Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Sega GT 2002 im Gamezone-Test


1 Bilder Sega GT 2002 im Gamezone-Test

Langsam wird es eng für das allbekannte "Gran Turismo", denn das was Sega hier mit "GT 2002" auf die Beine gestellt hat, hat das Zeug an der Vormachtsstellung von GT zu kratzen. So bekommen wir mit "Sega GT 2002" ein sehr umfangreiches Rennspiel nach bekannter Machart präsentiert, garniert mit vielen Features und Spielereien die das Game zu etwas Besonderem machen.

Wie bei einem Rennspiel dieser Klasse zu erwarten, verfügen wir über eine Garage in der wir unsere Autos hegen und pflegen, sprich entweder gebrauchte oder neue Tuningteile kaufen können oder bereits verbaute Teile wieder auf Vordermann bringen oder Feintunen. An das Geld dafür kommen wir durch die regulären Rennen, für die wir, je nach Abschneiden, verschieden hohe Prämien bekommen. Neben den Rennen existiert aber auch noch eine "offizielle Meisterschaft", welche nicht nur dem Gelderwerb dient sondern nach jeweils drei absolvierten Strecken mit einer Fahrerlizenz aufwartet, die wiederum die nächsten "offiziellen Meisterschaftsstrecken" frei schaltet. Selbstverständlich existiert für das schnelle Rennen zwischendurch auch noch ein "schnelles Rennen", welches sich nicht auf den Fortschritt im eigentlichen Game auswirkt. Ein wirkliches Bonbon allerdings stellt die "Classic Challenge" dar, in der man über vier Jahrzehnte, beginnend in den 70ern, mit den Classic Cars gegen die CPU-Gegner antritt. Um das Alter der Autos zu unterstreichen, beginnen die Classic-Races in Schwars/Weiss, was für ein ganz besonderes Feeling sorgt. Doch dieser Umstand hält nicht lange an, spätestens nach der ersten Kurve hat auch die Farbe wieder zurück ins Spiel gefunden. Neben diesem grafischen Effekt wurde auch ein netter Windschatten eingebaut, welcher nicht, wie aus anderen Rennspielen bekannt, aus weißen Linien besteht, sondern sich eher wie eine Art Hitzeflimmern vom Vordermann über uns hinweg zieht. Damit dürfte dieses der erste in einem Videospiel verwendete Windschatten sein der ausschließlich aus der Verformung des Hintergrundes besteht, was keinen schlechten Eindruck hinterlässt. Als nettes Feature wurde eine Foto-Kamera ins Replay nach dem Rennen integriert, mit der man Bilder seiner Leistung schießen kann, die man dann in der eigenen Garage an die Wand hängen darf.

Die Physik darf man als gelungen bezeichnen, ermöglicht sie doch einen schnellen Einstieg in das Game, fordert aber auch vom geübten Spieler so einiges, sobald man sich etwas die Karriereleiter hochgearbeitet hat. So funktioniert das Anbremsen vor den Kurven und das darauffolgende Herausbeschleunigen wunderbar kontrolliert und jede Tuningmaßnahme macht sich auch am Fahrverhalten bemerkbar. Trotzdem handelt es sich bei "GT 2002" nicht um eine Fahrsimulation sondern eher um einen ausgereiften Arcade-Racer, was nicht negativ gemeint ist. Besonders die hohe Intelligenz der CPU gesteuerten Autos kann überzeugen. So sucht man vergeblich in sich zusammenkrachende CPU-Fahrer oder wie auf der Kette aufgefädelte Wagenkolonnen. Auch hat man nie das Gefühl, dass die CPU-Autos stärker Beschleunigen oder schneller Fahren als es ein menschlicher Spieler in entsprechendem Auto könnte. Allerdings muss man erwähnen, dass "GT 2002" über kein Schadenssystem verfügt, lediglich ein Schadensbalken zeigt an wie viel schon kaputt gegangen ist. Ist der Balken am unteren Ende angelangt, bleibt der Wagen stehen und man scheidet aus dem Rennen aus.

Die Grafik leistet sich ebenfalls keine Ausreißer in Form von PopUps oder Slowdowns, ständig wird uns eine flüssige Darstellung bei voller Detailtiefe geboten. Egal ob es sich um die Highspeed Rundkurse handelt oder um die sehr abwechslungsreichen Bergstrecken, welche durch italienische Dörfer und kleine Wälder führen, das grafisch gebotene weiß zu begeistern.

Bei einer solch hochqualitativen Präsentation darf die Soundkulisse natürlich keine Ausnahme machen, was sie auch nicht tut. Nach bekannter Sega-Manier klingt jeder Motor anders, selbst ein neuer Auspuff scheint das Motorengeräusch zu beeinflussen, und die immer Happy-Musik aus dem Background passt ebenfalls gut zum Game. Während des Rennens ist man auch nicht an bestimmte Titel gebunden, sondern kann frei aus den gut 20 Musikstücken wählen.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Sega GT 2002" schafft es nicht ganz an "Gran Turismo" heranzukommen, dies aber nur wegen der im direkten Vergleich weniger vorhandenen Strecken. Ansonsten stellt dieser Titel die erste Wahl für die Rennspieler unter den Xbox-Gamern dar, denn die Technik, die Anzahl der Autos und die fast schon unendlichen Tuningmöglichkeiten müssen sich nicht vor der Konkurrenz verstecken und dürften augenblicklich noch einmalig auf der Box sein. Somit stellt "Sega GT 2002" eine unbedingte Kaufempfehlung für alle Geschwindigkeitsfreaks dar.
Sega GT 2002 (XB)
  • Singleplayer
  • 7,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
Massig Autos, Tuningmöglichkeiten und Meisterschaften
Vorbildliche Langzeitmotivation
Etwas mehr Strecken hätten es schon sein dürfen
Sehr einfaches Schadenssystem
e_gz_ArticlePage_Default