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Shogun: Total War - Warlord Edition - Kampfgebrüll - Leser-Test von Sternenfahrer


1 Bilder Shogun: Total War - Warlord Edition - Kampfgebrüll - Leser-Test von Sternenfahrer
Ich gebe es zu, ich bin ein Fossil und spiele sehr gerne rundenbasierte Strategiespiele. Titel wie CIVILISATION, IMPERIALISM II oder M.A.X. ziehe ich jederzeit den vielgefragten Titeln wie die diversen AGEs oder hektischen Geklicke wie bei EMPIRE EARTH vor.

Umso begeisterter war ich von dem schon vor längerer Zeit erschienenem SHOGUN.

Um was geht es?

Diejenigen die das (tolle) Brettspiel SHOGUN von MB kennen, werden die japanische Landkarte auf Anhieb wiedererkennen, auf der sich das strategische Geschehen abspielt. Die vier japanischen Inseln sind in RISIKO-Manier in diverse Provinzen unterteilt, die noch dazu verschiedene Vor- und Nachteile bieten. Neben der strategischen Bedeutung z.B. zentraler Provinzen, findet man hier die besten Schwertkämpfer, dort wird besser Reis angebaut, und jene Provinz erlaubt die Aushebung billigerer Truppen.
Im Rhythmus der Jahreszeiten kann ich auf diesem Plan meine Einheiten verschieben, sie zu Armeen zusammenfassen, Spione bewegen und Gebäude errichten, die fast alle dazu dienen, die verschiednene Truppentypen zu produzieren. Dies alles kostet Geld, welches nur einmal im Jahr bezahlt wird; sehr realistisch muß ich damit dann mehrere Runden auskommen. Das ist alles sehr gut durchdacht und funktioniert auch gut, aber richtig spannend wird das Spiel, wenn eigene und feindliche Truppen am Ende eines Zuges auf demselben Feld zu stehen kommen - nun schaltet das Spiel in den Schlachtsimulationsmodus um!

In einer ordentlich gestalteten 3D-Landschaft (jede Provinz unterscheidet sich von der anderen, und auch die Jahreszeiten oder das Wetter verändern das Bild - und haben auch Auswirkungen auf Sichtweite oder Bewegungsreichweite der EInheiten) darf man sein mächtiges Heer in einer Formation aufstellen, von der man hofft, sie könnte dazu geeignet sein, den zwar nicht überragend, aber doch fähig agierenden Computergegner zu schlagen. In bewährter Echtzeitmanier marschieren die Mannen aufeinander zu (unter Trommelgewirbel oder Hufgetrappel), Schwärme von Pfeilen steigen in den Himmel, und dann ist das Schwertgeklirr und die Schmerzensschreie der Verwundeten alles übertönend in der Luft.
Ständig beobachtet man das Geschehen, ängstlich fürchtet man, daß die feindlichen Kampfmönche die eigene Schlachtreihe durchbrechen oder versucht, mit der Kavallerie eine Zangenbewegung auf den feindliche Heerführer durchzuführen.

Diese Schlachten sind wirklich das beste, was es in der Beziehung auf dem Markt gibt. Angriffe bergauf oder aus einem Wald heraus (kurz: das Terrain), der Verlust des Heerführers, lange Fußmärsche, wie gesagt das Wetter, alles hat (spürbaren!) Einfluß auf den Schlachtverlauf und kann klug genutzt werden, um z.B. selbst zahlenmäßig überlegene Heere zu schlagen. Gerade am Anfang wird man viel Lehrgeld bezahlen, da die Heere noch klein sind und geringfügige Fehler gleich in einer Niederlage enden, die man nicht so leicht verschmerzt. Hier lohnt sich das vorherige speichern und neu laden.
Dank eine Pausenfunktion ist es aber nie die Reaktionsfähigkeit oder psychische Belastbarkeit des Spielers, sondern sein strategisches Geschick und gut durchdachte Planung, die den Sieg herbeiführen wird... zusammen mit einer gehörigen Portion Mut und unorthodoxen Ideen.

Hast Du das Zeug dazu, der neue SHOGUN zu werden?!?

Negative Aspekte:
Etwas haklige Bedienung in der Übersichtskarte, keine Speichermöglichkeit in der Schlacht

Positive Aspekte:
Echtzeitschlachten vom feinsten

Infos zur Spielzeit:
Sternenfahrer hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 4/10
    Sound: 4/10
    Atmosphäre: 10/10
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