften was zum Beispiel die Stabilität betrifft. Dadurch wirkt alles sehr realistisch und das wird auch bei den Explosionen deutlich, denn dabei entstehen richtige Druckwellen und andere Effekte. In anderen Taktikspielen wie etwa Commandos können die verschiedenen Charaktere nur Ausrüstungsgegenstände und Waffen einsetzen die zu ihrer Klasse (also dem Beruf) passen. In Silent Storm kann jede Figur sämtliche Gegenstände benutzen und diese sind dann lediglich nicht so effektiv wie wenn sie von Spezialisten getragen werden. Wie in Commandos muss man oft darauf achten möglichst unentdeckt zu bleiben und deshalb sollte man zum Beispiel tote oder bewusstlose Feinde verstecken bevor andere Gegner vorbeikommen. Anders als die beiden Vorbilder ist Silent Storm ein Spiel mit einer komplett dreidimensionalen Grafik. Bis jetzt wollen die Entwickler noch keine Details zur Story verraten, aber im Spiel gibt es auf jeden Fall zwei Kampagnen (eine für die Deutschen, Japaner sowie die Italiener und eine für die Alliierten). Die Kämpfer stammen aus den unterschiedlichsten Ländern und die Gruppen sind oft bunt gemischt. Eine wichtige Hauptfigur ist ein erfahrener Offizier, der im feindlichen Gebiet verschiedene Aufträge überstehen muss. Dabei sollte man immer am besten Leute aus der jeweiligen Gegend als Helfer mitnehmen, weil diese sich dort besser auskennen.
In Silent Storm hat man insgesamt zwanzig Charaktere zur Auswahl und man kann offensichtlich maximal fünf davon gleichzeitig kontrollieren. Ein ehemaliger Mitarbeiter von Sir-Tech (Jagged Alliance) ist jetzt an der Entwicklung von Silent Storm beteiligt und er kümmert sich unter anderem um die Biographien der Charaktere. In den Missionen kommt man ab und zu auch ohne Blutvergießen ans Ziel, zum Beispiel wenn wichtige Dokumente aus dem feindlichen Hauptquartier gestohlen werden solle. Gespräche werden aber keine besonders wichtige Rolle spielen und es geht nur um die taktischen Entscheidungen. Dialoge bekommt man meistens lediglich zwischen den einzelnen Missionen zu hören. Im Spiel gibt es wahrscheinlich drei Schwierigkeitsgrade.
Neben den beiden Kampagnen werden auch noch einzelne Zufallsmissionen angeboten, in denen man sich noch intensiver mit den verschiedenen Fähigkeiten und anderen wichtigen Details beschäftigen kann. Man kann so die Skills der Charaktere trainieren und diese erhalten Erfahrungspunkte. Dabei sollte man aber nicht immer wieder die selbe Mission in Angriff nehmen, denn wenn die Aufgaben mehrmals gelöst werden bekommt man nicht mehr so viele Erfahrungspunkte wie beim ersten Mal (und es wird ja auch etwas langweilig).
Die Singleplayerkampagne soll neugierige Spieler etwa dreißig bis vierzig Stunden lang unterhalten (Leute die einfach durchs Spiel hetzen werden schneller ans Ziel kommen). Ein mittelgroßes Einzelszenario wird laut Nival ungefähr sechzig bis neunzig Minuten dauern. Im Text wird leider kein Releasetermin genannt, aber man kann wohl davon ausgehen dass dieses Spiel frühestens im nächsten Jahr erscheint.

Ceilans Meinung:
Im zweiten Teil des Interviews geht es dann laut Daily Telefrag um die Rollenspiel-Elemente (bis jetzt wurden ja nur die Erfahrungspunkte erwähnt), die künstliche Intelligenz, die Grafikengine und ein paar andere Themen. Das dürfte auch wieder interessant werden. Ich finde den ersten Teil aber schon ganz okay. Im Moment gibt es zwar viele Games die im zweiten Weltkrieg angesiedelt sind, aber in diesem Genre ist dafür nicht besonders viel los. Silent Storm hat auf jeden Fall ein paar wirklich gute Ansätze zu bieten und Jagged Alliance-Fans sollten das Spiel am besten weiter im Auge behalten. Passend zum Text gibt es auch ein paar Bilder zu sehen, aber ich glaube dass die Screenshots schon älter sind.

Quelle: articles.dailytelefrag.com

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