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Shadowman: "Denn unser sind viele...!" - Leser-Test von Hüni


1 Bilder Shadowman:
Die Spieler der SNES- und der N64-Gemeinde wissen auch heute noch, womit der Name gleichzusetzen ist: mit Videospielumsetzungen mehr oder weniger bekannter Comic- und Filmlizenzen. Neben „Turok“ ist „Shadowman“ das hierfür wohl bekannteste Beispiel.

Ursprünglich nur für das N64 geplant und entwickelt, wurde das Spiel recht schnell auch auf PC, Playstation und Dreamcast umgesetzt. Während die Playstation-Variante jedoch mit einer ziemlich grobkörnigen Grafik aufwartete, kamen die Dreamcast-Abenteurer in den Genuss grafischer Verbesserungen sowie einer spielerisch dezenten Überarbeitung.

Der Protagonist dieses Action-Adventures, Mike LeRoi, führt ein hartes Leben. Nach dem Tod seiner gesamten Familie (an dem er selbst nicht ganz unbeteiligt war), geriet er unter die Fittiche der Vodoo-Priesterin Nettie, die ihm die Schattenmaske in die Brust brannte; dieses Artefakt gibt Mike die Kräfte des Shadowman. In der Welt der Lebenden ein ganz normaler Mensch (zumindest tagsüber), kann Mike jedoch fortan in die Welt der Toten wechseln, wo er zu Shadowman wird. Seine Aufgabe: die okkulten Kräfte des Bösen zu bekämpfen.

Eines Nachts hat die Priesterin Nettie eine bedrohliche Vision: das personifizierte Böse versucht, in der Gestalt eines Mannes mit dem Namen Legion, die Apokalypse über das Reich der Lebenden zu bringen, auf dass die Seelen im Jenseits künftig die Herrscher beider Welten sein würden.
Dazu bedient sich Legion der Hilfe fünf namhafter Serienmörder. Der bekanntesten von ihnen, Jack the Ripper, leistete bereits seinen Beitrag, indem er gleich nach seinem Tod vor 100 Jahren im Jenseits das „Asylum“ errichtete, eine Heimat für alle herrenlosen bösen Seelen, in der Legion die Vorbereitungen für die Apokalypse treffen konnte.
Nur eines fehlt Legion noch, um die Apokalypse heraufzubeschwören: die Kraft der „Dunklen Seelen“, die vor Ewigkeiten von Vodoo-Zauberern versiegelt wurden.
Hier steigt Ihr in das Geschehen ein: in der Rolle von Mike LeRoi alias Shadowman müsst ihr Euch aufmachen, um die Dunklen Seelen vor Legion zu finden.

Auf den ersten Blick ähnelt die Grundsteuerung der von „Tomb Raider“ Ihr könnt umherlaufen, springen, Euch an Felsvorsprüngen entlanghangeln, und natürlich schiessen (und dabei den Gegner gezielt anviesieren).
Hier spielt es jedoch eine wichtige Rolle, wo (und vor allem, wer) Ihr seid: Befindet Ihr Euch in der normalen Welt der Lebenden, agiert Ihr als Mike LeRoi, der sich mit gewöhnlichen Schusswaffen zur Wehr setzt, jedoch über keinerlei Vodoo-Kräfte verfügt.
Sollte Mike jedoch „sterben“, kommt er in das Reich der Toten, wo er zu Shadowman wird. Hier stehen ihm vorerst nur wenige Vodoo-Waffen zur Verfügung, mit denen sich die Untoten bekämpfen lassen. Wenn der (im Gegensatz zu Mike) unsterbliche Shadowman einmal den Löffel abgibt, startet er im Reich der Toten einfach nochmal. Als Shadowman könnt Ihr dann auch wieder in die Welt der Lebenden wechseln, wo er wieder zum sterblichen Mike LeRoi wird.
Das klingt zwar alles ein wenig kompliziert, hat aber durchaus seinen Grund: da die fünf von Legion auserwählten Killer Vom Jenseits ins Diesseits wechselten, um den Untergang vorzubereiten, hat Mike nun zwei verantwortungsvolle aufgaben vor sich.
Erstens: Die Dunklen Seelen, die in beiden Welten gut versteckt sind, zu finden.
Zweitens: Die fünf Serienkiller im Diesseits bekämpfen.

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