Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Shadow Madness: Das letzte RPG von Craveyard - Leser-Test von Rpgmaniac-No1


1 Bilder Shadow Madness: Das letzte RPG von Craveyard - Leser-Test von Rpgmaniac-No1
Shadow Madness ist das interessanteste US-Rollenspiel welches jemals für die Playstation erschienen ist. Vor allem die Story macht einen sehr interessanten Eindruck. Ein kleiner Junge Namens Stinger lebt zusammen mit seinem Stiefvater in einer Stadt Namens Port Lochane. Als unser Held jedoch nach einer Meinungsverschiedenheit mit seinem Stiefvater außerhalb des Hauses übernachtet, muss er bei seiner Rückkehr mit ansehen, wie seine Heimatstadt von einer merkwürdigen Kraft zerstört wird. Die wenigen Überlebenden, die unser Held in der Stadt findet, sind nicht mehr bei Sinnen. Allerdings trifft er dann zufällig auf die Amazonenkriegerin Namens Windleaf. Sie erzählt ihm dass ihr Dorf ebenfalls von derselben mysteriösen Kraft zerstört wurde und dass sie unbedingt herausfinden muss wer dahinter steckt. Zusammen mit demselben Ziel machen sich die beiden Mitstreiter, voller Rachegefühle und Verzweiflung auf den Weg, um festzustellen wer dafür verantwortlich ist. Auf dem Weg finden unsere beiden Helden einen lustigen, sprechenden Farmroboter Harv 5, der sich voller Freude den beiden anschließt und sie beschützen möchte....

Shadow Madness gehört zu den reinrassigen US-Rollenspielen. Das Spiel benötigte insgesamt drei Jahre Arbeitszeit und wurde von Craves In-House Team Craveyard entwickelt. Als kleinen Anreiz hat Craveyard zu dem eigentlichen Spiel noch eine frühe Demo von Jade Cocoon beigepackt. Shadow Madness war allerdings das letzte Rollenspiel von Craveyard denn das gesamte Team hat sich nach der Fertigstellung des Spiels vollkommen aufgelöst. Die Spielehersteller einer ziemlich unbekannten Firma Namens Lobotomy haben Shadow Madness ein paar Zwischenspiele zur Verfügung gestellt. Leider existiert auch diese Firma nicht mehr. Shadow Madness wurde damals ziemlich kritisiert was ich eigentlich bis heute nicht verstehe. Meiner Meinung nach haben die Spielehersteller von Craveyard ein völlig anderes Rollenspiel erschaffen, welches sich besonders von der Story gegenüber den anderen Rollenspielen unterscheidet. Technisch gesehen orientiert sich Shadow Madness stark an Final Fantasy 7. Die Polygonalen Figuren laufen vor gerenderten Hintergründen herum und die Schlachten finden in einer zoomenden Polygonarena statt. Grafisch gesehen ist Shadow Madness ein wenig einfallslos ausgefallen. Die Polygonfiguren wirken im Spiel ein bisschen billig, ach wenn sie besser ausgefallen sind als bei Final Fantasy 7. Also ein wenig Feinschliff hätte möglich sein sollen. Dafür sind die Hintergründe einfach klasse und die vielen, interessanten Locations sind immer wieder ein Genuss für den Spieler. Was Shadow Madness allerdings ganz besonders ausmacht, ist die fesselnde Storyline. Die Story ist ziemlich düster ausgefallen und bietet viele dramatische Wendungen. Die beiden Hauptpersonen Stinger und die mutige Amazonenkriegerin Windleaf haben ihre Familien verloren als ihre Heimatstädte von einer merkwürdigen Kraft zerstört wurden. Aber nicht nur die Hauptpersonen sondern auch andere Figuren, wie der sprechende Roboter Harv 5 oder ein komischer schwebender Kopf Namens Xero schließen sich später der Gruppe an und haben selbst ihre eigene Hintergrundstory die ebenfalls düster wirkt. Interessanterweise wird die Stimmung bei Shadow Madness durch den zynischen Humor weiter verstärkt. Viele der Charaktere geben solche sarkastischen und trockenen Kommentare von sich, dass man sich einfach nicht von dem Spiel trennen möchte. Dazu kommt noch die musikalische Untermalung die allerdings recht düster ausgefallen ist und sich nahtlos in das Ambiente einfügt. Viele der Lieder passen super zum Spielgeschehen und sorgen für eine ziemlich traurige aber auch lustige Rollenspiel Atmosphäre. Klasse fand ich auch die gewisse Freiheit im Spielsystem die dem Spieler überlässt, wann er welche Aufgaben zu erledigen hat. Hat man genügend Partymitglieder im Team, kann die Party ab einem bestimmten Punkt verteilen. Zum Beispiel kann man mit Harv 5 und Stinger sich in die Waldwüste begeben oder mit Windleaf und Xero in den zomibeverseuchten Berge die Aufgaben löst. Die hat allerdings den Nachteil dass man zwischen den beiden CDs wechseln muss und das kann auf Dauer richtig nervig sein. Ansonsten kann man im Spiel noch Schlösser knacken und sich eine stilisierte Weltkarte einblenden.

e_gz_ArticlePage_Default