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Silent Hill 2: Atmosphäre contra Spieldesign - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Silent Hill 2: Atmosphäre contra Spieldesign - Leser-Test von Andy1977
Silent Hill gehörte schon zu den Spielen, welche von Grafik und Sound lebten. Das Rätsel- und Spiel-Design war zwar gut, konnte aber nicht mit der Resident Evil-Reihe mithalten. Dafür war die Atmosphäre gigantisch: Besonders die beklemmende Soundkulisse sorgte für ein einzigartiges Horror-Ambiente. Eine Fortsetzung war nur eine Frage der Zeit und dank PS2-Power geizten die ersten veröffentlichen Bilder nicht mit Qualität.

Silent Hill 2 ist wie der Vorgänger ein Action/Adventure im Stile von Resident Evil: Sie laufen durch mehrere Räume und Ortschaften einer großen Stadt, welche in den verschiedensten Perspektiven dargestellt werden. Das Spiel ist komplett in 3D, d.h. es gibt keine starren Bilder und die Kameraperspektive kann sich der Spieler in der Regel zurecht drehen.
Das Spieldesign teilt sich in Kämpfe und Rätsel ein: Gegen Gegner können Sie sich z.B. per Eisenstange, Pistole oder Gewehr wehren. Andere Gegenstände müssen eingesammelt und an der richtigen Stelle benutzt werden. Manchmal müssen Sie auch mehrere Gegenstände miteinander kombinieren.

Zur Story: James Sunderland ist ein psychisches Wrack. Seine Frau ist vor drei Jahren gestorben und seitdem schafft er es nicht, diesen Verlust zu überwinden. Eines Tages erhält er einen Brief, unterzeichnet mit dem Namen seiner Frau Mary. Der Inhalt: 'Silent Hill, unser Hafen der Erinnerungen.. dort werde ich auf dich warten.' Obwohl er sich ihres Todes sicher sein kann, gibt James die Hoffnung nicht auf, dass sie noch leben könnte. Er reist nach Silent Hill, um nach ihr zu suchen.
Was die Story interessant macht, sind die unterschiedlichen Motive des Spielers und der Figur James: Während James blind einer Hoffnung nachläuft, möchte der Spieler das Rätsel jenes Briefes lösen.

Silent Hill scheint den Erzählungen nach eine ganz normale Stadt gewesen zu sein. Der Inhalt des Briefes bezieht sich unter anderem auf Urlaubserinnerungen von Mary und James. Egal wie und warum: Silent Hill ist in der Gegenwart eine Geisterstadt der übelsten Art. Über der Stadt liegt dicker Nebel, die Häuser und Straßen sind menschenleer und streng deformierte Wesen, die von ihrer Art her an Zombies erinnern, bevölkern die Gegend.

Sie als Spieler werden in dieser Stadt von einem Hinweis zum nächsten geschickt. So lernen Sie einen Ort nach dem anderen kennen lernen. Ab und zu treffen Sie auf ein paar Personen, die ebenfalls etwas oder jemanden in Silent Hill suchen. Am bedeutendsten scheint Maria zu sein. Sie ähnelt James verstorbener Frau, ist aber vom Charakter her völlig anders. Angela und Eddie scheinen genauso magisch von Silent Hill angezogen zu sein, wie James. Und zusätzlich begegnet James hin und wieder ein kleines Mädchen namens Laura, welches Mary gekannt haben muss.

Die Rätsel sind nicht minder mysteriös: Viele Räume oder Türen sind versperrt, die zugänglichen scheinen jedoch genau die Gegenstände zu beherbergen, welche James auf seiner Suche benötigt. Die Stadt wirkt wie ein bizarrer Traum und besitzt auch ähnliche Sprünge, die man logisch nie erklären könnte

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