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Shenmue: Doch nicht so "FREE" - Leser-Test von Sigistauffen


1 Bilder Shenmue: Doch nicht so
Die Handlung dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein.Für die Dies nicht wissen: Ryu Hazukis Vater wird von dem sinistren Chinesen und Triadenangehörigen Lan Di ermordet. Der junge Heissporn Ryu zieht also los, um seines Vaters Tod zu rechen. Um ans Ziel zu gelangen, muß der Junge mehr oder weniger wahllos die Ortsbewohner nach Hinweisen befragen. Er kann dabei wirklich jeden Passanten befragen, auch wenn die meisten ihn mit einem kurzen Statement a la "bin grad zu beschäftigt" wieder abwimmeln. Nur das Fragen von Schöüsselpersonen bringt ihn weiter. Dieses Frage/Antwort Spiel macht dann auch einen Großteil des Gameplay aus. Hin und wieder muß Ryu dann auch noch kämpfen, was mal in VF3 Manier, also in Echtzeit abläuft, manchmal muß man aber auch nur schnell ein paar Tastenkommandos drücken, die kurz vorher auf dem Bildschirm eingeblendet werden. Das Spiel hat seine eigene Zeitrechnung, d.h. 1 Shenmue Stunde entsprechen etwa 5 Minuten Echtzeit. Die Welt von Shenmue wirkt ausserdem durch seine unzähligen Bewohner und sonstigen Details sehr real und lebendig. Sehr interaktiv ist sie jedoch nicht. Abseits des Haupthandlungsstranges gibt es rein gar nichts zu tun. Man kann zwar alles angucken oder in die Hand nehmen, zu mehr als zum nutzlosen Zeitvertreib dient dies jedoch nicht. Im prinzip sucht man hier also nicht nach Schlüsseln wie in RE sondern nach Hinweisen, was aber in etwa aufs selbe rausläuft. Also bis auf die grafische pracht ist Shenmue ein recht alter Hut und erreicht nicht annähernd die Komplexität eines Zelda64. Trotzdem: Es macht durchaus Spaß und ist wirklich beeindruckend anzusehen. Leider ist halt oft wenig los und man muß viel Zeit totschlagen, bis ein bestimmter Event stattfindet. Die Musik ist auch klasse und paßt toll zum Spiel. Schön ist auch, daß hier wirklich jeder noch so unwichtige Passant etwas zu sagen hat. Text gibts wenn dann nur als Untertitel. Da wunderts auch nicht, daß sich das Spiel auf 3 GDS breit macht, was 4,5 GByte entspricht. Die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig: Ryu kann nicht strafen, was es manchmal schwer macht, Gegenstände anzusteuern oder zu greifen. Man kann sich aber daran gewöhnen. Alles in allem nicht der erwartete Überhammer, aber schon allein wegen der einmaligen Präsentation fast ein Pflichtkauf für Dreamcastbesitzer.

Negative Aspekte:
Eigentlich nichts neues!

Positive Aspekte:
Liebe zum Detail!

Infos zur Spielzeit:
Sigistauffen hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 9.5/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 10/10
    Steuerung: 7/10
    Sound: 9/10
    Atmosphäre: 7/10
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