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Shadow Man 2econd Coming: Der Shadow-Man ist zurück! - Leser-Test von Ultraschall


1 Bilder Shadow Man 2econd Coming: Der Shadow-Man ist zurück! - Leser-Test von Ultraschall
Die Spielefirma Acclaim greift immer wieder auf die merkwürdigsten Ideen für Videospiele zurück. Zum einen entwickeln sie immer wieder Sport- und Rennspiele und zum anderen kommen sie dann wieder mit Action-Adventures auf den Markt. So sind sie auch für den zweiten Teil der Action-Adventure-Serie "Shadow Man" für die Playstation 2 verantwortlich. Mit dem Titel "Shadow-Man: Second Coming" versucht Acclaim wieder an das alte Spielprinzip des ersten Teils anzuknüpfen. Ob sie das letztentlich geschafft haben, wird mein Bericht zeigen.

Die Vorgeschichte zu dem Titel "Shadow Man: Second Coming" ist schnell erzählt, denn seit 2000 Jahren bereiten die Grigori, das sind Erzdämonen aus den Tiefen der Hölle, sich darauf vor, ihren Meister Asmodeus aus seinem ewigen Gefängnis zu befreien, um damit den Weltuntergang einzuläuten. Dazu benötigen die Grigori aber nicht nur ein uraltes, magisches Buch, sondern auch eine ganze Reihe von Siegeln, um das Gefängnis ihres Herren zu öffnen.
Das alte Buch befindet sich zudem momentan in dem Besitz des querschnittsgelähmten Privatdetektives Thomas Deacon, der es vor ungefähr 20 Jahren den Klauen der Grigori entreissen konnte. An dieser Stelle werden sich natürlich viele Gamer fragen, was diese Geschichte mit dem eigentlichen Spiel "Shadow-Man: Second Coming"zu tun hat? Aber das läßt sich sehr schnell erklären, wenn man den ersten Teil des Spiels noch kennt, denn Thomas Deacons Detektivarbeit war es, der den ersten Shadow Man auf die Spur der fünf diabolischen Serienkiller gebracht hatte. Jetzt braucht der Detektiv jedenfalls wieder die Hilfe des eigentlichen Shadow-Man's "Mike LeRoi", um die Grigori zu stoppen.

Doch bevor ihr letztentlich mit der Vernichtung des Leibhaftigen in diesem Spiel beginnen könnt, müßt ihr einige kleinere und größere Hürden erklimmen. Das Abenteuer beginnt, wie sollte es auch anders sein, für euch im Reich der Toten, wo es zunächst darum geht einen Teddybär zu finden. Dieses spezielle Kinderspielzeug dient euch als Verbindungsstück zwischen der Welt der Lebenden und dem Reich der Toten. Mit der Hilfe des Teddybärs ist es dann für euch auch möglich, zwischen wichtigen Stationen des eigentlichen Abenteuers hin und her zu springen.
Sollte sich der Teddybär schließlich in eurem Besitz befinden, geht es zunächst nach New Orleans, wo nicht nur alte Freunde auf euch als Shadow-Man warten, sondern auch der erste ernstzunehmende Gegner auf euch zukommt. Es handelt sich dabei um einen uralten Voodoo-Priester, namens Papa Morté.
Da in New Orleans praktisch fast an jeder Straßenecke die Schergen dieses Bösewichts auf euch lauern, solltet ihr deshalb nicht unbewaffnet unterwegs sein. Zu Beginn des Spiels könnt ihr leider nur auf die Nahkampffähigkeiten eures Charakters Shadow-Man zurückgreifen. Aber schon nach einer kurzen Spielzeit findet ihr eine ganze Reihe von verschiedenster Waffen, gegen die selbst Dämonen und gar garstige Monster nichts ausrichten können. Neben diversen Feuerwaffen, wie MG, Schafschützengewehr und dergleichen, über mächtige Voodoo-Waffen, bis hin zu den sagenhaften Nephilim-Artefakten ist in diesem Spiel alles für euch als Waffe vertreten. Dazu kommen noch eine ganze Reihe von Gebrauchsgegenständen, die ihr als Shadow-Man zum Erfüllen einiger Aufgaben im Spiel dringend braucht. Hierbei ist neben dem schon angesprochenen Teddy vor allem die Taschenuhr erwähnenswert. Mit ihr habt ihr die Chance die Zeit im Spiel zu beeinflussen und somit den Wechsel von Mike LeRoi zu Shadow-Man oder umgekehrt zu bewerkstelligen. So sind einige Aufgaben im Spiel so angesiedelt, dass sie entweder nur mit Mike oder als Shadow-Man zu erfüllen sind.
Neben euren Fähigkeiten als Shadow-Man müßt ihr in manchen Levels natürlich auch euren Grips anstrengen und dürft euren Orientierungssinn niemals verlieren. Viele der integrierten Rätzel funktionieren eigentlich immer nach dem gleichen Schema: Finde Hebel, ziehe Hebel und suche ein Tor, das irgendwo in dem weitläufigen Level dadurch geöffnet wurde. Eine kurze Zwischensequenz zeigt euch dann anschließend, wo sich der Durchgang letztentlich befindet, aber finden müßt ihr ihn dann schon selbst.
Etwas negativ fällt hier dann auf, dass bei der Öffnung des Tores des Öfteren gleich mehrere Gegner freigesetzt werden, die euch im weiteren Verlauf der Geschichte das Leben schwer machen können. So kann es durchaus ein paar Mal vorkommen, dass noch die Videosequenz für die Öffnung des Durchganges läuft und euch schon munter ein dutzend Feinde beharcken. Daher ist es eher selten, dass ihr solch einem Ansturm an Gegner auf Anhieb standhalten könnt. Zum Glück spielt aber der Tod in diesem Spiel keine große Rolle für euch, denn ihr werdet einfach am nächstliegenden Speicherpunkt wieder abgesetzt und dürft euren Weg bis zu der Stelle eures ungewollten Ablebens laufen.
Besonders nervig ist das aber manchesmal, wenn ihr bei einem Endgegner seid, denn diese sind meist nur mit ausgeklügelten Taktiken zu besiegen. Also ist es nur zu verständlich, dass einige von euch dann keine Lust mehr haben, an solchen verzwickten Stellen weiter zu spielen. Ausserdem kommen da noch ein paar Sprungpassagen dazu, die wegen der hackeligen Steuerung kaum zu schaffen sind. Das dämpft natürlich auch in gewisser Weise die Motivation weiter zu spielen.

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