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Silent Hill 2: Mary Mary... - Leser-Test von rossi


1 Bilder Silent Hill 2: Mary Mary... - Leser-Test von rossi
Ha ha ha, nein Calvin, Du darfst auch nicht zuschauen (sagte ich zu meinem Sohn), denn schon der erste Teil dieses genialen Spiels war hart an der Grenze. Ich hatte also die Konsole mal wieder für mich alleine. Mein zynisches Lachen sollte mir bei diesem Spiel aber spätestens, als es draußen dunkel wurde auf den Lippen ersterben.

Silent Hill ist etwas für einsame Abende, an denen man nichts als das Wehen des Windes um sich herum hört. Spätestens nach ein paar Minuten blickt man immer wieder zum Fenster, da besser als in Resident Evil von Capcom, hier Psycho-Grusel angesagt ist. Das liegt schon allein darin begründet, daß man eigentlich von Anfang an nicht besonders viel über den Hintergrund und den Sinn des Spieles in Erfahrung bringt. Die Fortsetzung stellt sich den Fans nämlich mit einer ganz neuen Story vor. Nicht als Mason, nein als James Sunderland reist man nach Silent Hill, der seine seit 3 Jahren tote Frau besuchen will.

Gutes Gameplay mit kleinen Mängeln
Ohne Intro wird man in das Geschehen geworfen. Das hat Vor- und Nachteile. Zum einen versteht man am Anfang leider nur Bahnhof, zum anderen erhöht dieser Einstieg auch den Gruseleffekt im Spiel. Man sieht sich mit einer Stadt voller Monster wieder und wie gar nicht so ganz genau warum man sich das eigentlich antut. Klar Silent Hill wäre nicht Silent Hill, wenn man mit Monstern fertig werden müsste, aber ein bischen komisch ist die Geschichte schon. Man kämpft sich Schritt für Schritt durch das Spiel, daß an manchen Stellen ein bischen lahm an anderen voll mit Spannung ist. Erst wenn alles vorbei ist, kapiert man eigentlich warum man sich das Alles angetan hat. Das Gameplay ist eigentlich schon solide gemacht. Aber wenn man kritisch hinterfragt, na ja, aber das darf man vermutlich bei solchen Spielen einfach nicht. Im Endeffekt würde man sich ja auch nicht einer Einheit anschließen, wie in Resident Evil. Aber einfach der letzte Schliff in der Story fehlt. Manchmal erscheint alles ein wenig unstrukturiert. Nett gemacht ist, daß man mehr andere Charaktere als in RE trifft. Immer wieder im Spiel stößt man auf die verschiedensten Menschen, die einem zur Abwechslung mal nichts Böses wollen. (bis auf ein paar Ausnahmen... )

Die Monster sind unterschiedlicher Qualität, aber einfach nicht endgültig überzeugend. Erstens sind derer nicht besonders viele vorhanden, zweitens sind sie ein wenig arg konstruiert. Zwar besteht ein gewisses Maß an Gruselfaktor, aber irgendwas scheint den Killern zu fehlen. Den Monstern kann man sich nur mit relativ wenigen Waffen erwehren. Die Auswahl ist hier äußerst bescheiden. Das ist auf Dauer ein wenig langweilig.

Solide Grafik:
Die Grafik ist gut aber nicht absolut beeindruckend. Die Stadt ist leider eine ganz andere als in Silent Hill 1 aber trotzdem fühlt man sich gleich zu Hause. Die Fortsetzung verfügt über mehr Detailverliebtheit, was den wesentlichen Unterschied zum Vorgänger ausmacht. Leider ist das Spiel insgesamt zu schwarz. Ja ich bin der Meinung, daß einfach viel zu viel im wahrsten Sinne des Wortes im Dunklen (oder auch im Trüben) liegt. Der Nebel ist zwar gruselig (Herr Konami) aber eigentlich würde ich manchmal auch ganz gerne was erkennen. Zusammenfassend ist zu sagen, daß man den Unterschied zu Teil 1 schon merkt, aber nicht so wie man es sich eigentlich gewünscht hätte.

Guter Sound:
Der Sound ist sehr gut. Der Sound überzeugt, da er die eigentliche Stimmung des Spieles ausmacht. In Resident Evil zeigt einem der Sound immer an, daß etwas in der Luft liegt. Aber bei Silent Hill hat man diesen Nervenbalsam nicht. Denn komische Geräusche knarrende Türen, Schreie, Poltern und dergleichen lassen einen Zusammenzucken... und nichts passiert. Dann ohne Vorwarnung schlägt das Grauen zu. Der Sound ist der eigentliche Stimmungsmacher in diesem Spiel. In Verbindung mit dem Dunkel... . phantastisch.

Mäßige Steuerung
Die Steuerung ist einfach zu indirekt. Klar man kann sich an alles gewöhnen aber so richtig passend ist das eigentlich nicht.

Fazit:
Genre-Fans werden an diesem Spiel einfach nicht vorbeikommen. Wer da zweimal nachdenkt, der könnte zwar ins Grübeln kommen wird sich aber im Nachhinein über seine Kaufentscheidung freuen. Wer noch neu mit dem Genre ist, sollte vielleicht noch warten und die neuen Ausgaben von Biohazard (Resident Evil) auf dem Cube abwarten. Denn zumindest grafisch ist da noch etwas mehr geboten. PS: Ich hab mein Spiel verkauft, weil die Motivation das Spiel nochmal zu spielen einfach nicht sooo groß ist wie ich gehofft hatte

Negative Aspekte:
Nebel und Dunkelheit

Positive Aspekte:
Stimmung und Story

Infos zur Spielzeit:
rossi hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    rossi
  • 8.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 8.9/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 10/10
    Atmosphäre: 9/10
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